Boeing 737-800 von Ryanair: Sitzen bald Norwegian-Passagiere drin?

ZubringerRyanair und Norwegian nähern sich an

Gemäß einem Medienbericht schließen die beiden Billigairlines schon bald einen Pakt: Ryanair wird als Zubringer Passagiere aufs Langstreckennetz von Norwegian fliegen.

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Eigentlich hätte es zuerst ein Deal unter Iren werden sollen. Aer Lingus führte seit längerem Gespräche mit Ryanair über Zubringerflüge. «Ich bin optimistisch, dass wir in sehr naher Zukunft etwas eintüten», meinte Willie Walsh, Chef der Aer-Lingus-Mutter IAG, im Juni im Interview mit aeroTELEGRAPH. Vor Ende des Sommers werde ein Deal wohl stehen. Man spreche bereits über Details.

«Kommerziell macht das Ganze einfach viel Sinn», erklärte Walsh. Doch noch immer kam es zu keinem Abschluss. Und es scheint als ob Ryanair inzwischen einen anderen ersten Partner gefunden hat. Wie die Zeitung Sunday Telegraph berichtet, steht die irische Billigiarline kurz vor dem Abschluss von Verhandlungen mit Norwegian Air Shuttle. Schon im ersten Quartal 2017 werde der Deal stehen, so das Blatt mit Bezug auf gut informierte Kreise.

Zusätzliche Passagiere ab 190 Destinationen

Kommt die Zusammenarbeit wirklich zustande, ist es eine Zeitenwende. Erstmals könnten Passagiere einer Billigairline dann Umsteigeflüge nach Übersee buchen. Ryanair profitiert in Form zusätzlicher und hochwertiger Einnahmen, Norwegian gewinnt zusätzliche Passagiere aus 190 Destinationen in ganz Europa. Die Reisenden können von Zuhause durchchecken.

Die Norweger haben in letzter Zeit vor allem ihre Verbindungen ab London-Gatwick und Paris Orly in die USA kräftig ausgebaut. Ab kommenden Sommer sind auch Nonstopflüge ab Barcelona in die USA geplant. Ab den Basen in Skandinavien fliegt Norwegian zudem auch nach Bangkok.

Easyjet ist zurückhaltend

Für Ryanair wird das Ganze aber zum Balanceakt. Denn bislang ist das System auf reine Punkt-zu-Punkt-Verbindungen eingestellt. Das heißt, es müssen keine Koffer umgeladen oder verspätete Flüge abgewartet werden. Bei Konkurrentin Easyjet ist man deshalb gegenüber dem Modell eher vorsichtig eingestellt. Zwar redet die britische Billigairline mit Lufthansa und anderen klassischen Fluglinien. «Man müsste da sehr kreativ sein, damit unser System nicht leidet», so Easyjet-Chefin Carolyn McCall kürzlich.

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