A340 von Emirates: 100 Tonnen zu wenig angegeben.

Horrorminuten nach Tippfehler

Ein Pilot von Emirates patzte bei Routine-Eingaben. Der Start des Airbus A340 wurde so zum Schrecken für die Passagiere.

Top-Jobs

Weeze

Verkehrsleiter vom Dienst (w/m/x)

Flughafen Niederrhein GmbH
Weeze
Feste Anstellung
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
DERTOUR Logo

Virtuelle Reisebetreuung (m/w/d)

Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Home Office
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

CAMO Engineer f/m/d (full time) in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
DERTOUR Logo

Reiseleiter (m/w/d)

Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Griechenland
Spanien
Portugal
Top jobs

Der Zwischenfall ereignete sich schon am 20. März 2009. Doch erst jetzt veröffentlichten die Ermittler der australischen Transportsicherheitsbehörde erste Ergebnisse. Der Airbus A340 von Emirates wollte an diesem Tag von Melbourne nach Dubai fliegen. Eine Routine für die Piloten und die Crew. Beim Start erlebten die 257 Passagiere und 18 Besatzungsmitglieder jedoch dieses Mal einen ganz schönen Schrecken. Der Flieger kratzte mit dem Hinteren Teil den Boden entlang und streifte die Lichter der Startbahn, bevor er in letzter Sekunde schließlich doch noch abhob. Im hinteren Teil der Kabine meldeten die Flugbegleiter schon bald Rauchbildung. In der Folge musste der Jet Treibstoff ablassen, eine Stunde über der australischen Metropole kreisen und dann notlanden - am Boden warteten Feuerwehr und Rettungskräfte.

Verletzt wurde laut der Zeitung The Age niemand, der Jet jedoch war nach der Notlandung schwer beschädigt. Zu dem Zwischenfall kam es, so der Zwischenbericht der Ermittler, offenbar nur durch einen kleinen, aber entscheidenden Tippfehler: Der Pilot gab beim Gewicht des Fliegers 262,9 Tonnen ein. In Wirklichkeit waren es aber 362,9 Tonnen - der Unterschied von 100 Tonnen macht bei der Kalkulation der Geschwindigkeit für den Start so einiges aus. Dass niemand den Fehler bemerkte, hatte einen anderen Grund. Die Piloten waren wohl abgelenkt, weil auch andere Geräte und Software nicht richtig funktionierten. Erst als der Flieger schon kurz vor dem Ende der Startbahn war, wurde die Crew darauf aufmerksam, dass etwas nicht stimmte.

Prozeduren angepasst

Emirates hat in der Folge die Standardprozeduren vor dem Start angepasst, wie The Age berichtet. dazu gehört unter anderem, dass Zahlen mehrfach gegengelesen werden. Außerdem hat man die Ablenkungen, denen Piloten in der Zeit vor dem Start ausgesetzt sind, reduziert und die Software auf den Laptops der Crew ausgetauscht. Außerdem berichtet die Airline, dass sie mit Luftfahrtunternehmen zusammenarbeitet, um Warnsysteme zu entwickeln, die beim Start die Geschwindigkeit kontrollieren.

Erst kürzlich wurde ein Bericht der englischen Air Accidents Investigation Branch (AAIB) veröffentlicht, der sich mit einem Zwischenfall eines Thomas-Cook-Fliegers auseinandersetzt, der im April ebenfalls fast einen Fehlstart hingelegt hatte - auch wegen falscher Gewichtsangaben (aeroTELEGRAPH berichtete). Die Verfasser des Berichts machten darauf aufmerksam, dass potenziell gefährliche Fehler oft schon vor dem Start geschehen - und selten gemeldet werden. In den vergangenen Jahren habe es eine «signifikante Anzahl» von derartigen Zwischenfällen gegeben. Man geht davon aus, dass eine ähnlich hohe Zahl von Kalkulations- oder Kommunikationsfehlern geschahen, die nicht gemeldet wurden.

Mehr zum Thema

ticker-emirates

Emirates schickt Boeing 777 mit Premium Economy auch nach Peking und Beirut

ticker-emirates

Emirates feiert in Frankfurt Deutschlandstart ihrer Boeing 777 mit Premium Economy Class

ticker-emirates

Emirates erneuert Amenity Kits für Economy und Premium Economy

ticker-emirates

Airbus A380 von Emirates in Manchester von Tankwagen beschädigt

Video

Erster Being 737-800 Kombifrachter: Air Inuit hat das Flugzeug am 13. Januar in den Liniendienst aufgenommen.
Fast fünfzig Jahre prägten röhrende 737-200 C den Alltag im Norden Québecs. Jetzt hebt erstmals eine Boeing 737-800 Kombi für Air Inuit ab – mit 90 Sitzen, Palettenfracht und als Weltpremiere.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Das Doomsday Plane bei der Landung in Los Angeles. Rarer Vogel.
In Los Angeles tauchte erstmals seit Langem wieder eine Boeing E-4B öffentlich auf. Während der Ersatz für die Weltuntergangsflugzeuge der USA bereits entsteht, absolvierte der alternde fliegende Kommandoposten einen ungewöhnlichen Rundflug über das Land.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
alaska airlines
Die amerikanische Fluggesellschaft ist Boeing-Kundin durch und durch. Das zeigte sie bisher auch auf jedem ihrer Flugzeuge - mit der Aufschrift Proudly All Boeing. Nun hat Alaska Airlines ihren Slogan angepasst.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies