Boeing 737 von Ryanair: Wenn Piloten zu oft abwesend sind, gibts eine Verwarnung.

AbwesenheitenRyanair warnt deutsche Piloten wegen Abwesenheiten

Die Billigairline versandte Briefe an ihre deutschen Piloten, wenn diese angeblich zu viel fehlten. Die Betroffenen verstehen das als Drohung.

Top-Jobs

Goldeck Logo

Kapitän Pilatus PC-12NGX (f/m/d)

Goldeck-Flug Gesellschaft m.b.H.
Vollzeit
Top jobs
Wien / Wiener Neustadt
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Sparfell Logo

Captain/First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

SPARFELL Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Vienna
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Pilatus Logo

Mechaniker Flugzeugkomponenten (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

In den letzten Wochen konnte das Management von Ryanair gleich mehrere Aufgaben als erledigt abhaken. Die Piloten in Belgien, Portugal und Spanien unterschrieben innerhalb von wenigen Tagen je einen Tarifvertrag mit der Billigairline. Damit sind Streiks in diesen Ländern vorerst Geschichte.

In Deutschland sieht es anders aus. Die Stimmung zwischen Ryanair und den Piloten ist nach wie vor vergiftet. Hüben und drüben hagelt es Vorwürfe. Eine Einigung liegt wie auch bei den deutschen Flugbegleitern in weiter Ferne. In dieser aufgeheizten Stimmung verschickte die Fluggesellschaft in den letzten Wochen warnende Briefe an Cockpitbesatzungen.

«Übermäßige Abwesenheiten belasten»

Das Schreiben an die Flugkapitäne und Kopiloten ist sehr höflich verfasst, kommt aber direkt zur Sache. «Im Rahmen einer laufenden Prüfung der Absenzen von Piloten haben wir festgestellt, dass sie über die letzten zwölf Monate X Mal abwesend waren», heißt es darin. Gewisse Absenzen seien nicht vermeidbar, geht es weiter. «Übermäßige Abwesenheiten belasten aber unsere Kunden und Ihre Kollegen, die Ihre Schichten übernehmen müssen - oft sehr kurzfristig».

Die Briefe wurden gemäß Recherchen von aeroTELEGRAPH an mindestens ein halbes Dutzend deutsche Piloten versandt. Es geht darin um die Zahl der Abwesenheiten. Hinter ihnen stehen Absenzen von rund zwei Wochen, zum Teil aber auch rund fünf Wochen. Ein durchschnittlicher deutscher Arbeitnehmer fehlt gemäß Zahlen der Bundesregierung pro Jahr rund 17 Tage. Rund ein Fünftel der Angestellten sind übers Jahr gerechnet drei Mal und mehr krank. In dieser Kategorie befinden sich auch die abgemahnten Piloten.

«Ryanair achtet auf Fehlzeiten»,

Viele Piloten verstehen das Schreiben als Drohung. «Sie ist außerdem ein Sicherheitsrisiko, da uns mit beruflichen Konsequenzen gedroht wird, wenn wir uns nochmals krank melden. Das führt dazu, dass in Zukunft sicher ein paar Kollegen mit Fieber oder der Grippe fliegen werden», sagt einer, der anonym bleiben will.

«Wie alle Arbeitgeber achtet auch Ryanair auf Fehlzeiten», erklärt ein Sprecher der Billigairline. Die Fluglinie weist zudem auf den branchenweit außergewöhnlichen Dienstplan hin, der eine feste Einteilung mit fünf Tagen Arbeit und vier freien Tagen enthält. Das mache das Privatleben für die Piloten planbar und weniger stressig.

Mehr zum Thema

ticker-ryanair

Sunweb setzt künftig auch auf Ryanair-Flüge

Bombardier Challenger 3500: Die Ryanair Group hat vier Flugzeuge im Portfolio.

Ryanairs geheime Bombardier-Challenger-Flotte

ticker-ryanair

USA übernehemen Untersuchung zu Fenster-Zwischenfall auf Ryanair-Flug nach Memmingen

ticker-ryanair

Über 140 neue Strecken: Ryanair legt Rekord-Winterflugplan auf

Video

Der Airbus A350-1000 ULR mit der Kennung F-WULR ist um 10:43 Ortszeit zum ersten Mal auf australischem Boden gelandet.
Ohne Passagiere, aber mit über tausend Sensoren an Bord, ist der erste Airbus A350-1000 ULR für Qantas Project Sunrise in Melbourne gelandet. Der Testjet legte die Strecke von Toulouse in nicht ganz 20 Stunden zurück, noch in unlackierter Green Livery.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Die VA-1X von Vertical Aerospace: Zeigte in Farnborough, was sie kann.
Elektrische Senkrechtstarter gelten als eines der Zukunftsthemen der Luftfahrt. Auf der Farnborough Airshow demonstrierte Vertical Aerospace eindrucksvoll die Fähigkeiten seines Prototyps. Bis Passagiere regelmäßig mit Evtols fliegen, dürfte allerdings noch einige Zeit vergehen.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Airbus A340-300 von Mahan Air bei der Landung im Jemen: Der Airport ist seit zehn Jahren gesperrt.
Ein Airbus A340 von Mahan Air weicht auf einen seit über zehn Jahren gesperrten Flughafen aus, nachdem Regierungstruppen die Landebahn in Sanaa beschossen haben. Die Regierung hat den gesamten Luftverkehr ausgesetzt.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies