Service an Bord von Aeroflot: Soldaten erhalten eine Sonderbehandlung.

In Flugzeug und FlughafenRussische Soldaten bekommen VIP-Behandlung - und Nachsicht beim Pöbeln

Immer wieder kam es zuletzt in Russland zu Zwischenfällen mit Soldaten. Jetzt hat die Luftfahrtbehörde Fluglinien und Flughäfen angeordnet, ihnen eine Sonderbehandlung zu gewähren.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Sie seien die «neue Elite», sagte Russlands Präsident Vladimir Putin kürzlich. Gemeint hat er mit dieser Aussage die Soldatinnen und vor allem Soldaten, die am Angriffskrieg gegen die Ukraine beteiligt sind. Und elitär sollen sich die Angehörigen des Militärs auch fühlen. Das gilt offenbar ebenfalls für Reisen mit russischen Fluggesellschaften.

Die russische Luftfahrtbehörde Rosaviatsiya hat vergangene Woche die Airlines des Landes angewiesen, «Teilnehmern an der militärischen Spezialoperation» beim Einchecken, bei der Sicherheitskontrolle und beim Einsteigen Vorrang zu gewähren. Wer kämpft, erhält also VIP-Behandlung.

Pöbeln - und Rauchen - erlaubt?

Die Behörde warnte zudem davor, den Soldatinnen und Soldaten gegenüber eine «unangemessene Haltung» an den Tag zu legen, geht aus einem Dokument hervor, das die Zeitung Komersant veröffentlicht hat. Das ist insofern heikel, dass diese Anweisung so interpretiert wird, dass man den Angehörigen des Militärs Dinge durchgehen lassen soll, die sonst in die Kategorie Unruly Passenger fallen könnten.

Denn laut dem Bericht der russischen unabhängigen Zeitung The Bell gab es seit dem Jahreswechsel etwa ein Dutzend Skandale und Zusammenstöße mit Soldaten auf Flughäfen und in Flugzeugen. Im Februar etwa überredeten erst die Mitreisenden eines Fluges von Moskau nach Yakutsk die Polizei, einen randalierenden Soldaten nicht zu verhaften. In einem anderen Fall wurde ein Veteran wegen Rauchens aus einem Pobeda-Flug geworfen, was den Leiter des russischen Untersuchungsausschusses, Alexander Bastyrkin, veranlasste, ein Strafverfahren gegen die Fluggesellschaft einzuleiten.

Blaupause für andere Branchen?

Wie ein leitender Angestellter einer russischen Fluggesellschaft The Bell erklärt, handelt es sich dabei lediglich um «Empfehlungen», mit denen die Behörde versucht, die Vorgehensweise bei weiteren Konfrontationen zu steuern. Sie lese sich allerdings wie eine offizielle Anweisung.

Andere Unternehmen fragen sich jetzt offenbar, ob die Empfehlungen von Rosaviatsiya eine Art Blaupause für Regulierungsbehörden in anderen Sektoren werden könnten. Denn auch in Restaurants und Bars kam es offenbar immer wieder zu Zwischenfällen.

Mehr zum Thema

Flugzeuge auf dem Vorfeld des Flughafen in Samara: Die russische Staatsanwaltschaft kritisiert die Sicherheitskultur innerhalb des gesamten Landes.

400 russische Flugzeuge nicht vorschriftsgemäß gewartet

Abschreibung auf Russland-Beteiligung beschert Fraport Verlust

Abschreibung auf Russland-Beteiligung beschert Fraport Verlust

Aeroflot-Flugbegleiterinnen: Die Airline war einmal die größte der Welt.

Aeroflot - vom Giganten zum Schatten ihrer selbst

Blauer Traktor am Flughafen Novosibirsk: Drei Flugzeuge mussten durchstarten.

Blauer Traktor zwingt drei Flugzeuge in Novosibirsk zum Durchstarten

Video

lufthansa erster airbus a350 1000 erstflug 01
Der erste Airbus A350-1000 der deutschen Fluggesellschaft trägt den XXL-Kranich und hat nun erstmals den Boden verlassen. Noch sitzen aber keine Lufthansa-Piloten am Steuer.
Timo Nowack
Timo Nowack
Die abgestürzte Beechcraft im Maisfeld: Alle vier Personen haben überlebt.
In Wisconsin stürzt ein Kleinflugzeug in ein Maisfeld. Die ersten Helfer kommen nicht über die Straße, sondern mit dem Fallschirm aus einem anderen Flugzeug, das zufällig in der Nähe war.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
dubai vertiport 22
Wie funktioniert ein Verkehrsmittel, das es bislang noch gar nicht im kommerziellen Betrieb gibt? In Dubai laufen die letzten Vorbereitungen für den Start von Flugtaxis. Skyports-Manager Gareth Wilson verrät, warum Passagiere gewogen werden, wie schnell der Check-in ablaufen soll und weshalb das Netz mit nur einem einzigen Evtol startet.
gerard al fil
Gérard Al-Fil