Heckflosse einer Maschine von Air Alps: Nur kurze Zeit wieder in der Luft?

Air Alps muss doch wieder zittern

Eigentlich schien die österreichische Regionalfluggesellschaft gerettet. Deshalb führte Air Alps auch wieder Flüge durch. Doch nun gibt es erneute Zweifel.

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Für Günther Gast muss es ein Wechselbad der Gefühle sein. Eigentlich war der Jurist als Liquidator von Air Alps angetreten. Doch vor zehn Tagen kam die unerwartete Wende. Die deutsche Rostock Airways stehe kurz davor, 76 Prozent der Anteile an der österreichischen Regionalfluggesellschaft zu übernehmen, erklärte Gast damals. «Bis Ende der Woche geht der Kauf über die Bühne.» Doch nun sieht schon wieder alles anders aus.

Die Rettung steht wieder auf der Kippe. Die Unternehmer um Rostock Airways ließen einen Termin am Montag platzen, bei dem der Kauf besiegelt hätte werden sollen, berichtet die Tiroler Tageszeitung. «Uns läuft die Zeit davon», so Gast zum Blatt. Wenn die Verträge bis am Freitag nicht unterschrieben seien, sei es vorüber.

Neues Geld in Air Alps einschießen

Das Bundesministerium für Verkehr in Wien hatte das Luftverkehrsbetreiberzeugnis (AOC) von Air Alps Ende Januar einmalig und provisorisch bis Mitte Februar verlängert. Bis dahin sollte der Kauf über die Bühne sein. Zudem sollten Verwalter Gast und die neuen Eigentümer bis dahin auch belegen, dass sie neues Geld in Air Alps mit Sitz in Innsbruck einschießen. Das ist bislang nicht passiert. Das Ministerium wolle nun Fakten sehen, so Gast.

Derweil fliegt die Dornier Do328 mit der Kennzeichnung OE-LKA munter weiter von Bremen nach Zürich und zurück. Erstmals seit rund anderthalb Jahren ist damit ein Flugzeug von Air Alps wieder in der Luft. Die Flüge im Auftrag von Rostock Airways könnten daher die allerletzten der Fluglinie gewesen sein. Doch die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt - auch in Tirol.

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