A321 von Thomas Cook: Entging nur knapp einem schweren Unfall.

Rechenfehler führte fast zu Desaster

Ein Pilot von Thomas Cook verrechnete sich beim Gewicht des Fliegers - und bemerkte das erst im allerletzten Moment.

Top-Jobs

DERTOUR Logo

Reiseleiter (m/w/d) am Flughafen Mallorca

Mallorca
Feste Anstellung
Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Spanien
Top jobs
Hahnair

Kapitän C680A (all genders) mit Zusatzaufgaben

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair

Deputy Continuing Airworthiness Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Aero Bildungs Logo

Ausbilder / Technischer Trainer (m/w/d) für Fluggerätelektronik / Avionik / Cat B2 – Luftfahrttechnik

AERO-Bildungs GmbH
Oberpfaffenhofen
Feste Anstellung
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

223 Passagiere an Bord eines Airbus A321 von Thomas Cook Airlines sind im April offenbar nur knapp einem Desaster entgangen. Wie die Zeitung Daily Mail berichtet, hatte der Pilot des Fluges von Manchester nach Kreta das Gewicht des Flugzeuges falsch berechnet. Das zeigt ein Bericht der Behörde Air Accidents Investigation Branch (AAIB), der in der vergangenen Woche veröffentlicht wurde. Dieser stuft den Zwischenfall als «ernst» ein. Der Pilot hatte das Gewicht des Fliegers mit 17 Tonnen angegeben. Doch bei der Berechnung hatte er den Treibstoff nicht mit einberechnet. Ein schlimmer Fehler, denn das Gewicht des Fliegers bestimmt die Geschwindigkeit, die das Flugzeug beim Start braucht, um rechtzeitig abzuheben. Ist diese zu gering, kann der Pilot die Kontrolle verlieren und der Jet schießt über die Startbahn hinaus.

Zum Glück bemerkte der Pilot seinen Fehler noch und nahm die nötigen Anpassungen vor, um rechtzeitig abzuheben - einen schlimmen Unfall konnte er so vermeiden. Laut dem Bericht sieht man die Schuld aber nicht nur bei ihm. Nachdem er das falsche Gewicht durchgegeben habe, hätten andere Verantwortliche verpasst, den offensichtlichen Fehler zu bemerken.

Fehler oft vor dem Start

Die Verfasser des Berichts machen darauf aufmerksam, dass potenziell gefährliche Fehler oft schon vor dem Start geschehen - und selten gemeldet werden. In den vergangenen Jahren habe es eine «signifikante Anzahl» von Zwischenfällen gegeben, die auf ähnlichen Fehlern wie dem des Thomas-Cook-Piloten beruhten. Man geht davon aus, dass eine ähnlich hohe Zahl von Kalkulations- oder Kommunikationsfehlern geschahen, die nicht gemeldet wurden.

Thomas Cook Airlines stellt sich hinter seinen Piloten. Er habe sämtliche Vorkehrungen getroffen, damit das Flugzeug dann schließlich sicher abheben konnte, so die Fluggesellschaft laut der Daily Mail. Die Passagiere hätten von dem Zwischenfall nichts mitbekommen. Die Muttergesellschaft war in den letzten Wochen häufiger in den Schlagzeilen. Die Thomas Cook Group steckt in großen finanziellen Schwierigkeiten und musste ihre Banken um Kredite in Höhe von 100 Millionen Pfund bitten - die Schulden des Konzerns stehen nun bei einer Milliarde Pfund. Befürchtungen. Dass dem Konzern nun der Kollaps droht, widerspricht man aber. Es sei weiterhin sicher, seine Reisen bei Thomas Cook zu buchen.

Mehr zum Thema

Der Airbus A319 von Beond: Hat ausschließlich 44 Business-Class-Sitze.

Beond will 2025 auf sechs Jets wachsen - und München ist wieder Ganz-Jahres-Kandidat

Gelandet: Der A321 XLR ist nun im kommerziellen Betrieb.

Wie viel wissen Sie über den neuen Airbus A321 XLR?

A330 von Aer Lingus: Die Iren wollen einen ihrer zehn A330 stillegen.

Aer Lingus wirft Airbus A330 raus, um Platz für A321 XLR zu schaffen

Fahrwerk eines Airbus A321 brennt bei Landung in Las Vegas

Fahrwerk eines Airbus A321 brennt bei Landung in Las Vegas

Video

Saab Global Eye: Basis ist eine Bombardier Global 6000/6500.
Wie kann eine rohstoffreiche und strategisch immer wichtigere Region wie die Arktis überwacht und im Ernstfall verteidigt werden, angesichts klirrender Kälte und riesiger Ausdehnung? Hersteller wie Boeing, IAI und Northrop Grumman buhlen mit ihren Systemen um Kunden. Ihr härtester Konkurrent kommt aber aus Europa: Saab GlobalEye.
gerard al fil
Gérard Al-Fil
Die Boeing 757 von Icelandair: Heikler Tiefflug.
Nach 40 Jahren geht er in Rente. Auf seinem letzten Flug von Frankfurt nach Keflavik wollte der Kapitän einer Boeing 757 etwas Besonderes machen und flog in sehr niedriger Höhe über seine Heimat hinweg. Icelandair ist verärgert und hat die Behörden eingeschaltet.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
etihad airways manchester city
Die Golfairline sponsort den englischen Fußballpokalwettbewerb FA Cup. Emirates ist dadurch auch auf den Trikots präsent. Doch es gibt eine Ausnahme.
Timo Nowack
Timo Nowack