Ryanair am Zuckerhut: Die Iren suchen neues Cockpitpersonal in Brasilien.

Ryanair in RioRyanair wildert in Brasilien bei Gol nach Cockpitpersonal

Die brasilianische Fluggesellschaft Gol ist finanziell schwer angeschlagen. Ryanair nutzt die Schwäche und veranstaltet einen Rekrutierungstag in Rio de Janeiro.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Head of Mechanical Final Assembly PC-12 (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Der Luftverkehr weltweit boomt wieder. Im vergangenen Jahr flogen wieder mehr Menschen als im Vorpandemiejahr. Die Iata rechnet für 2024 mit einem Passagierwachstum von neun Prozent gegenüber 2019. Das Plus könnte noch größer sein, wenn die Branche nicht vor zwei essenziellen Problemen stehen würde. Es fehlt an Flugzeugen und Personal.

Gab es vor der Pandemie weltweit zu viele Piloten, herrscht jetzt ein akuter Mangel. US-Fluggesellschaften locken Cockpitpersonal mit Spitzengehältern von bis zu 590.000 pro Jahr. In Deutschland dreht sich die Gehaltsspirale noch nicht so schnell nach oben, aber auch hierzulande gehen Fluggesellschaften neue Wege. So sind bei Condor und Lufthansa City Airlines Deutschkenntnisse nicht mehr eine zwingende Einstellungsvoraussetzung.

Ryanair in Rio

Auch Ryanair braucht für das angekündigte Wachstum neue Pilotinnen und Piloten. Die Iren gehen jetzt einen Schritt weiter und wollen von den Unsicherheiten der finanziell angeschlagenen brasilianischen Fluggesellschaft Gol Linhas Aéreas profitieren, schreibt das Portal Aero In. Dazu veranstalten sie am Freitag (19. Januar) einen Rekrutierungstag in Rio de Janeiro. Zuvor hatten Medien des Landes berichtet, dass Gol erwäge, in den USA Gläubigerschutz nach Chapter 11 zu beantragen.

Ryanairs-Pilotenrekrutierungschef Angelo Currao schrieb auf dem Karriereportal Linkedin, dass man sehr aufmerksam die jüngsten Nachrichten um Gol verfolgt habe und genau aus diesem Grund in Rio de Janeiro zur Informationsveranstaltung geladen habe. Gesucht werden Piloten und Co-Piloten für die Boeing 737 Classic und Next Generation. Ryanair würde auch die Visakosten übernehmen.

Gol betreibt reine Boeing 737-Flotte

Piloten müssen mindestens 3500 Gesamtflugstunden vorweisen können, heißt es in der Ausschreibung. Auch darf der letzte Flug mit einer Boeing 737 Classic oder NG nicht länger als 36 Monate her sein. Copiloten benötigen mindestens 1500 Flugstunden, davon 800 Stunden auf der Boeing 737.

Die Anforderungen sollten für viele Gol-Pilotinnen und -Piloten machbar sein. Die Brasilianer betreiben eine reine Boeing-737-Flotte, bestehend aus 737-Max 8, Boeing 737-700 sowie Boeing 737-800.

Mehr zum Thema

Gol könnte sich in Gläubigerschutz begeben

Gol könnte sich in Gläubigerschutz begeben

Cockpit: Die Gehälter steigen in den USA kräftig.

American zahlt Pilotinnen und Piloten künftig bis zu 590.000 Dollar

Pilotinnen und Piloten fürchten um Sicherheit an Europas Himmel

Pilotinnen und Piloten fürchten um Sicherheit an Europas Himmel

Video

Airbus A350 von Finnair in Melbourne: Der Weihnachtsmann fliegt selbstverständlich mit der finnischen Nationalairline nach Australien.
15.200 Kilometer, ein Zwischenstopp in Bangkok und ein neuer Kontinent im Streckennetz: Finnair hat ihre erste Australien-Verbindung eröffnet. Weshalb die Wahl auf Melbourne fiel, warum auch Fracht eine wichtige Rolle spielt und weshalb selbst der Iran-Krieg die Airline nicht von ihren Plänen abbrachte.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
6767 bitte? Der Wunsch wurde dem Piloten erfüllt.
Ein Privatpilot in den USA wollte beim Funken offenbar ein bisschen Spaß haben. Also fragte er die Flugsicherung nach einem ganz bestimmten Transpondercode: 6767. Der Fluglotse verstand die Anspielung auf das Internet-Meme Six Seven und musste lachen.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Anflug auf Tel Aviv mit Airbus A330 von Swiss: Vorerst nicht mehr möglich.
Jahrelang gehörte der Airbus A330 auf der Strecke zwischen Zürich und Tel Aviv zum gewohnten Bild. Doch damit ist vorerst Schluss: Swiss stellt im Sommer 2027 sämtliche Flüge auf Airbus A321 Neo um.
Luca La Rocca
Luca La Rocca