Superjet 100: Laut dem russischen Verkehrsminister nicht effizient.

Superjet 100 und Ilyushin Il-96Russlands Verkehrsminister kritisiert heimische Flugzeuge

Eigentlich will Russland wegen der westlichen Sanktionen mehr einheimische Flugzeuge produzieren. Doch der russische Verkehrsminister ist mit den aktuellen Modellen nicht zufrieden.

Top-Jobs

AMX Support

Lizenzierter Fluggerätmechaniker / Certifying Staff B1/B2 (m/w/d)

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
AMX Support

Flugzeug Mechaniker

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
AMX Support

LAGER MITARBEITER (m/w/d) – Luftfahrt

Oberpfaffenhofen / Flughafen München (EDMO)
AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugelektriker (a)

Vollzeit
Pilatus Flugzeugwerke AG
Flugzeughersteller
Feste Anstellung
Top jobs
Schweiz

Russlands Fluggesellschaften sind in den kommenden Jahren auf Flugzeuge heimischer Produktion angewiesen, wenn sie ihre Flotten ausbauen oder erneuern wollen. Wegen der Sanktionen gegen das Land können sie weder Flieger noch Ersatzteile aus dem Westen beziehen. Die Regierung in Moskau hat deshalb in die Wege geleitet, dass die Produktion russischer Flugzeuge hochgefahren wird, so etwa der Tupolev Tu-214.

Umso erstaunlicher ist es, dass der Verkehrsminister die eigenen Flugzeuge in ein wenig gutes Licht rückt. «Der Superjet ist aus kommerzieller Sicht kein sehr effektives Flugzeug», so Vitaly Savelyev dieser Tage bei einer Ansprache.  Er meine das sowohl aus Produktions- als auch aus Vermarktungssicht.

Auch die russische Version ist nicht russisch genug

«Wie viele Superjets hat Aeroflot? Sechsundsiebzig. Und wie viele hat Aeroflot bestellt? Einhundertfünfzig. Und wann haben sie bestellt? Hundert Stück - im Jahr 2018, in Vladivostok, zusammen mit Präsident Putin. Sagen Sie mir, wo sind die restlichen Flugzeuge?», so der Minister. Ein Problem sei außerdem, dass der Jet noch immer viele ausländische Komponenten enthalte, und diese zu bekommen, sei aufgrund der Sanktionen inzwischen schwierig.

Eine russischere Version des Superjet inklusive russischer Triebwerke ist in Arbeit, Superjet New lautet sein Arbeitstitel. Doch die Markteinführung ist erst 2023 geplant. «Ja, wir haben die PD-8-Triebwerke, sie werden von Minpromtorg entwickelt, großartig», so Savelyev. Aber man könne den Hersteller nicht drängen, sich zu beeilen, weil das Sicherheitsprobleme geben könne. Und auch bei der neuen Version sind immer noch 50 Prozent der Teile aus dem Ausland.

Tupolev Tu-214 mit Chancen

Nicht nur der Superjet bekam bei Savelyev sein Fett weg. Auch die Ilyushin Il-96 sei nicht wettbewerbsfähig, wie auch die Tupolev Tu-204. «Sie flogen, sie wurden hergestellt, aber sie verbrauchten sehr viel Treibstoff. Die Treibstoffkosten machen ein Drittel des Flugpreises aus, sodass der Preis für Tickets in die Höhe schießt.»

Wie genau man dann den Plan umsetzen will, die Flugzeugproduktion im Inland zu fördern, bleibt unklar. Doch zumindest ein russischer Flieger scheint in den Augen der Regierung vielversprechend zu sein: Die Tu-214. Der stellvertretende russische Ministerpräsident Yury Borissov, stellte dieser Tage bei einem Besuch der Produktion in Aussicht, dass man sehr schnell dafür sorgen wolle, den Ausstoß der Flieger wieder hochzufahren. Er erklärte allerdings auch, dass man noch Wege finden müsse, die russische Flotte effizienter zu machen.

Mehr zum Thema

Tupolev-Produktion in Kasan: Schon bald wieder in Serie?

Russland will Produktion der Tupolev Tu-214 schnell hochfahren

Ilyushin Il-96 von Aeroflot (hier zu sehen 2013): Das Modell ist heute nicht mehr Teil der Flotte - aber in Zukunft womöglich wieder?

Russland könnte Tupolev Tu-204- und Ilyushin Il-96 wieder bauen

Flugzeug von Aeroflot: Viele in Europa geleast.

Russischen Airlines droht Abzug von Hunderten Jets

Boeing 777 von Red Wings: Am Boden.

Russland fusioniert Krisen-Airlines zu einer Holding

Video

Der Unglücksort: Das Wrack der ATR 72 von Voepass.
Schon lange vor dem Absturz der ATR 72 mit 62 Toten waren bei Voepass Probleme mit Wartung und Enteisung bekannt. Dennoch wurde laut Erkenntnissen der brasilianischen Bundespolizei nicht konsequent gehandelt. Ihre Ermittlungen belasten die Fluggesellschaft - aber auch die Luftfahrtbehörde Anac.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
erste boeing 737 max tarom
Die rumänische Fluglinie steht kurz vor der Übernahme ihrer ersten Boeing 737 Max. Das Flugzeug von Tarom trägt schon seine Bemalung - und die zeigt neue Designelemente.
Timo Nowack
Timo Nowack
fiat panda mailand linate hawker
Ungewöhnlicher Unfall am Flughafen Mailand-Linate: Ein Fiat Panda ist dort ungebremst mit einem rollenden Privatjet kollidiert, wie ein Video einer Überwachungskamera zeigt.
Timo Nowack
Timo Nowack