Boeing 737 von Ryanair: Musste nach Turbulenzen außerplanmäßig landen.

Schwere Turbulenzen Ryanair-Flug aus Berlin muss wegen Gewitter in Memmingen landen - mehrere Verletzte

Auf einem Flug ab Berlin geriet eine Boeing 737 der Billigairline über Süddeutschland in eine Gewitterzelle. Es kam zu heftigen Turbulenzen. Dabei wurden mehrere Personen verletzt, auch ein kleines Kind. Statt in Mailand landete die Maschine in Memmingen.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Luftfahrzeugmechaniker Flugbetrieb (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Teamleiter Montage & Support (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Leiter Zerspanung Kleinteile / Stv. Abteilungsleiter (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Schwere Unwetter fegten am Mittwoch (4. Juni) über Deutschland. Das sorgt auch in der Luftfahrt für Probleme. So muss ein Flughafen etwa während eines Gewitters den Betrieb am Boden einstellen, um die Mitarbeitenden zu schützen. Besonders heftig traf es dieses Mal aber ein Flugzeug, das gerade unterwegs war.

Ryanair-Flug FR8 von Berlin nach Mailand befand sich gerade über Süddeutschland, als es um 20:25 Uhr plötzlich sehr heftig zu wackeln begann. Zu dieser Zeit befand sich etwa über Ulm eine Gewitterzelle. Die Unwetter führten auch in der süddeutschen Stadt zu vielen Schäden, auch Hausdächer wurden abgedeckt.

Boeing 737 wurde stark durchgeschüttelt

Aber auch in der Luft gab es Schäden. Die Boeing 737-800 mit der Registrierung EI-EKN wurde derart durchgeschüttelt, dass neun Menschen an Bord im Alter von zwei bis 59 Jahren sich dabei verletzten, heißt es in einer Mitteilung der Polizei. Eine Mutter, die gerade mit ihrem zwei Jahre alten Kind auf der Toilette war, zog sich eine Platzwunde am Kopf zu, das Kind erlitt Prellungen.

Eine weitere Frau klagte über Rückenschmerzen. Ob die Anschnallzeichen in der Boeing 737 von Ryanair eingeschaltet waren, konnte Ryanair bis zum Zeitpunkt der Veröffentlichung nicht beantworten. Die Zeitung Bild zitiert Insassen, die berichten, das sei nicht der Fall gewesen.

Sichere Landung in Memmingen

Die drei Personen wurden laut Polizei zur Behandlung ins Krankenhaus nach Memmingen verbracht, die anderen Verletzten seien nach ambulanter Behandlung vor Ort entlassen worden. Vorsorglich wurden alle Passagiere durch den Rettungsdienst auf Verletzungen hin überprüft.

Der Kapitän der Ryanair-Maschine entschied sich für eine Sicherheitslandung und forderte laut einer Stellungnahme der Airline medizinische Unterstützung am Boden an. Eigentlich war eine Landung in München gewünscht, doch das Wetter ließ das nicht zu. Um 20:44 Uhr abends landete das Flugzeug schließlich am Flughafen im Allgäu - ohne weitere Zwischenfälle.

Ryanair-Jet flog am Morgen weiter nach Mailand

An Bord der Boeing 737 befanden sich 179 Passagiere und sechs Crewmitglieder. Das Luftamt Südbayern genehmigte keinen Weiterflug der Maschine, so die Polizei. «Ein Ersatzflug wurde organisiert, um die Passagiere nach Mailand zu bringen», so Ryanair.

Die EI-EKN blieb über Nacht in Memmingen und hob am Donnerstag (5. Juni) gegen 8:30 Uhr wieder dort ab - mit dem Ziel Mailand.

Mehr zum Thema

Kabine von Ryanair: Die Airline erhebt in England eine Gebühr, wenn man neben seinen Kindern sitzen will.

Bittet Ryanair Familien, die zusammensitzen wollen, unrechtmäßig zur Kasse?

ticker-ryanair

Ryanair erstmals seit Börsengang im Jahr 1997 schuldenfrei

ticker-ryanair

Viertes Flugzeug: Ryanair baut Präsenz in Bratislava aus

Airbus A321 Neo von Eurowings: Im Winter hat die Fluglinie elf Jets am BER.

Eurowings will Lücken schließen, die Ryanair in Berlin hinterlässt

Video

privatjet nigeria landung
Eine Bombardier Challenger 600 musste in Nigeria außerhalb des Flughafens Asaba auf einer Straße aufsetzen. Während alle Insassen unverletzt blieben, sorgte wenige Stunden später ein eigenmächtiger Start des Privatjets für Ermittlungen der Luftfahrtbehörden.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Papst Leo: Offenbar auch ein Luftfahrtfan.
Kampfjet-Eskorte, Funkkontakt und ein Platz auf dem Jumpseat: Papst Leo XIV. erlebte bei einem Flug durch Spanien einen besonderen Moment.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Draco Aircraft will die Draco Hyper-Stol in Serie bauen: Entwickelt wurde sie von einem Tüftler aus den USA.
Ein Motorausfall über Utah brachte Mike Patey dazu, ein Buschflugzeug mit einer Turboprop-Turbine auszustatten. Das Flugzeug wurde zum Hit. Nun will ein polnisches Startup das Konzept zur Serienreife bringen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies