Jets von Ryanair: Es herrscht wieder dicke Luft.

Ryanair vs. Piloten«Sehr gut bezahlt für einen simplen Job»

Ryanair entschuldigt sich für die Flugstreichungen. Zur Entlastung und fürs weitere Wachstum sucht die Airline neue Piloten. Chef Michael O'Leary beleidigt sie aber zugleich.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Principal Engineer - Flight Physics Simulation

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
aaa aviation academy austria logo

ATO Training Expert (m/f/d)

Aviation Academy Austria
Vollzeit
Neusiedl am See
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Head of Mechanical Final Assembly PC-12 (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

«Es war die richtige Entscheidung. Aber wir haben sie schlecht gehandhabt». Michael O'Leary übte bei der Hauptversammlung von Ryanair vergangene Woche Selbstkritik. Man habe die Kunden mit der kurzfristig angekündigten Streichung von 40 bis 50 Flügen pro Tag verunsichert, so der Vorstandsvorsitzende des Billigfliegers. Viele Passagiere hätten nicht gewusst ob ihr Flug nun annulliert sei oder durchgeführt werde.

Das sei nicht gut gewesen, so O'Leary. Angesichts der Leistung in der Ryanair-Einsatzplanung der letzten Wochen könne man ihn durchaus als «Clown» bezeichnen, kritisierte sich der charismatische Ire weiter. Ryanair habe zwar eigentlich genügend Piloten, um die Flüge durchzuführen. Aber statt 150 Piloten auf Reserve zu haben, habe man aktuell nur gerade 20 oder 30. Das reiche nicht. Deshalb habe man die ungewöhnliche Maßnahme getroffen, so O'Leary.

Neuanstellungen und Bonus

«Habe ich einen Fehler gemacht? Ja. Trage ich die Verantwortung? Ja. Und wir werden das Problem schnell lösen», so der Ryanair-Chef weiter. Unter anderem werden in dieser Woche hundert neue Piloten eingestellt. Zudem bekommen die Piloten in Frankfurt, Berlin, Stansted und eventuell Dublin Zuschüsse, damit sie an Bord bleiben. So hat etwa Ryanair dieses Jahr schon 140 Piloten an Norwegian verloren.

Trotzdem konnte es O'Leary nach der Hauptversammlung nicht lassen, eine Spitze gegen die Piloten abzufeuern. «Ich respektiere ja Piloten», begann er gemäß der Zeitung Irish Times ein Treffen mit Pressevertretern, «wenn du in einem Cockpit sitzt und bei 40 oder 50 Fuß Sichtweite landest, dann verdienst du vollen Respekt». Das heiße aber nicht, dass sie nicht auch sehr gut bezahlt würden für einen «sehr simplen Job». Heute übernehme ja der Computer den Großteil des Fliegens. «Sie sind gut ausgebildete Leute. Aber arbeiten sie hart? Nein!»

Mehr zum Thema

ticker-ryanair

Ryanair nimmt zwei neue Strecken ab Klagenfurt auf

ticker-ryanair

Ryanair fliegt auch im Sommer 2027 ab Paderborn/Lippstadt

Flugzeug von Ryanair: Hohe Kerosinpreise breiten dem Billigflieger Kopfzerbrechen.

Ryanair will auch bei den Crews sparen

ticker-ryanair

Ryanair fliegt im Sommer 2027 von Saarbrücken nach Malaga

Video

learjet absturz florida 01
Die US-Unfalluntersuchungsbehörde NTSB hat sich zum tödlichen Absturz des Bombardier Learjet 60 in Florida geäußert. Das sind die Erkenntnisse über die letzten Minuten des Unglücksfluges, der in ein Wohngebiet stürzte.
Timo Nowack
Timo Nowack
airbus a340 600 d aihz duesseldorf
Zum Abschied gab es für die D-AIHZ noch einen Wassersalut: Am Montag hat auch der letzte Airbus A340-600 von Lufthansa Düsseldorf und Deutschland verlassen.
Timo Nowack
Timo Nowack
Aggrarflugzeug kurz vor Absturz: Das Flugzeug traf einen Kindergarten.
In Brasilien ist ein Agrarflugzeug kurz nach dem Start in eine Kindertagesstätte gestürzt. Das Flugzeug traf glücklicherweise einen Gebäudeteil, den die Kinder nicht nutzen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies