Flugzeuge von Emirates und Lufthansa: Nur eine von beiden Airlines hat Grund zur Freude.

Fünfter Flughafen BerlinLufthansa kritisiert zusätzliche Verkehrsrechte für Emirate: «Bundesregierung schießt zu viele Eigentore»

Eine Fluggesellschaft aus den Vereinigten Arabischen Emiraten darf künftig einen fünften deutschen Flughafen ansteuern - und damit kommt Emirates nach Berlin. Lufthansa kritisiert die Entscheidung der Bundesregierung scharf.

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Am Donnerstagabend (10. September) hat die deutsche Bundesregierung mitgeteilt, dass eine nationale Fluggesellschaft der Vereinigten Arabischen Emirate künftig ein fünftes deutsches Ziel ansteuern darf. Zwar sind weder Airline noch Ziel benannt, aber Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner kündigte bereits Emirates-Flüge in die Hauptstadt an.

Für Missfallen sorgt all das bei der Lufthansa-Gruppe. Eine Sprecherin des Konzerns sagt: «Die heute vereinbarte Ausweitung von Verkehrsrechten zugunsten der Vereinigten Arabischen Emirate verlagert Wertschöpfung und Arbeitsplätze an den Golf und verstärkt die Wettbewerbsverzerrung weiter.» Ein weiterer deutscher Flughafen erhalte damit lediglich Anschluss an ein Golf-Drehkreuz, aber keine zusätzliche direkte Langstreckenverbindung.

Lufthansa: Bundesregierung schwächt Standort Deutschland

«Die angespannte Lage bei den innerdeutschen Strecken, die die Metropolregionen an heimische Drehkreuze anbinden, wird mit dieser Politik weiter belastet», so die Lufthansa-Sprecherin. Die Regierung habe sich zwar die Stärkung des Luftverkehrsstandortes Deutschland auf die Fahnen geschrieben, ihre praktische Politik stehe aber für das Gegenteil. Das Lufthansa-Fazit: «Diese Bundesregierung schießt zu viele Eigentore.»

Wie einfach die Bundesregierung die Gewährung der zusätzlichen Verkehrsrechte umsetzen kann, lesen Sie hier.

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