Lufthansas Boeing 747-8 mit dem Kennzeichen D-ABYO (Archivbild): Sitzt aktuell in Brazzaville fest.

Flug LH573Boeing 747-8 von Lufthansa muss nach Brazzaville ausweichen - anderer Jumbo-Jet als Ersatz unterwegs

Aufgrund eines undefinierbaren Geruchs in der Kabine musste eine Boeing 747-8 von Lufthansa mit fast 380 Menschen an Bord in der Republik Kongo landen. Um sie abzuholen, ist eine weitere 747-8 aus Frankfurt aufgebrochen.

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Lufthansa-Flug LH573 von Johannesburg nach Frankfurt befand sich in der Nacht zu Freitag (7. August) gerade über der Demokratischen Republik Kongo, als er den Kurs änderte. Die Cockpitcrew änderte den Transpondercode auf 7700, was eine Luftnotlage anzeigt.

Die Boeing 747-8 mit dem Kennzeichen D-ABYO überflog die Grenze von der Demokratischen Republik Kongo zur Republik Kongo und landete dort am Flughafen der Hauptstadt Brazzaville. «Lufthansa-Flug LH573 vom 6. August von Johannesburg nach Frankfurt ist heute Nacht (7. August) nach Auftreten eines undefinierbaren Geruchs in der Kabine sicherheitshalber in Brazzaville (Republik Kongo) zwischengelandet», erklärt Lufthansa in einer Stellungnahme. Zuerst hatte der Sender RTL darüber berichtet.

Jetzt fliegt die D-ABYG von Frankfurt nach Brazzaville

Alle 363 Fluggäste und die 16 Crewmitglieder sind laut Lufthansa wohlauf und in Hotels in Brazzaville untergebracht worden. Mittlerweile ist auch ein anderer Jumbo-Jet unterwegs, um die Reisenden abzuholen: Um 15:08 Uhr am Freitag hob in Frankfurt die Boeing 747-8 mit der Kennung D-ABYG in Richtung Brazzaville ab. Ihre Sonderflugnummer lautet LH9872. An Bord sind laut Lufthansa auch Techniker, die die gestrandete D-ABYO überprüfen sollen. Der Jet werde in Brazzaville «einer gründlichen technischen Überprüfung unterzogen».

Zum undefinierbaren Geruch ist bisher nichts Genaues bekannt. Der Flugverfolgungsdienst Flightradar 24 schrieb beim Kurznachrichtendienst X vage von «möglichem elektrischen Rauch», Lufthansa bestätigte dies gegenüber RTL aber zunächst nicht.

Bei Swiss sorgte Kopfhörerbox für Ausweichlandung

Erst Ende Juli war ein Airbus A330 von Lufthansa-Tochter Swiss auf dem Weg nach New York mit Code 7700 nach Bangor ausgewichen, nachdem es eine unklare Rauchentwicklung im vorderen Teil der Business Class gegeben hatte. Ein Swiss-Technikteam reiste nach Bangor und stellte fest, dass eine kleine Ladebox für Kopfhörer in einen Sitz gerutscht war, dort eingeklemmt und beschädigt wurde, wodurch Hitze und Rauch entstanden.

Ob für die Boeing 747 von Lufthansa in Brazzaville ein ähnliches Szenario infrage kommen könnte, oder der Geruch eine ganz andere Ursache hat, ist derzeit noch völlig unklar.

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