Muss künftig nicht mehr am Flughafen sein: Tower könnten mit der Technik von Saab Hunderte Kilometer entfernt vom Airport sein.

Neues Projekt von SaabDas ist der ferngesteuerte Tower

Bislang braucht jeder Flughafen einen Tower für die Lotsen. Das ist gerade für kleine Airports eine finanzielle Belastung. Saab will das nun ändern.

Top-Jobs

Lübeck

Safety Manager (m/w/d) am Flughafen Lübeck

Lübeck
Feste Anstellung
Flughafen Lübeck
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Condor Logo Stelle

Duty Manager Ground Handling Center im Schichtdienst (m/w/d)

Feste Anstellung
Condor Flugdienst GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Aero-Dienst

Fluggerätmechaniker (w/m/d) als Prüfer / Certifying Staff (m/w/d) EASA Part 66 CAT B1 und/oder B2 für Pilatus

Feste Anstellung
Luftfahrt
Aero-Dienst GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Aero-Dienst

Fluggerätmechaniker (w/m/d) als Prüfer / Certifying Staff (w/m/d) EASA Part 66 CAT B1 und/oder B2 für Challenger 650

Feste Anstellung
Luftfahrt
Aero-Dienst GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Die Fluglotsen des schwedischen Flughafens Örnsköldsvik arbeiten mehr als 100 Kilometer von ihrem eigentlichen Arbeitsplatz entfernt. Möglich macht das eine neue Technik, die von Saab entwickelt wurde: Künftig müssen Flughäfen nicht mehr einen Tower vor Ort direkt am Rollfeld haben, so die Vision der Schweden.

Möglich wird das Remote Tower System (RTS) durch eine Vielzahl von HD-Kameras, Mikrofonen und Sensoren, die am Flughafen installiert wurden. Die gesammelten Informationen werden dann zu einem Remote Tower Center (RTC) gesendet, in dem die Lotsen arbeiten - dies ähnelt einem klassischen Tower, aber mit dem Riesenunterschied, dass die Lotsen nun nicht mehr direkt vor Ort am Flughafen, sondern auch Hunderte Kilometer entfernt arbeiten können. Und anstelle eines 360-Grad-Panoramas des Flughafens könnten die neuen «Tower» mit Bildschirmen rundherum ausgestattet sein.

Norwegen und Australien haben Interesse

Die schwedischen Behörden konnte Saab jedenfalls schon überzeugen: Zwei Flughäfen dürfen mit RTC ausgestattet werden und sollen spätestens im Herbst voll einsatzbereit sein. Der Vorteil des ferngesteuerten Towers: Kleine Airports müssen nicht mehr einen kostspieligen Tower vor Ort haben. Stattdessen könnten mehrere Flughäfen ihre Tower an einem zentralen Ort zusammenlegen und so deutlich Geld sparen. Und auch Australien und Norwegen haben Interesse an dem Saab-Projekt. Doch nicht nur kleine Airports können profitieren. Der Landvetter Flughafen, immerhin der zweitgrößte Schweden, testet das RTC-System als Notfall-Reserve - für den Fall, dass der normale Tower überlastet ist. Das könnte beispielsweise die Zahl der Starts und Landungen erhöhen.

Saab sieht nur Vorteile bei seinem neuen System. Die HD-Kameras verfügten etwa über Nachtsicht-Optionen und könnten auch zoomen. Und sollte eine Kamera ausfallen, könnten andere ihren Posten übernehmen.

Mehr zum Thema

ticker-saab

Saab modernisiert Kontrollturm-Systeme an Australiens größten Flughäfen

Airbus A350 XWB im Flug

Wer sind die größten Betreiber dieser Flugzeugmodelle?

Saab 340 von Loganair: Letzte Flüge im Januar.

In 33 Tagen sagt Logan Air der Saab 340 «mar sin leibh!»

Lackierungen: Kennen Sie diese Designs von Fluggesellschaften rund um den Globus?

Können Sie diese Airlines anhand der Lackierungen erkennen?

Video

Die Boeing 757 des Justizministeriums der USA nach der Landung in New York: Diktator an Bord.
Nach dem nächtlichen Zugriff der U.S. Army in Caracas endet der Weg des venezolanischen Machthabers vor einem Gericht in New York – an Bord einer 36 Jahre alten Boeing 757 des Justizministeriums der USA.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Die verunglückte ATR 72 von Buddha Air: Überschoss die Landebahn in Bhadrapur.
Bei der Landung in Bhadrapur konnte eine ATR 72 von Buddha Air nicht rechtzeitig abbremsen. Sie schoss 300 Meter über die Piste hinaus. Sieben Menschen wurden dabei verletzt.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
evakuierung flugzeug koffer
Immer häufiger ist zu beobachten, dass Fluggäste bei Evakuierungen mit ihrem Handgepäck das Flugzeug verlassen - und damit ihr eigenes und fremde Leben riskieren. Der Airline-Dachverband Iata will nun mithilfe einer psychologischen Studie herausfinden, was Fluggesellschaften dagegen tun können.
Timo Nowack
Timo Nowack