Boeing 737 Max von Ryanair: FR2501 musste nach Hannover umgeleitet werden.

Nachtflugverbot in BerlinRyanair-Flug fehlten 90 Sekunden zur Landung in Berlin - 250 Kilometer Umweg

Das strikte Berliner Nachtflugverbot hat jetzt auch die Billigairline zu spüren bekommen: Ein Flug von Ryanair wurde wegen 90 Sekunden umgeleitet - ins 250 Kilometer entfernte Hannover.

Top-Jobs

DERTOUR Logo

Virtuelle Reisebetreuung (m/w/d)

Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Home Office
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

CAMO Engineer f/m/d (full time) in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
DERTOUR Logo

Reiseleiter (m/w/d)

Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Griechenland
Spanien
Portugal
Top jobs
logo aerotelegraph rund

Journalist:in Militärluftfahrt und Verteidigung

Medien
aeroTELEGRAPH
Top jobs
Home Office

Schon vor dem Abflug am vergangenen Sonntag (5. Januar) war klar, dass Flug FR2501 von Gran Canaria nach Berlin ein Rennen gegen die Zeit wird. Planmäßig sollte er um 19.40 Uhr Ortszeit auf der Kanarischen Insel starten und um 22:50 Uhr in der deutschen Hauptstadt landen. Doch der Abflug verzögerte sich um eine Stunde und 20 Minuten.

Der Gegner: das strikte Nachtflugverbot am BER. Es besagt, dass nach 00:00 Uhr keine Linienflüge mehr landen dürfen. Laut Daten des Flugverfolgungsdienstes Airnav Radar befand sich die Boeing 737 Max 200 von Ryanair mit der Kennung 9H-VUR um 23:59 Uhr mitten im Landeanflug. Ihre Höhe betrug nur noch 410 Meter.

Jet von Ryanair war nur noch 410 Meter hoch

Doch eine Landung am BER wurde verwehrt. Denn das Cockpitpersonal hatte das Rennen gegen die Zeit knapp verloren. Stattdessen musste er Jet von Ryanair 3,7 Kilometer vor der Landung durchstarten, berichtet die Zeitung B.Z. Der Flug wurde ins 250 Kilometer entfernte Hannover umgeleitet. Um 00:36 Uhr setzte der Flug schließlich in Langenhagen auf.

Wie knapp der Flug an der Nachtflugregelung gescheitert ist, erklärt Ryanair gegenüber aeroTELEGRAPH. Die Iren sprechen davon, dass der Flug 90 Sekunden nach Beginn der strengen Mitternachtssperre gelandet wäre. «Die Passagiere mussten stattdessen circa drei Stunden mit dem Bus von Hannover nach Berlin fahren», so ein Sprecher der Airline.

Eurowings-Flug war noch knapper

Es ist nicht das erste Mal, dass die Deutsche Flugsicherung DFS eine knappe Landung in Berlin verweigerte. Im Juli sorgte Eurowings-Flug EW8531 von Alicante nach Berlin für Schlagzeilen. Damals war es allerdings noch knapper. Der Airbus A321 mit dem Kennzeichen D-AIDU war um 00:00 Uhr nur noch 90 Meter hoch, bevor die Crew nach Hannover durchstarten musste. Eine Passagierin sagte später laut der Zeitung Tagesspiegel, der Pilot habe durchgesagt, man sei zehn Sekunden zu spät angekommen.

Der Flugverlauf von FR2501 am 5. Januar. Bild: Screenshot Airnav Radar

Mehr zum Thema

Ein Airbus A321 von Eurowings und der Flugverlauf am 27. Juli 2024: Von Berlin weiter nach Hannover.

Eurowings-Flug kommt Sekunden zu spät in Berlin an - und muss durchstarten

Flugzeug von Ryanair: Nicht nur Kürzungen in Deutschland.

Ryanair poltert gegen Deutschland - und legt dennoch neue Deutschland-Strecken auf

Mehrere Ryanair-Flugzeuge: Der Billigflieger wird in diesem Jahr 300 Strecken von und nach Deutschland anbieten.

Ryanairs stilles Wachstum in Deutschland

ticker-ryanair

Nachtflugverbot in Berlin beeinträchtigt drei Flüge - Ryanair wieder sauer

Video

Das Doomsday Plane bei der Landung in Los Angeles. Rarer Vogel.
In Los Angeles tauchte erstmals seit Langem wieder eine Boeing E-4B öffentlich auf. Während der Ersatz für die Weltuntergangsflugzeuge der USA bereits entsteht, absolvierte der alternde fliegende Kommandoposten einen ungewöhnlichen Rundflug über das Land.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
alaska airlines
Die amerikanische Fluggesellschaft ist Boeing-Kundin durch und durch. Das zeigte sie bisher auch auf jedem ihrer Flugzeuge - mit der Aufschrift Proudly All Boeing. Nun hat Alaska Airlines ihren Slogan angepasst.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
alaska airlines 1282 ntsb boeing 737 max 9
Obwohl im Flug ein Loch im Rumpf einer Boeing 737 Max 9 von Alaska Airlines klaffte, landete die Crew das Flugzeug im Januar 2024 sicher. Jetzt klagt der Kapitän gegen den Flugzeughersteller.
Timo Nowack
Timo Nowack