Airbus A350 (Montage): Für die Langstrecke schafft Ryanair eine neue Marke, versucht aber zugleich das eigene Image auf sie zu übertragen.

LangstreckenflügeRyanair plant zweite Marke

Der Billigflieger treibt die Langstreckenpläne voran. Ryanair will für die Transatlantikflüge eine neue Marke einführen. Noch fehlen die Flugzeuge.

Top-Jobs

Flightkeys

Subject Matter Expert (f/m/o)

Vienna
Feste Anstellung
Luftfahrttechnologie
Flightkeys GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Pilatus Logo

Allroundmitarbeiter Luftfahrzeug (a) Flugzeugmontage/-unterhalt

Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
sunny cars

Customer Service Expert (m/w/d)

München / Remote
Feste Anstellung
Autovermietung
Sunny Cars
Deutschland
30 - 40 Stunden
Top jobs
IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Sehr, sehr viele haben gezweifelt. Sehr, sehr viele haben davon abgeraten. Und doch hat Michael O'Leary es wie ein Mantra wiederholt. Ryanair werde künftig Billig-Langstreckenflüge anbieten. Dass man dem Vorstandsvorsitzenden nicht glaubte, lag an ihm selbst. Zu oft gab er Unsinn von sich, nur um seine Fluggesellschaft in die Medien zu kriegen: Stehplätze, Bezahl-Toiletten oder auch Pornos im Unterhaltungsprogramm. Kaum etwas ließ der charismatische Ire aus.

Doch einmal meinte es O'Leary wirklich ernst. Inzwischen ist es nicht mehr eine Frage des Ob, sondern des Wann. «Transatlantik-Flüge stehen noch immer dick in unserem Businessplan», bestätigte nun Ryanair-Marketingchef Kenny Jacobs in einem Interview mit der Zeitung Irish Independent. Und er verriet noch etwas: Auf den Flugzeugen, die über den Nordatlantik fliegen werden, wird nicht Ryanair stehen, erklärte er weiter. Die Langstrecke werde mit einer zweiten Marke in Angriff genommen. «Präsentiert von Ryanair», gehöre aber als Zusatz dazu, so Jacobs. Der Kunde soll wissen, dass man es wie Ryanair mache: Billige Preise mit einfachem Service.

Business wird eher eine Premium Economy sein

Klar ist auch, dass es an Bord der Flugzeuge der Langstrecken-Quasi-Ryanair eine Businessklasse geben wird. Jacobs erklärte aber dem Irish Independent, dass sie mehr einer Premium Economy ähneln werde als einer herkömmlichen Geschäftsreisenden-Klasse. Man wolle mehr Beinfreiheit anbieten ohne massiv höhere Preise zu verlangen.

Ryanair wird den Langstreckenbetrieb zudem schrittweise aufnehmen und zuerst vier europäische Metropolen mit vier US-Metropolen verbinden. Bereits früher erwähnte er Dublin, London Stansted und Mailand sowie in den Vereinigten Staaten Newark, New York JFK und Boston als erste Ziele von Ryanair. Nur eines fehlt jetzt offenbar Ryanair noch: Die Flugzeuge dazu.

Ryanair könnte A350 von Emirates übernehmen

Und da druckst Ryanair noch herum. «Wir brauchen diese Langstreckenflugzeuge erst. Und es sieht nicht so aus, als ob wir sie rasch bekämen», so Jacobs. Aber wenn jemand eine Order annulliere, dann werde man zuschlagen. «Dann sind wir innerhalb von drei Jahren startklar.» Genau eine solche Annullierung gab es kürzlich. Emirates bestellte 70 im Jahr 2007 georderte A350 ab. Sie wären ab 2019 ausgeliefert worden. Das würde also passen. Denn Ryanair erklärte bereits einmal, dass der A350 für die Transatlantik-Pläne interessant sei. Zudem sprach O'Leary einmal von einer künftigen Flottenstärke von 50 Flugzeugen.

Mehr zum Thema

ryanair pfaendungsmarke

Gepfändete Boeing 737: Ryanair hat nun doch gezahlt

ticker-ryanair

Das sind die neuen Strecken von Ryanair ab Deutschland im Sommer 2026

pfaendungsmarke ryanair boeing 737

«Gerichtlich gepfändet»: Boeing 737 von Ryanair erhält Besuch vom Gerichtsvollzieher

ticker-ryanair

Pöbelpassagier muss Ryanair 15.000 Euro Schadenersatz für Flugumleitung zahlen

Video

crj900 laguardia ntsb
Das Cockpit wurde völlig zerstört, die Piloten der Bombardier CRJ900 von Air Canada überlebten den Zusammenstoß mit einem Feuerwehrtruck nicht. Die Funkaufzeichnungen dokumentieren die dramatischen Momente vor dem Unglück.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
la guardia crj 900 air canada express
Am Flughafen LaGuardia in New York ist eine Bombardier CRJ900 von Air Canada nach der Landung mit einem Feuerwehrfahrzeug zusammengestoßen. Die beiden Piloten kamen ums Leben.
Timo Nowack
Timo Nowack
König Willem-Alexander bei seinem letzten Flug mit einer Boeing 737: Er lässt sich nochmals umschulen.
Fußballfans, Familien auf dem Weg nach Lappland oder Urlauber nach Ibiza: Viele Passagiere ahnten nicht, dass ihr Kopilot der König der Niederlande war. Jetzt flog Willem-Alexander letztmals mit einer Boeing 737 von KLM - und beginnt nun die Umschulung auf Airbus.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin