Flieger von Ryanair: Wenn der Flug annulliert wurde, dürfen Reisende auch mit Konkurrenzairlines fliegen.

FlugstreichungenRyanair muss klein beigeben

Die irischen und britischen Behörden rügten die Billigairline, sie müsse EU-Recht einhalten. Ryanair musste nun Kunden noch einmal über die Rechte bei Annulierungen aufklären.

Top-Jobs

IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Compliance Monitoring Manager – Flight Operations

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Gerade eben setzte sich Ryanair mit 86,6 Millionen Passagieren an die Spitze der größten Fluggesellschaften Europa. Keine andere Airline zählte zwischen Anfang Januar und Ende August mehr Passagiere. Lufthansa als Nummer zwei kam auf eine Million weniger.

Die Iren beginnen zunehmend die Früchte ihrer Strategieänderung zu ernten, nicht mehr nur billig zu sein, sondern auch nett und serviceorientiert. Doch gerade während dieses Triumphs ist Sand ins Getriebe geraten. Ryanair mangelt es angesichts des raschen Wachstums – 2016 betrug das Passagierplus 15 Prozent – an Piloten. Und so musste die Billigairline im September und Oktober 2100 Flüge streichen. Später gab sie bekannt, die Sondersituation würden bis zum kommenden Sommer anhalten. Ryanair sieht es indes etwas anders. «Wir verfügen über mehr als genug Piloten, jedoch hatten wir große Schwierigkeiten durch Dienstausfälle, da wir zu viele der Urlaubsansprüche von Piloten für die vier Monate von September bis Dezember 2017 geplant haben», sagt ein Sprecher der Billigairline.

Auch mit anderen Airlines

Das verärgert die Passagiere nicht nur, es verunsichert sie auch. Viele wissen nicht, was ihre Rechte angesichts der gestrichenen Flüge waren. Ryanair ist daran nicht unschuldig. Die Fluggesellschaft klärte Reisende nur ungenügend darüber auf, dass sie neben einem anderen Ryanair-Flug oder einer Rückvergütung als dritte Option auch das Anrecht haben, mit anderen Fluggesellschaften befördert zu werden. Offenbar wurden auch viele Reisende von Kundenagenten hingehalten oder nicht richtig aufgeklärt.

Darum schritten die irische Commission for Aviation Regulation und die britische Civil Aviation Authority ein. Sie rügten die Billigairline und forderten sie auf, die Betroffenen besser zu behandeln und geltendes EU-Recht einzuhalten. Ryanair sandte darum am Freitag allen Passagieren annullierter Flüge nochmals eine E-Mail. Darin wurden ihnen die Optionen nochmals klar aufgeführt. So steht darin ausdrücklich, dass sie auf eine andere Airline wechseln dürfen.

Mehrkosten bezahlt

Ryanair selbst nannte dabei Aer Lingus, City Jet, Easyjet, Eurowings, Jet 2, Norwegian oder Vueling als Alternativanbieter. Geht das nicht bekommen die Betroffenen Zug- oder Busfahrt bezahlt. Ebenso wurde ihnen mitgeteilt, dass die Fluglinie begründete Mehrkosten als Folge der Annullierung übernimmt.

Mehr zum Thema

ticker-ryanair

Pöbelpassagier muss Ryanair 15.000 Euro Schadenersatz für Flugumleitung zahlen

ticker-ryanair

Ryanair baut Angebot in Turin aus

ticker-ryanair

Ryanair stationiert neunte Boeing 737 in Malta

Ryanair Malta Air Boeing 737-800 Landung

«Offene Nötigung»: Schwere Vorwürfe der Vereinigung Cockpit an Ryanair

Video

Boeing 777 von Emirates in Dubai: Der Betrieb wurde kurzzeitig gestoppt.
Einen großen Teil ihres Streckennetzes will die Golfairline wieder bedienen – auch Ziele wie Frankfurt, München oder Zürich. Doch ein Drohneneinschlag beim Flughafen Dubai International führte zu einem kurzfristigen Stopp aller Flüge von Emirates. Die Folge sind mitunter große Verspätungen.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
ilyushin il 114 300 kaelte
Das neue russische Turboprop-Flugzeug wird in den eisigen Bedingungen des Fernen Ostens dringend benötigt - auch von Polar Airlines. Doch dafür ist noch eine Anpassung an der Ilyushin Il-114-300 nötig.
Timo Nowack
Timo Nowack
wizz air airbus a321 neo madeira
Es kommt zwar immer wieder vor, dass Flugzeuge aufgrund starker Winde nicht direkt auf Madeira landen können. Die Passagiere eines Wizz-Air-Fluges aus Wien erlebten nun aber eine besondere Warteschleifen-Odyssee.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies