Pilot in einem Cockpit einer Irkut MS-21: Künftig ohne Kollegin im Cockpit?

Virtuelle KopilotenRussland drängt auf Ein-Personen-Cockpit

Alle Hersteller bereiten sich darauf vor, dass Flugzeuge einst von einer Person im Cockpit alleine gesteuert werden können. Russland will den Prozess jetzt beschleunigen.

Top-Jobs

AMX Support

Lizenzierter Fluggerätmechaniker / Certifying Staff B1/B2 (m/w/d)

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
AMX Support

Flugzeug Mechaniker

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
AMX Support

LAGER MITARBEITER (m/w/d) – Luftfahrt

Oberpfaffenhofen / Flughafen München (EDMO)
AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugelektriker (a)

Vollzeit
Pilatus Flugzeugwerke AG
Flugzeughersteller
Feste Anstellung
Top jobs
Schweiz

Sie ist so etwas wie die Gretchenfrage im Flugzeugbau: Nun sag, wie hast du's mit dem Einpersonen-Cockpit? Oder weniger goethesch ausgedrückt: Glauben die Hersteller an eine Zukunft mit nur einem Menschen in der Flugzeugkanzel, oder nicht?

Fast alle beantworten sie hinter vorgehaltener Hand mit ja. Öffentlich aber packen sie ihre Antwort jeweils etwas mehr in Watte. Zu groß sind die Widerstände bei Pilotinnen und Piloten und auch noch bei den Fluggästen. Alle Flugzeugbauer arbeiten trotzdem bereits eifrig an der Zukunft mit dem Ein-Personen-Cockpit. «Wir glauben, dass mehr Automatisierung mehr Sicherheit bringt», sagte beispielsweise Airbus-Chef Guillaume Faury vor einem Jahr. «Wir mögen deshalb langfristig die Idee automatisierter Flüge.»

Virtuelle Kopiloten

In Russland will man den Übergang zum Ein-Personen-Cockpit jetzt schnell vorantreiben. Das Ministerium für Industrie und Handel plant, Kopilotinnen und -piloten in Passagier- und Frachtflugzeugen durch ein virtuelles Pendant zu ersetzen und so die Kosten im Betrieb zu senken. Am 9. August veröffentlichte es eine Ausschreibung im Wert von 2,9 Milliarden Rubel (rund 49 Millionen Euro) für die Entwicklung dieser Technologie, wie die Zeitung Vedomosti berichtet.

Die Analyse der jüngsten wissenschaftlichen Studien zum Einsatz künstlicher Intelligenz in der Luftfahrt lasse die Prognose zu, dass der Übergang zu einer Ein-Personen-Besatzung in Verkehrsflugzeugen bereits in den 2030er-Jahren möglich sei, heißt es in der Ausschreibung. Der erfolgreiche Bieter muss die Arbeit noch 2022 aufnehmen. Er muss danach ein funktionsfähiges Modell des virtuellen Kopiloten «auf der Grundlage eines naturnahen Modells eines universellen Cockpits mit simulierter Umgebung» erstellen.

Schon 2024 soll die Technologie bereitstehen

Bereits Ende 2024 soll dann die Technologie bereitstehen. Bis dahin muss einiges geschehen. Es brauche Maßnahmen, welche die erhöhte Arbeitsbelastung des einzelnen Piloten beseitigten, heißt es in der Ausschreibung des Ministeriums für Industrie und Handel. Dazu müsse das Informations- und Kontrollsystem des Cockpits, die Navigations- und Überwachungsinstrumente und die Cybersicherheit verbessert werden.

Nach dem Einmarsch in die Ukraine und der Einführung westlicher Sanktionen wurden viele Pilotinnen und Piloten in Russland arbeitslos. Denn die russischen Fluggesellschaften können nur noch wenige internationale Flüge durchführen. Einen Stellenwechsel ins Ausland versuchten die Behörden aber zu verhindern. Die Luftfahrtbehörde legt Wechselwilligen Steine in den Weg.

Mehr zum Thema

Cockpit eines Airbus A320: Der Flugzeugbauer setzt auf Automatisierung.

Airbus will das Fliegen weiter automatisieren

Modell einer CR929 im Windtunnel: Zwischen 2025 und 2027 auf dem Markt.

CR929 soll erster großer Flieger mit einem Piloten werden

<p class="p1">Mechaniker bei der Arbeit: Seinen Job sollen künftig in Russland auch Pilotinnen und Piloten erledigen können.</p>

Russische Pilotinnen und Piloten sollen Flieger selbst reparieren

ticker-izhavia-1

Lizenz von Izhavia entzogen: Bericht über herausgerissene Seiten aus Notfallhandbuch

Video

Die Boeing 787 hebt in München ab: Viel Staub aufgewirbelt.
Ein Dreamliner ist beim Start in München ungewöhnlich spät abgehoben und hat dabei eine große Staubwolke aufgewirbelt. Die Boeing 787 von Vietnam Airlines flog danach Schleifen und kehrte zum Flughafen zurück. Sie steht noch immer neben der Piste.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Die Landung der saudischen Boeing 787 in Funchal: ungewöhnlicher Gast auf Madeira.
Langstreckenjets sind am Flughafen von Madeira seltene Gäste. Nun gab es eine Premiere: Eine Boeing 787 der saudischen Regierung landete in Funchal. An Bord sollen sich Mitglieder der Königsfamilie befunden haben.
Redaktion
fedex express boeing 777 f rosie
Der Flughafen Memphis trägt nun den Namen von Fedex-Gründer Frederick Wallace Smith. Die erste Landung nach der Umbenennung absolvierte eine Boeing 777 F mit ganz besonderer Bemalung.
Timo Nowack
Timo Nowack