Flughafen in Santiago de Compostela: Auf Ryanair angewiesen.

Ryanair lässt Santiago schwitzen

Die Billigairline erhält bald keine Subventionen mehr für Auslandsrouten. Daher baut sie in Santiago de Compostela ab. Dort hat man davor Angst.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Luftfahrzeugmechaniker Flugbetrieb (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Teamleiter Montage & Support (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Leiter Zerspanung Kleinteile / Stv. Abteilungsleiter (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Für den Flughafenbetreiber steht einiges auf dem Spiel. Rund 920'000 Passagiere flogen zwischen Januar und Juni ab Santiago de Compostela ab. 55 Prozent davon reisten mit Billigfliegern wie Ryanair. Vom nordspanischen Pilgerort aus fliegt die irische Billigfluglinie vor allem inländische Ziele an, so etwa Alicante, Barcelona oder Madrid. Sie bediente ab Santiago aber auch Frankfurt Hahn, London und Mailand-Begramo. Diese internationalen Flüge droht der Flughafen nun zu verlieren - und mit ihnen rund 150'000 Passagiere pro Jahr. Ryanair droht, die Auslandsstrecken Ende des Jahres ersatzlos zu streichen.

Der Grund: Ende Dezember laufen Subventionen der Regionalregierung von Galizien aus, mit denen diese die internationalen Routen unterstützt hatte. Weil die Zahlungen nicht fortgeführt werden sollen, droht Ryanair nun mit der Streichung. Nur noch Inlandsstrecken würden dann ab Ende 2013 auf dem Flugplan stehen. Bis vor einigen Wochen verkaufte Ryanair im Internet noch Tickets für Flüge ab Santiago de Compostela ins Ausland. Doch das Marketing stellte die Billigairline nun ein, wie die Zeitung Faro de Vigo schreibt.

Flughafenchef unter Druck

Flughafenchef Angel Currás kommt deswegen ins Schwitzen. Die Regierung müsse ihre Entscheidung noch einmal überdenken. Die Flüge von Ryanair seien nicht nur für den Flughafen und die Stadt Santiago de Compostela essenziell. «Es geht um die Wirtschaft von ganz Galizien», so Currás laut der Zeitung El Correo Gallego. Immerhin gibt es für ihn noch Hoffnung. Galiziens Umweltminister Agustin Hernandez erklärte in Folge von Ryanairs Drohung, man werde das Ganze noch einmal überdenken

Solche Druckmittel nutzt Ryanair öfter. Als im Jahr 2010 San Caetano dasselbe drohte wie nun Santiago de Compostela, strich Ryanair die Flüge nach Hahn, Rom und London. Doch nach nur wenigen Monaten hatte der Liebesentzug Erfolg. Die Regierung entschied sich, doch wieder zu zahlen.

Mehr zum Thema

ticker-ryanair

Ryanair erstmals seit Börsengang im Jahr 1997 schuldenfrei

ticker-ryanair

Viertes Flugzeug: Ryanair baut Präsenz in Bratislava aus

Airbus A321 Neo von Eurowings: Im Winter hat die Fluglinie elf Jets am BER.

Eurowings will Lücken schließen, die Ryanair in Berlin hinterlässt

ticker-ryanair

Ryanair steigert Jahresgewinn um 40 Prozent und will in Albanien, Italien, Marokko, der Slowakei und Schweden wachsen

Video

privatjet nigeria landung
Eine Bombardier Challenger 600 musste in Nigeria außerhalb des Flughafens Asaba auf einer Straße aufsetzen. Während alle Insassen unverletzt blieben, sorgte wenige Stunden später ein eigenmächtiger Start des Privatjets für Ermittlungen der Luftfahrtbehörden.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Papst Leo: Offenbar auch ein Luftfahrtfan.
Kampfjet-Eskorte, Funkkontakt und ein Platz auf dem Jumpseat: Papst Leo XIV. erlebte bei einem Flug durch Spanien einen besonderen Moment.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Draco Aircraft will die Draco Hyper-Stol in Serie bauen: Entwickelt wurde sie von einem Tüftler aus den USA.
Ein Motorausfall über Utah brachte Mike Patey dazu, ein Buschflugzeug mit einer Turboprop-Turbine auszustatten. Das Flugzeug wurde zum Hit. Nun will ein polnisches Startup das Konzept zur Serienreife bringen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies