Auf einem Flug von Delta Air Lines ist es am Sonntag zu einem Zwischenfall gekommen, der selbst erfahrene Vielflieger überrascht haben dürfte. Ein Airbus A220 auf dem Weg von La Guardia nach Jacksonville musste kurz nach dem Enteisungsvorgang umkehren. Der Grund: Enteisungsflüssigkeit war in die Kabine gelangt und hatte einen Passagier durchnässt.
Wie aus dem Funkverkehr hervorgeht, meldete die Crew direkt nach Verlassen der Enteisungsposition, dass Flüssigkeit ins Flugzeug eingedrungen sei und Teile der Kabine «durchnässt» habe. Der Flug mit der Nummer DL1307 kehrte daraufhin an ein Gate zurück. Statt wie geplant um 14:10 Uhr hob die Maschine erst mehr als drei Stunden später ab.
Geriet die Flüssigkeit durch die Tür des Airbus A220 von Delta ins Flugzeug?
Als wahrscheinliche Ursache gilt eine Überbesprühung im Bereich der Einstiegstür. Gelangt die mit hohem Druck aufgesprühte Enteisungsflüssigkeit durch kleine Spalten ins Innere, kann sie sich in der Kabine oder in Belüftungssystemen ausbreiten.
Bei der verwendeten Enteisungsflüssigkeit handelt es sich üblicherweise um ein erhitztes Gemisch aus Propylenglykol und Wasser. Zwar ist es für den Flugbetrieb zugelassen, auf Haut und Kleidung hat es jedoch nichts zu suchen.