Air India Express in KozhikodeIndischer Unglücksflieger landete 1000 Meter zu spät

Bei der Bruchlandung der Boeing 737 in Indien setzten die Piloten von Air India Express offenbar viel zu spät auf der Piste auf. Ein Grund könnte Rückenwind gewesen sein.

Top-Jobs

k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Kapitän C680A (all genders) mit Zusatzaufgaben

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Deputy Continuing Airworthiness Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Mindestens 18 Menschenleben kostete die Bruchlandung einer Boeing 737-800 am Freitag (7. August) im indischen Kozhikode. Nun gibt es neue Erkenntnisse zum Hergang des Unglücks, bei dem das Flugzeug des Billigfliegers Air India Express die auf einer Anhöhe gelegene Piste überschoss, einen Abhang hinunterfiel und in drei Teile zerbrach.

Die Zeitung Economic Times berichtet, das Flugzeug habe viel zu spät auf der Piste aufgesetzt. «Nach ersten Untersuchungen scheint es, als habe das Flugzeug etwa 1000 Meter hinter dem empfohlenen Bereich aufgesetzt. Auf Landebahnen ist eine sogenannte Aufsetzzone (Englisch: Touch Down Zone) markiert, die Piloten angibt, wo sie aufsetzen sollten.

Keine Hinweise auf Fahrwerksprobleme

Warum das geschehen ist, ist unklar. Eventuell könne es «aufgrund von hohem Rückwind» dazu gekommen sein, sagte ein Offizieller der Zeitung, der namentlich nicht genannt werden will. Ein anderer Grund wäre die schlechte Sicht aufgrund der heftigen Monsunschauer. Die Piste in Kozhikode ist insgesamt nur 2860 Meter lang.

Dagegen erscheint ein Versagen des Fahrwerkes beim Unglücksflug IX1344 unwahrscheinlich. «Wenn das der Fall gewesen wäre, hätten wir Kratzer auf der Landebahn gefunden», so der Offizielle weiter. «Es wurde aber nichts entdeckt und wir können mit Sicherheit feststellen, dass es kein Problem mit dem Fahrwerk gab.»

Piloten wurden vor Rückenwind gewarnt

Die Piloten, die bei dem Unglück ums Leben kamen, flogen die einzige Landebahn 10/28 laut einem anderen Offiziellen zuerst zwei Mal aus der einen Richtung an, brachen aber jeweils ab. Schließlich entschieden sie sich für eine Landung aus der anderen Richtung.

Die Piloten seien von den Fluglotsen über den starken Rückwind informiert worden, so der Informant. Dieser Wind könnte dazu geführt haben, dass der Jet zu schnell gewesen und zu spät gelandet sei. Es sei aber noch zu früh, um sich auf eine Unfallursache festzulegen.

Kritik am Flughafen

Im vergangenen Jahr war der Calicut International Airport von Kozhikode wegen Sicherheitsmängeln gerügt worden. Unter anderem wurde damals ein mangelhafter Wasserablauf bemängelt. Von einem Sicherheitsproblem als Ursache will der Informant aber nichts wissen.

Mehr zum Thema

Was bisher über Unglücksflug IX1344 bekannt ist

Was bisher über Unglücksflug IX1344 bekannt ist

Air-India-Jet zerbricht in zwei Teile

Air-India-Jet zerbricht in zwei Teile

ticker-boeing-1

Boeing und U.S. Navy testen erstmals Tarnkappendrohne MQ-25A Stingray

ticker-boeing-1

Boeing liefert im März weniger Flugzeuge aus

Video

Der Moment vor der Berührung: Die Boeing 767 von United fliegt extrem niedrig an.
Eine Boeing 767 von United Airlines ist bei der Landung in Newark extrem tief geflogen. Neue Videoaufnahmen zeigen nun von außen, wie das Hauptfahrwerk den Lastwagen auf der Autobahn berührte.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Moment der Kollision: Zum Glück verletzte sich der Fahrer nur leicht.
Eine Boeing 767 von United Airlines berührte beim Anflug in Newark einen Lastwagen und einen Lichtmast. Flug UA169 landete dennoch sicher. Brisant: Weder Cockpit noch Flugsicherung registrieren die Kollision zunächst.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Rundflug zur Aero Friredrichshafen: Blick auf die Insel Mainau
Auf der Aero Friedrichshafen wurden die Flugzeuge ausgestellt und bewegten sich nicht – außer das von Alpen Air. Die kleine deutsche Airline hob ab und zeigt, wie sich die Allgemeine Luftfahrt wirklich anfühlt. Ein kurzer Flug, der lange im Kopf bleibt.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies