Service an Bord von Aeroflot: Soldaten erhalten eine Sonderbehandlung.

In Flugzeug und FlughafenRussische Soldaten bekommen VIP-Behandlung - und Nachsicht beim Pöbeln

Immer wieder kam es zuletzt in Russland zu Zwischenfällen mit Soldaten. Jetzt hat die Luftfahrtbehörde Fluglinien und Flughäfen angeordnet, ihnen eine Sonderbehandlung zu gewähren.

Top-Jobs

Goldeck Logo

Inflight Service Personnel (M/F/D)

Feste Anstellung
Business Aviation
Goldeck-Flug GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Wien/LOWW/VIE
Pilatus Logo

Mechaniker & Spengler

Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
Feste Anstellung
Weeze

Verkehrsleiter vom Dienst (w/m/x)

Flughafen Niederrhein GmbH
Weeze
Feste Anstellung
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
DERTOUR Logo

Virtuelle Reisebetreuung (m/w/d)

Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Home Office
Vollzeit
Top jobs

Sie seien die «neue Elite», sagte Russlands Präsident Vladimir Putin kürzlich. Gemeint hat er mit dieser Aussage die Soldatinnen und vor allem Soldaten, die am Angriffskrieg gegen die Ukraine beteiligt sind. Und elitär sollen sich die Angehörigen des Militärs auch fühlen. Das gilt offenbar ebenfalls für Reisen mit russischen Fluggesellschaften.

Die russische Luftfahrtbehörde Rosaviatsiya hat vergangene Woche die Airlines des Landes angewiesen, «Teilnehmern an der militärischen Spezialoperation» beim Einchecken, bei der Sicherheitskontrolle und beim Einsteigen Vorrang zu gewähren. Wer kämpft, erhält also VIP-Behandlung.

Pöbeln - und Rauchen - erlaubt?

Die Behörde warnte zudem davor, den Soldatinnen und Soldaten gegenüber eine «unangemessene Haltung» an den Tag zu legen, geht aus einem Dokument hervor, das die Zeitung Komersant veröffentlicht hat. Das ist insofern heikel, dass diese Anweisung so interpretiert wird, dass man den Angehörigen des Militärs Dinge durchgehen lassen soll, die sonst in die Kategorie Unruly Passenger fallen könnten.

Denn laut dem Bericht der russischen unabhängigen Zeitung The Bell gab es seit dem Jahreswechsel etwa ein Dutzend Skandale und Zusammenstöße mit Soldaten auf Flughäfen und in Flugzeugen. Im Februar etwa überredeten erst die Mitreisenden eines Fluges von Moskau nach Yakutsk die Polizei, einen randalierenden Soldaten nicht zu verhaften. In einem anderen Fall wurde ein Veteran wegen Rauchens aus einem Pobeda-Flug geworfen, was den Leiter des russischen Untersuchungsausschusses, Alexander Bastyrkin, veranlasste, ein Strafverfahren gegen die Fluggesellschaft einzuleiten.

Blaupause für andere Branchen?

Wie ein leitender Angestellter einer russischen Fluggesellschaft The Bell erklärt, handelt es sich dabei lediglich um «Empfehlungen», mit denen die Behörde versucht, die Vorgehensweise bei weiteren Konfrontationen zu steuern. Sie lese sich allerdings wie eine offizielle Anweisung.

Andere Unternehmen fragen sich jetzt offenbar, ob die Empfehlungen von Rosaviatsiya eine Art Blaupause für Regulierungsbehörden in anderen Sektoren werden könnten. Denn auch in Restaurants und Bars kam es offenbar immer wieder zu Zwischenfällen.

Mehr zum Thema

Flugzeuge auf dem Vorfeld des Flughafen in Samara: Die russische Staatsanwaltschaft kritisiert die Sicherheitskultur innerhalb des gesamten Landes.

400 russische Flugzeuge nicht vorschriftsgemäß gewartet

Abschreibung auf Russland-Beteiligung beschert Fraport Verlust

Abschreibung auf Russland-Beteiligung beschert Fraport Verlust

Aeroflot-Flugbegleiterinnen: Die Airline war einmal die größte der Welt.

Aeroflot - vom Giganten zum Schatten ihrer selbst

Tu-204: Immer mehr alte Flieger kehren in die Flotten russischer Airlines zurück.

Boeing 747, Antonov An-148, Ilyushin Il-96, Tupolev Tu-204: Russland holt immer mehr alte Jets zurück in die Flotten

Video

airbus a330 antarktis
Im vergangenen Dezember landete erstmals ein Airbus A330 in der Antarktis. Jetzt gibt es reichlich Einblicke ins Cockpit während dieses Fluges.
Timo Nowack
Timo Nowack
Das Wrack der Beechcraft 1900 von Satena: Liegt in schwierigem Gelände.
Im Nordosten Kolumbiens ist eine Beechcraft 1900 auf dem Weg nach Ocaña abgestürzt. Alle 15 Menschen an Bord des Flugzeuges der Staatsairline Satena kamen ums Leben.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
An einem Airbus A321 Neo: GTF-Triebwerk von Pratt & Whitney.
Der Chef des weltgrößten Leasingunternehmens hat Ratschläge für Fluggesellschaften mit Triebwerken der neuesten Generation. Aengus Kelly warnt vor Problemen und Herausforderungen sowohl bei Kurz- als auch Langstreckenflugzeugen.
Timo Nowack
Timo Nowack