A321 von Thomas Cook: Entging nur knapp einem schweren Unfall.

Rechenfehler führte fast zu Desaster

Ein Pilot von Thomas Cook verrechnete sich beim Gewicht des Fliegers - und bemerkte das erst im allerletzten Moment.

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223 Passagiere an Bord eines Airbus A321 von Thomas Cook Airlines sind im April offenbar nur knapp einem Desaster entgangen. Wie die Zeitung Daily Mail berichtet, hatte der Pilot des Fluges von Manchester nach Kreta das Gewicht des Flugzeuges falsch berechnet. Das zeigt ein Bericht der Behörde Air Accidents Investigation Branch (AAIB), der in der vergangenen Woche veröffentlicht wurde. Dieser stuft den Zwischenfall als «ernst» ein. Der Pilot hatte das Gewicht des Fliegers mit 17 Tonnen angegeben. Doch bei der Berechnung hatte er den Treibstoff nicht mit einberechnet. Ein schlimmer Fehler, denn das Gewicht des Fliegers bestimmt die Geschwindigkeit, die das Flugzeug beim Start braucht, um rechtzeitig abzuheben. Ist diese zu gering, kann der Pilot die Kontrolle verlieren und der Jet schießt über die Startbahn hinaus.

Zum Glück bemerkte der Pilot seinen Fehler noch und nahm die nötigen Anpassungen vor, um rechtzeitig abzuheben - einen schlimmen Unfall konnte er so vermeiden. Laut dem Bericht sieht man die Schuld aber nicht nur bei ihm. Nachdem er das falsche Gewicht durchgegeben habe, hätten andere Verantwortliche verpasst, den offensichtlichen Fehler zu bemerken.

Fehler oft vor dem Start

Die Verfasser des Berichts machen darauf aufmerksam, dass potenziell gefährliche Fehler oft schon vor dem Start geschehen - und selten gemeldet werden. In den vergangenen Jahren habe es eine «signifikante Anzahl» von Zwischenfällen gegeben, die auf ähnlichen Fehlern wie dem des Thomas-Cook-Piloten beruhten. Man geht davon aus, dass eine ähnlich hohe Zahl von Kalkulations- oder Kommunikationsfehlern geschahen, die nicht gemeldet wurden.

Thomas Cook Airlines stellt sich hinter seinen Piloten. Er habe sämtliche Vorkehrungen getroffen, damit das Flugzeug dann schließlich sicher abheben konnte, so die Fluggesellschaft laut der Daily Mail. Die Passagiere hätten von dem Zwischenfall nichts mitbekommen. Die Muttergesellschaft war in den letzten Wochen häufiger in den Schlagzeilen. Die Thomas Cook Group steckt in großen finanziellen Schwierigkeiten und musste ihre Banken um Kredite in Höhe von 100 Millionen Pfund bitten - die Schulden des Konzerns stehen nun bei einer Milliarde Pfund. Befürchtungen. Dass dem Konzern nun der Kollaps droht, widerspricht man aber. Es sei weiterhin sicher, seine Reisen bei Thomas Cook zu buchen.

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