Einsteigen in Istanbul: Offenbar durften viele Russinnen und Russen nicht mit.

Boarding verweigertRussland warnt Bürger vor Flügen mit Turkish Airlines

Die türkische Fluggesellschaft soll Russinnen und Russen das Einsteigen in Richtung Lateinamerika verweigert haben. Die Botschaft rät nun von Flügen mit Turkish Airlines ab.

Top-Jobs

IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Compliance Monitoring Manager – Flight Operations

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Die Türkei ist für Russinnen und Russen ein wichtiges Reiseziel - und das bleibt auch während des Krieges so. Die Bedeutung nimmt sogar zu, da viele andere beliebte Destinationen nicht oder nur schwer zu erreichen sind. Turkish Airlines nimmt dabei eine wichtige Rolle ein und fliegt auch weiterhin Russland an. Istanbul wurde für Reisenden aus Russland zu einem wichtigen Drehkreuz. Doch jetzt gibt es Probleme.

Wie die Moscow Times berichtet, hat die russische Botschaft in der Türkei ihre Bürgerinnen und Bürger aufgefordert, nicht mit Turkish Airlines zu fliegen, da in letzter Zeit vermehrt Fluggäste auf Anschlussflügen von Istanbul zu lateinamerikanischen Zielen nicht befördert worden seien. «Wir sehen uns gezwungen, unseren Bürgern zu raten, sorgfältig abzuwägen, ob es ratsam ist, die Dienste dieser Fluggesellschaft in Anspruch zu nehmen», so die Botschaft in einer Erklärung vom Montag (22. April).

Keine Informationen auf Russisch

Die Botschaft wirft Turkish Airlines vor, in den letzten Wochen russischen Reisenden ohne Erklärung das Einsteigen zu Flügen nach Argentinien, Brasilien, Mexiko, Panama und in andere lateinamerikanische Länder zu verweigern. «Das Problem existiert, und es ist ein ernstes Problem. Und es ist für uns unklar, inwieweit sich die türkischen Behörden der Ernsthaftigkeit dieses Problems bewusst sind», mahnt die Botschaft. Vom Außenministerium der Türkei habe man keine klare Reaktion erhalten.

Die Botschaft prangert an, dass die Airline keine klaren Informationen dazu veröffentliche, welche Gründe zur Verweigerung des Boardings führen könnten. Außerdem seien keine Informationen auf Russisch auf der Webseite von Turkish Airlines zu finden.

Botschaft rät zu Videoaufnahmen

Reisenden, denen das Einsteigen verweigert wird, rät die Botschaft, «Maßnahmen» zu ergreifen, «um den jeweiligen Fall objektiv zu erfassen». Damit gemeint sind Video- und Fotoaufnahmen sowie die Aufzeichnung von Gesprächen mit Vertretern der Fluggesellschaft. Außerdem solle man in Russland Klage gegen die Airline einreichen mit der Forderung nach Entschädigung für «materielle und moralische Schäden». «Die Einreichung einer Klage bei einem türkischen Gericht gegen die nationale Fluggesellschaft Turkish Airlines ist offensichtlich aussichtslos», fügt die russische Botschaft an.

Der russische Verband der Reiseveranstalter vermutet hinter den Vorfällen die Besorgnis über illegale Einwanderung in die Vereinigten Staaten. Seit der russischen Invasion in der Ukraine im Jahr 2022 sei die Zahl der Russinnen und Russen, die die Grenze zwischen den USA und Mexiko überquerten, stark angestiegen, berichtet die Moscow Times.

Mehr zum Thema

Boeing 777 von Red Wings: Am Boden.

Hunderte russische Urlaubsgäste stranden wegen Ersatzteilmangel in Antalya

Flughafen Belgrad: Seit dem Ukraine-Krieg oftmals Umsteigeort für Russinnen und Russen.

Wohin russische Reisende via Belgrad, Istanbul und Dubai fliegen

Airbus A319 von Aeroflot: Russland sagt, der Sita-Ausschluss bringe keine nennenswerten Probleme.

IT-Ausschluss bringt russischen Airlines Probleme - und nicht nur ihnen

Flugzeuge in der Wartungshalle von Ural Airlines: Die Airline will die Lebenszyklen ihrer Flotte deutlich verlängern.

Ural Airlines will ihre A320 über 20.000 Stunden länger fliegen lassen als von Airbus vorgesehen

Video

bolivien el elto c 130
Eine Lockheed C-130 Hercules der bolivianischen Luftwaffe ist am Flughafen El Alto verunglückt. Das Flugzeug, das für die Zentralbank des Landes unterwegs war, kam erst außerhalb des Flughafengeländes zum Liegen. Etliche Menschen kamen ums Leben.
Timo Nowack
Timo Nowack
Airbus A350 von Finnair: Bald eigen Musik an Bord.
Die veränderte Kundenstruktur bringt eine stärkere Markenpositionierung als finnische Airline. Komponist Lari Porra schuf für Finnair eine Klangwelt, die finnische Landschaften und das Reisegefühl musikalisch erlebbar machen soll. So klingt sie.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
pab wingair fujairah airbus a320 neo acj
Bei Airbus in Toulouse ist ein frisch produzierter A320 Neo zu erspähen, dessen Lackierung deutlich macht: Er wird in die Vereinigten Arabischen Emirate gehen. Allerdings nicht zu einer Airline.
Timo Nowack
Timo Nowack