Airbus arbeitet bereits mit Betreibern zusammen, die eine solche Flotte betreiben könnten.

Risiko von EvtolsSenkrechtstarter verursachen am Boden gigantische Luftwirbel wie Hurrikane

Die Luftfahrtbehörde der USA hat untersucht, welches Risiko Evtols für die Umgebung darstellen können, wenn sie abheben. Das Ergebnis dürfte viele Ideen für potenzielle Flugplätze zunichtemachen.

Top-Jobs

DERTOUR Logo

Destination Manager (w/m/d)

DERTOUR Destination Services AG
Vollzeit
Top jobs
Feste Anstellung
Reiseveranstalter
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse / Fluglotsin (w/m/d)

Studium
Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Top jobs
Langen b. Frankfurt
Deutschland
AMX Support

Lizenzierter Fluggerätmechaniker / Certifying Staff B1/B2 (m/w/d)

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
AMX Support

Flugzeug Mechaniker

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt

Evtol, Lufttaxis, Senkrechtstarter - Forschung und Entwicklung in dem Bereich laufen auf Hochtouren. Auch erste mögliche Ideen, wie die Flughäfen für die Luftfahrzeuge aussehen könnten - sogenannte Vertiports - gibt es bereits. So hat etwa die europäische Luftfahrtbehörde Easa einen Leitfaden für die Gestaltung von Vertiports veröffentlicht. Er zeigt, wie die Flughäfen für die Taxis aussehen könnten.

Doch ganz so einfach dürfte es mit der Gestaltung nicht werden, zeigt eine Studie, welche die Federal Aviation Administration veröffentlicht hat. «Es liegen nur sehr wenige Daten über die Auswirkungen und potenziellen Risiken von Evtol-Flugzeugen vor», schreibt die amerikanische Behörde darin. Besonders gefährlich könnten die Abwinde und Luftströme sein, welche die Flugzeuge verursachen.

«Erhebliche Risiken» durch Senkrechtstarter

Das, so die Autorinnen und Autoren, könne «erhebliche Risiken für Menschen und Sachwerte mit sich bringen und muss bei der Konstruktion von Vertiports berücksichtigt werden». Die FAA testete drei unterschiedliche, nicht genannte Evtol-Prototypen. Die Abwinde und Luftwirbel variierten je nach Flugzeug und Test, jedoch waren sie in allen Fällen hoch und vergleichbar mit Winden, die bei einem Hurrikan auftreten.

Die maximale Geschwindigkeit der Abwinde betrug rund 160 Kilometer pro Stunde in einer Entfernung von nur rund zwölf Metern vom Zentrum der Start- und Landefläche. Hurrikanstärke erreichen Winde bereits ab dem Höchstwert der Beaufort-Skala von 12, die ab 120 Kilometern pro Stunde gilt. Die Höchstgeschwindigkeit von 160 wurde von allen drei getesteten Flugzeugen erreicht. Auch in 30 Metern Entfernung wurden immer noch Winde von 100 Kilometern pro Stunde gemessen.

Schutzbereiche an Vertiports nötig

Die Hersteller von Senkrechtstartern stellen sich laut FAA Einsätze mit hohem Volumen und hohem Tempo vor - mehr als bei Helikopter-Startplätzen. Und das in städtischen Gebieten. Das Risiko, Unbeteiligte mit den gefährlichen Winden zu treffen, ist laut der Behörde daher noch viel höher als durch herkömmliche Hubschrauber auf Heliports.

Um das Risiko zu mindern, empfehlen die Verfasserinnen und Verfasser der Studie, dass Vertiports Schutzbereiche für die Abwinde einrichten, sodass Windgeschwindigkeiten über rund 54 Kilometern pro Stunde vermieden werden. Das heißt allerdings auch, dass die Flexibilität, was die Errichtung von Vertiports angeht, stark eingeschränkt ist.

Mehr Platz nötig als angenommen

Auf Parkhäusern oder nahe Bahnhöfen oder Flughäfen könnte es platzmäßig eine Herausforderung werden. Auch die Entwürfe der Easa dürften damit eine Bearbeitung benötigen. Die Behörde hatte sich in ihren Berechnungen zwar auch mit Abwinden beschäftigt, doch die Entwürfe sehen so aus, als würde es auf den vorgeschlagenen Plätzen dauerhaft ziemlich windig werden.

Vertiport auf dem Markusplatz aus Easa-Entwurf: Tauben gäbe es wohl keine mehr. (Bild: Google Earth/Easa)

Mehr zum Thema

Easa legt weltweite erstes Regelwerk für Lufttaxis vor

Easa legt weltweite erstes Regelwerk für Lufttaxis vor

Drohne im Hafen von Rotterdam: Wie muss der Luftraum organisiert werden, damit es zu keinen Unfällen kommt?

Rotterdam übt die Zukunft des Drohnen- und Evtol-Verkehrs

Beispiel Bahnhof Köln: So könnte ein Vertiport dort aussehen.

So könnte ein Flughafen für Flugtaxis in Köln und anderswo aussehen

Boeing 787 von American Airlines: Einige Dreamliner brauchen Flügelinspektionen.

US-Luftfahrtbehörde ordnet Riss-Prüfungen für Boeing 787 an

Video

Airbus A400M der Roal Air Force nach der Landung in Jan Mayen: Mit dem Transporter wurden Nato-Kontingente in die Arktis verlegt.
US-Marines, britische Royal Marines und norwegische Soldatinnen und Soldaten üben auf Jan Mayen. Airbus A400 M und Lockheed C-130 brachten für die Manöver neben Truppen auch Material auf die abgelegene Arktisinsel.
gerard al fil
Gérard Al-Fil
Jetblue führt eine neue Business-Class auf Inlandsflügen ein: Blue First soll noch 2026 starten.
Mit Blue First nähert sich die US-Airline immer mehr der Konkurrenz an. Die neue Kabine von Jetblue bietet eine Business Class im Inland mit breiten Sesseln, eigenem Cocktail-Menü und Bento-Box.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Kabine des Airbus A321 XLR von United: Bald nach Toulouse unterwegs.
Lufthansa sorgt mit Flug LH2222 nach Toulouse seit Jahren für unterhaltsame Ansagen. Nun greift United Airlines die Idee auf: Die neue Verbindung von Washington nach Toulouse bekommt ausgerechnet die Flugnummer UA222.
Laura Frommberg
Laura Frommberg