Zhukovsky Airport: Auslöser für den Disput.

Drohender LizenzentzugRussland und Tadschikistan streiten über Slots

Behörden der beiden Länder drohen Airlines mit dem Entzug der Flugerlaubnis. Grund ist der Ausbau der Verbindungen zwischen Tadschikistan und der Region Moskau – dank eines neueröffneten Flughafens.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Luftfahrzeugmechaniker Flugbetrieb (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Teamleiter Montage & Support (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Leiter Zerspanung Kleinteile / Stv. Abteilungsleiter (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Ein aviatischer Streit zwischen Russland und Tadschikistan eskaliert immer weiter. Am 4. April erhielt das russische Transportministerium eine diplomatische Notiz aus Zentralasien, genauer aus der ehemaligen Sowjetrepublik Tadschikistan, wie Radio Free Europe berichtet.

In dem Schreiben kündigte das tadschikische Transportministerium an, die beiden russischen Airlines Ural Airlines und Utair würden von den Flughäfen der tadschikischen Hauptstadt Dushanbe und der zweitgrößten Stadt Khujand verbannt. Es sei denn, Russland seinerseits mache den Bann gegen die tadschikische Somon Air rückgängig. Diesen Fluggesellschaften war per 3. April die Verbindungen zwischen Dushanbe/Khujand und Moskau untersagt worden.

Moskau oder nicht Moskau?

Die Streitigkeiten sind die neuste Episode eines sich seit letztem November dahinziehenden Konflikts. In dessen Zentrum steht der Flughafen Zhukovsky-Ramenskoye, rund 25 Kilometer südlich von Moskau gelegen. Der Airport nahm im Mai 2016 den kommerziellen Betrieb auf, nachdem er zuvor für militärische Zwecke und die Luftfahrtmesse MAKS genutzt worden war.

In den Augen der tadschikischen Behörden ist Zhukovsky-Ramenskoye der vierte Flughafen der Hauptstadt Moskau. Damit würde ein bilaterales Abkommen verletzt, das eine gleichmäßige Aufteilung der Slots für Verbindungen von Moskau nach Tadschikistan zwischen Airlines der beiden Länder vorsieht. Russland stellt sich hingegen auf den Standpunkt, dass sich der Flughafen auf dem Gebiet der Stadt Ramenskoye befindet und somit nicht zu Moskau gehört.

Hin und her suspendiert

Im Rahmen dieses Disputs suspendierten die Luftfahrtbehörden der beiden Länder immer wieder Flüge von Airlines aus dem jeweils anderen Land, um dem eigenen Standpunkt Nachdruck zu verschaffen. Nebst Ural Airlines, Utair und Somon Air war auch die russische Yamal Airlines betroffen. Immer wieder fand man sich zu einvernehmlichen Lösungen zusammen, die jedoch nicht von Bestand waren. Die Suspendierung von Ural und Utair dürfte somit weder von Dauer noch das letzte Kapitel des Konflikts gewesen sein.

Mehr zum Thema

ticker-russland

Russland plant riesiges Sperrgebiet für Privatflüge

aeroflot boeing 777 globus

In diese Länder können Russinnen und Russen noch fliegen

Ex-Air-Albania-Airbus ist in Russland wider aufgetaucht: Das Flugzeug ist über den Oman nach Moskau geflogen.

Russische Airline besorgt sich über Umwege einen Airbus A320 - erneut über den Oman

Westliche Flugzeuge von Aeroflot: Russland führt ein eigenes Regelwerk für die Luftfahrt ein .

Ohne Westen: Russland baut eigenes Luftfahrt-Regelwerk auf

Video

Airbus A380 von Lufthansa: Die D-AIMH wird noch bis Anfang Juni in. Dresden umgebaut.
Noch hängen Kabel aus der Kabine und manche Fußablagen fehlen. Doch der Umbau der Airbus A380 von Lufthansa bei EFW in Dresden zeigt bereits, wie die modernisierte Business Class aussehen wird. Der Zeitplan ist straff – und die Logistik kompliziert.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Der Moment vor dem Absturz: Die Cessna kollidiert mit dem Gleitschirm.
Eine Paragliderin überlebt mit Glück den Zusammenstoß mit einer Cessna. Der Unfall wirft Fragen auf: Wer muss wem ausweichen? Und warum sehen sich Motorpiloten und Gleitschirmpiloten im selben Luftraum oft erst im letzten Moment?
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Ramy RC vor seinem Lufthansa-Airbus-A380: Ganz schön groß.
Ein Airbus A380 als Modellflugzeug klingt spektakulär – doch das von Ramy RC sprengt selbst in der Modellbauwelt die Dimensionen. Der Nachbau des Lufthansa-Superjumbos mit Speziallackierung ist fast neun Meter lang und kann tatsächlich fliegen.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin