Die entführte Boeing 767 von Ethiopian in Genf: Alle Passagiere sind wohlauf.

Genf: Flugzeugentführer aus Crew

[image1]Eine Boeing 767 von Ethiopian Airlines landete außerplanmäßig in Genf. Offenbar hatte entweder Pilot oder Kopilot den Jet entführt.

Top-Jobs

Sparfell Logo

CAMO Engineer f/m/d (full time) in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
DERTOUR Logo

Reiseleiter (m/w/d)

Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Griechenland
Spanien
Portugal
Top jobs
logo aerotelegraph rund

Journalist:in Militärluftfahrt und Verteidigung

Medien
aeroTELEGRAPH
Top jobs
Home Office
Lübeck

Safety Manager (m/w/d) am Flughafen Lübeck

Lübeck
Feste Anstellung
Flughafen Lübeck
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Eigentlich sollte Flug ET 702 von Ethiopian Airlines um 4:40 in Rom landen. Doch die Boeing 767-300 kam nie dort an. Bereits um etwa 2 Uhr nachts hatten die Piloten den ersten Notruf ausgesandt - mit dem Code «7500». Das bedeutet, dass der Flieger entführt wurde. Zum Zeitpunkt des Signals befand sich der Jet noch über dem Sudan.

Ein Irrtum bei dem Notruf wurde von den Behörden schon früh ausgeschlossen. Die Maschine mit der Registrierung ET-AMF nahm danach weiter mit Kurs auf Europa. Doch statt in Italien zu landen, flog sie in Richtung Schweiz. Über Italien wurde das Flugzeug von Kampfjets der italienischen Luftwaffe eskortiert. Inzwischen steht der Langstreckenjet der afrikanischen Fluggesellschaft am Genfer Flughafen Cointrin.

Flughafen Genf längere Zeit gesperrt

[image2]Wie Daten von Flightradar 24 zeigen, kreiste der Flieger von Ethiopian Airlines eine ganze Zeit lang über der Schweiz. Mit «extrem wenig Treibstoff» landete er schließlich in Genf, wie das Portal Airlinereporter unter Berufung auf informierte Quellen berichtete. Über Funk (siehe Aufzeichnung unten) habe man gehört, dass es außerdem Probleme mit einem der Triebwerke gegeben habe. «Wir brauchen Asyl», funkte die Crew verzweifelt. Mit einer Treibstoffreserve für nur 20 Minuten landete die Maschine von Ethiopian schließlich um 6:02 Uhr in der Schweizer Stadt.

Der Genfer Flughafen bestätigte den Vorfall. In der Zeit nach der Landung war er für längere Zeit gesperrt, aber bald nahm er den Betrieb wieder auf. «Sämtliche Passagiere und Besatzungsmitglieder sind sicher am Genfer Flughafen», so Ethiopian Airlines in einer ersten Pressemitteilung, welche inzwischen nicht mehr online verfügbar ist.

Flugzeug durch ein Fenster verlassen

Um 7.30 Uhr meldete die Genfer Polizei dann, der Entführer sei verhaftet worden. Alle 193 Passagiere, darunter rund 140 Italiener, seien unversehrt. Sie werden nun von Psychologen vor Ort betreut. Davor wurden sie von der Polizei aber noch überprüft. Man wollte sicherstellen, dass es unter ihnen keine Komplizen gab.

Wie sich inzwischen herausstellte, war es der Kopilot, welcher die Boeing 767 entführt hatte. Er übernahm gemäß den Schweizer Behörden die Kontrolle im Cockpit, als sein Kollege gerade auf der Toilette war. Der Kopilot schloss dazu die Türe zu, um seinen Plan alleine und ohne Störung umsetzen zu können.

Umgehend einen Asylantrag in der Schweiz gestellt

Der Entführer hat sich in Genf aus dem Fenster aus dem Flugzeug abgeseilt. Danach wurde er gemäß den Behörden auf dem Vorfeld verhaftet «ohne Widerstand zu leisten». Er stellte umgehend einen Asylantrag in der Schweiz. Ihm drohen nun bis zu zwanzig Jahre Haft.

Hier der Funkverkehr aus dem Cockpit:

Die Strecke des Fluges können Sie bei Flightradar 24 nachverfolgen.

Mehr zum Thema

So nah kommt man Giraffen sonst nie wie im  Royal Livingstone

Sambia: Giraffen füttern, raften und baden am Abgrund

Eine Dash 8 von Air Kenya und die bisherigen Stopps der Auslieferungsroute: Kleiner Flieger, langer Weg.

So fliegt eine Dash 8-200 von Kanada nach Kenia

Flieger von Air Senegal: Airline in der Krise.

Regierung stellt Notfallplan zur Rettung von Air Sénégal vor

Airbus C295  (hier bei der Auslieferung): Fliegt für Senegals Luftwaffe.

Armee übernimmt Inlandsstrecken im Senegal

Video

Das Doomsday Plane bei der Landung in Los Angeles. Rarer Vogel.
Erstmals seit Langem tauchte wieder eine Boeing E-4B öffentlich auf. Während der Ersatz für die Weltuntergangsflugzeuge der USA bereits entsteht, absolvierte der alternde fliegende Kommandoposten einen ungewöhnlichen Rundflug über das Land.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
alaska airlines
Die amerikanische Fluggesellschaft ist Boeing-Kundin durch und durch. Das zeigte sie bisher auch auf jedem ihrer Flugzeuge - mit der Aufschrift Proudly All Boeing. Nun hat Alaska Airlines ihren Slogan angepasst.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
alaska airlines 1282 ntsb boeing 737 max 9
Obwohl im Flug ein Loch im Rumpf einer Boeing 737 Max 9 von Alaska Airlines klaffte, landete die Crew das Flugzeug im Januar 2024 sicher. Jetzt klagt der Kapitän gegen den Flugzeughersteller.
Timo Nowack
Timo Nowack