Werbemotiv von Azur Air: Die Planer der AIrline müssen aktuell kreativ sein.

Azur AirDie russische Karibik-Luftbrücke via Agadir

Noch immer sind mehrere Tausend Russinnen und Russen in der Dominikanischen Republik gestrandet. Azur fliegt sie aus - via Agadir. Die Wahl des Flughafens hat einen guten Grund.

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Am Montag wählte eine Boeing 767 von Azur Air einen großen Umweg, um aus der Dominikanischen Republik zurück nach Russland zu fliegen. Sie landete in Agadir zwischen. Noch immer sind aber mehrere Tausend Russinnen und Russen auf der Karibikinsel gestrandet.

Deshalb versucht Azur Air derzeit nach Russland zurückzuholen - ohne Gefahr zu laufen, dass ihre Flugzeuge beschlagnahmt werden. Am Mittwochnachmittag (9. März) waren zwei Boeing 767-300 des russischen Ferienfliegers auf dem Weg von Punta Cana nach Russland. Beide stoppten auf ihrem Weg in Agadir.

Russland nicht verurteilt

Gleichzeitig machte sich eine aus Moskau kommende Boeing 767 von der Stadt im Süden Marokkos auf den Weg nach Punta Cana. Die eingesetzten Flieger tragen entweder russische oder bermudische Kennzeichen. Zum Teil gehören sie Azur selbst, zum Teil sind sie geleast.

Dass die russische Fluggesellschaft Agadir wählt, ist kein Zufall. Marokko hat seinen Luftraum nicht gesperrt. Zudem war das Königreich in der Uno-Vollversammlung eines jener 35 Länder, die sich der Stimme enthielten haben, als es darum ging den Einmarsch Russlands in der Ukraine zu verurteilen und einen sofortigen Truppenabzug zu fordern.

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