Airbus arbeitet bereits mit Betreibern zusammen, die eine solche Flotte betreiben könnten.

Risiko von EvtolsSenkrechtstarter verursachen am Boden gigantische Luftwirbel wie Hurrikane

Die Luftfahrtbehörde der USA hat untersucht, welches Risiko Evtols für die Umgebung darstellen können, wenn sie abheben. Das Ergebnis dürfte viele Ideen für potenzielle Flugplätze zunichtemachen.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Evtol, Lufttaxis, Senkrechtstarter - Forschung und Entwicklung in dem Bereich laufen auf Hochtouren. Auch erste mögliche Ideen, wie die Flughäfen für die Luftfahrzeuge aussehen könnten - sogenannte Vertiports - gibt es bereits. So hat etwa die europäische Luftfahrtbehörde Easa einen Leitfaden für die Gestaltung von Vertiports veröffentlicht. Er zeigt, wie die Flughäfen für die Taxis aussehen könnten.

Doch ganz so einfach dürfte es mit der Gestaltung nicht werden, zeigt eine Studie, welche die Federal Aviation Administration veröffentlicht hat. «Es liegen nur sehr wenige Daten über die Auswirkungen und potenziellen Risiken von Evtol-Flugzeugen vor», schreibt die amerikanische Behörde darin. Besonders gefährlich könnten die Abwinde und Luftströme sein, welche die Flugzeuge verursachen.

«Erhebliche Risiken» durch Senkrechtstarter

Das, so die Autorinnen und Autoren, könne «erhebliche Risiken für Menschen und Sachwerte mit sich bringen und muss bei der Konstruktion von Vertiports berücksichtigt werden». Die FAA testete drei unterschiedliche, nicht genannte Evtol-Prototypen. Die Abwinde und Luftwirbel variierten je nach Flugzeug und Test, jedoch waren sie in allen Fällen hoch und vergleichbar mit Winden, die bei einem Hurrikan auftreten.

Die maximale Geschwindigkeit der Abwinde betrug rund 160 Kilometer pro Stunde in einer Entfernung von nur rund zwölf Metern vom Zentrum der Start- und Landefläche. Hurrikanstärke erreichen Winde bereits ab dem Höchstwert der Beaufort-Skala von 12, die ab 120 Kilometern pro Stunde gilt. Die Höchstgeschwindigkeit von 160 wurde von allen drei getesteten Flugzeugen erreicht. Auch in 30 Metern Entfernung wurden immer noch Winde von 100 Kilometern pro Stunde gemessen.

Schutzbereiche an Vertiports nötig

Die Hersteller von Senkrechtstartern stellen sich laut FAA Einsätze mit hohem Volumen und hohem Tempo vor - mehr als bei Helikopter-Startplätzen. Und das in städtischen Gebieten. Das Risiko, Unbeteiligte mit den gefährlichen Winden zu treffen, ist laut der Behörde daher noch viel höher als durch herkömmliche Hubschrauber auf Heliports.

Um das Risiko zu mindern, empfehlen die Verfasserinnen und Verfasser der Studie, dass Vertiports Schutzbereiche für die Abwinde einrichten, sodass Windgeschwindigkeiten über rund 54 Kilometern pro Stunde vermieden werden. Das heißt allerdings auch, dass die Flexibilität, was die Errichtung von Vertiports angeht, stark eingeschränkt ist.

Mehr Platz nötig als angenommen

Auf Parkhäusern oder nahe Bahnhöfen oder Flughäfen könnte es platzmäßig eine Herausforderung werden. Auch die Entwürfe der Easa dürften damit eine Bearbeitung benötigen. Die Behörde hatte sich in ihren Berechnungen zwar auch mit Abwinden beschäftigt, doch die Entwürfe sehen so aus, als würde es auf den vorgeschlagenen Plätzen dauerhaft ziemlich windig werden.

Vertiport auf dem Markusplatz aus Easa-Entwurf: Tauben gäbe es wohl keine mehr. (Bild: Google Earth/Easa)

Mehr zum Thema

Easa legt weltweite erstes Regelwerk für Lufttaxis vor

Easa legt weltweite erstes Regelwerk für Lufttaxis vor

Drohne im Hafen von Rotterdam: Wie muss der Luftraum organisiert werden, damit es zu keinen Unfällen kommt?

Rotterdam übt die Zukunft des Drohnen- und Evtol-Verkehrs

Beispiel Bahnhof Köln: So könnte ein Vertiport dort aussehen.

So könnte ein Flughafen für Flugtaxis in Köln und anderswo aussehen

Flughafen Newark bei New York: Auch von den Problemen betroffen.

Bauarbeiter durchtrennen Kabel und lösen massive Störung der Flugsicherung im Nordosten der USA aus - Tausende Flüge betroffen

Video

Die abgestürzte Beechcraft im Maisfeld: Alle vier Personen haben überlebt.
In Wisconsin stürzt ein Kleinflugzeug in ein Maisfeld. Die ersten Helfer kommen nicht über die Straße, sondern mit dem Fallschirm aus einem anderen Flugzeug, das zufällig in der Nähe war.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
dubai vertiport 22
Wie funktioniert ein Verkehrsmittel, das es bislang noch gar nicht im kommerziellen Betrieb gibt? In Dubai laufen die letzten Vorbereitungen für den Start von Flugtaxis. Skyports-Manager Gareth Wilson verrät, warum Passagiere gewogen werden, wie schnell der Check-in ablaufen soll und weshalb das Netz mit nur einem einzigen Evtol startet.
gerard al fil
Gérard Al-Fil
Airbus A350 F Erstflug in Toulouse: Der Frachter war vier Stunden in der Luft.
Vier Stunden, 220 Gigabyte Daten und ein Start ohne elektronische Schutzfunktionen: Der Airbus A350 F ist zum ersten Mal geflogen. Was die Crew testete und was den Frachter besonders macht.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies