Boeing 737 von Ryanair: Wenn Piloten zu oft abwesend sind, gibts eine Verwarnung.

AbwesenheitenRyanair warnt deutsche Piloten wegen Abwesenheiten

Die Billigairline versandte Briefe an ihre deutschen Piloten, wenn diese angeblich zu viel fehlten. Die Betroffenen verstehen das als Drohung.

Top-Jobs

DERTOUR Logo

Reiseleiter (m/w/d) am Flughafen Mallorca

Mallorca
Feste Anstellung
Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Spanien
Top jobs
Hahnair

Kapitän C680A (all genders) mit Zusatzaufgaben

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair

Deputy Continuing Airworthiness Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Aero Bildungs Logo

Ausbilder / Technischer Trainer (m/w/d) für Fluggerätelektronik / Avionik / Cat B2 – Luftfahrttechnik

AERO-Bildungs GmbH
Oberpfaffenhofen
Feste Anstellung
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

In den letzten Wochen konnte das Management von Ryanair gleich mehrere Aufgaben als erledigt abhaken. Die Piloten in Belgien, Portugal und Spanien unterschrieben innerhalb von wenigen Tagen je einen Tarifvertrag mit der Billigairline. Damit sind Streiks in diesen Ländern vorerst Geschichte.

In Deutschland sieht es anders aus. Die Stimmung zwischen Ryanair und den Piloten ist nach wie vor vergiftet. Hüben und drüben hagelt es Vorwürfe. Eine Einigung liegt wie auch bei den deutschen Flugbegleitern in weiter Ferne. In dieser aufgeheizten Stimmung verschickte die Fluggesellschaft in den letzten Wochen warnende Briefe an Cockpitbesatzungen.

«Übermäßige Abwesenheiten belasten»

Das Schreiben an die Flugkapitäne und Kopiloten ist sehr höflich verfasst, kommt aber direkt zur Sache. «Im Rahmen einer laufenden Prüfung der Absenzen von Piloten haben wir festgestellt, dass sie über die letzten zwölf Monate X Mal abwesend waren», heißt es darin. Gewisse Absenzen seien nicht vermeidbar, geht es weiter. «Übermäßige Abwesenheiten belasten aber unsere Kunden und Ihre Kollegen, die Ihre Schichten übernehmen müssen - oft sehr kurzfristig».

Die Briefe wurden gemäß Recherchen von aeroTELEGRAPH an mindestens ein halbes Dutzend deutsche Piloten versandt. Es geht darin um die Zahl der Abwesenheiten. Hinter ihnen stehen Absenzen von rund zwei Wochen, zum Teil aber auch rund fünf Wochen. Ein durchschnittlicher deutscher Arbeitnehmer fehlt gemäß Zahlen der Bundesregierung pro Jahr rund 17 Tage. Rund ein Fünftel der Angestellten sind übers Jahr gerechnet drei Mal und mehr krank. In dieser Kategorie befinden sich auch die abgemahnten Piloten.

«Ryanair achtet auf Fehlzeiten»,

Viele Piloten verstehen das Schreiben als Drohung. «Sie ist außerdem ein Sicherheitsrisiko, da uns mit beruflichen Konsequenzen gedroht wird, wenn wir uns nochmals krank melden. Das führt dazu, dass in Zukunft sicher ein paar Kollegen mit Fieber oder der Grippe fliegen werden», sagt einer, der anonym bleiben will.

«Wie alle Arbeitgeber achtet auch Ryanair auf Fehlzeiten», erklärt ein Sprecher der Billigairline. Die Fluglinie weist zudem auf den branchenweit außergewöhnlichen Dienstplan hin, der eine feste Einteilung mit fünf Tagen Arbeit und vier freien Tagen enthält. Das mache das Privatleben für die Piloten planbar und weniger stressig.

Mehr zum Thema

ticker-ryanair

Ryanair schließt Check-in neu 60 Minuten vor Abflug

ticker-ryanair

Ryanair droht mit Rückzug aus Linz - und mit Abbau anderswo in Österreich

Eine Boeing 737 Malta Air am Flughafen BER: Das Cockpitpersonal verhandelt über einen neuen Tarifvertrag mit dem Management.

Konflikt zwischen Ryanair und deutschen Pilotinnen und Piloten spitzt sich zu

ticker-ryanair

Pöbelpassagier zu Haftstrafe verurteilt - Ryanair erfreut

Video

Tecnam P2012 VIP von außen: Der Innenraum ist neu.
Tecnam will mit der P2012 als VIP-Version einen neuen Markt erobern - dank italienischem Design, Alcantara-Interieur und Espressomaschine an Bord. Doch es gibt einen Dämpfer.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
lufthansa neue uniformen 23
Sie wurde gemeinsam mit Hugo Boss entworfen: Zum ersten Mal seit 24 Jahren präsentiert Lufthansa eine neue Uniform. aeroTELEGRAPH war bei der Vorstellung in Frankfurt dabei.
Timo Nowack
Timo Nowack
Saab Global Eye: Basis ist eine Bombardier Global 6000/6500.
Wie kann eine rohstoffreiche und strategisch immer wichtigere Region wie die Arktis überwacht und im Ernstfall verteidigt werden, angesichts klirrender Kälte und riesiger Ausdehnung? Hersteller wie Boeing, IAI und Northrop Grumman buhlen mit ihren Systemen um Kunden. Ihr härtester Konkurrent kommt aber aus Europa: Saab GlobalEye.
gerard al fil
Gérard Al-Fil