Der Airbus A330 mit der Kennung HB-JHK (hier zu sehen auf einem Archivbild): Wurde in Delhi evakuiert.

Problem mit TriebwerkAirbus A330 von Swiss muss Start in Delhi abbrechen - Verletzte bei Evakuierung

Die Crew eines Airbus A330-300 der Schweizer Fluggesellschaft brach den Start in Delhi ab. Bei der anschließenden Evakuierung des Swiss-Flugzeugs gab es Verletzte.

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Gegen 1 Uhr in der Nacht von Samstag auf Sonntag (25. auf 26. April) rollte Flug LX147 vom Gate am Terminal 3 zur Piste des Flughafens Delhi. Der Airbus A330-300 von Swiss mit dem Ziel Zürich nahm den Startlauf auf. Doch dann brach die Crew den Start ab.

Die Zeitung Blick berichtete zuerst über den Startabbruch in Indien. Passagiere erzählten dem Boulevardblatt von Funken, die sie aus dem Fenster sahen, von einem Knall, von einem Feuerwehreinsatz an einem der Triebwerke, von einer Evakuierung und Panik dabei.

Sechs Fluggäste in medizinischer Untersuchung

Anschließend meldete sich Swiss mit einem ausführlichen Statement zu Wort. «An Bord befanden sich 228 Passagierinnen und Passagiere sowie 4 Kleinkinder», so die Lufthansa-Group-Tochter. Beim Start des A330 sei ein Problem an einem der Triebwerke aufgetreten.

«Die Crew hat den Start abgebrochen und sich nach einer Situationsanalyse vorsorglich dazu entschieden, das Flugzeug zu evakuieren», schreibt Swiss. Die Reisenden und die Crew hätten das Flugzeug mit dem Kennzeichen HB-JHK über die Notrutschen verlassen. «Sechs Passagiere befinden sich in medizinischer Untersuchung», so Swiss. Für einzelne Personen, die nicht über die Rutschen hätten aussteigen können, sei eine Treppe organisiert worden.

Swiss: «Situation für alle Beteiligten belastend»

Zu den Verletzten machte ein Swiss-Sprecher auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA keine genaueren Angaben. Gegenüber Blick berichtete ein Passagier, dass sich zwei ältere Damen bei der Evakuierung verletzt hätten, und vermutete Beinbrüche.

Die Fluggesellschaft erklärte, die Passagierinnen und Passagiere würden von örtlichen Teams betreut, man suche mit Hochdruck nach Möglichkeiten zur Umbuchung oder nach Hotels zur Unterbringung. «Eine solche Situation ist für alle Beteiligten belastend.»

Swiss schickt Technik-Team nach Delhi

Swiss teilte zudem mit, sie arbeite eng mit den Behörden zusammen und habe eine Taskforce ins Leben gerufen. «Wir wollen detailliert wissen, was zum Vorfall geführt hat», so die Fluggesellschaft. «Technische Spezialistinnen und Spezialisten von Swiss werden nach Delhi reisen, um das Flugzeug zu überprüfen und die nächsten Schritte einzuleiten.»

Der betroffene Airbus A330-300 mit der Kennung HB-JHK ist 14 Jahre alt und hatte nie eine andere Betreiberin als Swiss. Das Langstreckenflugzeug hat Platz für bis zu 236 Reisende, davon 8 in der First Class, 45 in der Business Class und 183 in der Economy Class.

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