Alitalia-Jet: Airline inmitten der Eurokrise.

So soll Alitalia gerettet werden

Die italienische Nationalairline scheint vorerst weiter fliegen zu können. Die nationale Post wird neuer Großaktionär. Doch es gibt Bedingungen.

Top-Jobs

DERTOUR Logo

Reiseleiter (m/w/d) am Flughafen Mallorca

Mallorca
Feste Anstellung
Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Spanien
Top jobs
Hahnair

Kapitän C680A (all genders) mit Zusatzaufgaben

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair

Deputy Continuing Airworthiness Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Aero Bildungs Logo

Ausbilder / Technischer Trainer (m/w/d) für Fluggerätelektronik / Avionik / Cat B2 – Luftfahrttechnik

AERO-Bildungs GmbH
Oberpfaffenhofen
Feste Anstellung
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Die ganze Woche verlief für Alitalia turbulent. Tage- und nächtelang verhandelte die Regierung mit den privaten Aktionären eifrig um eine Lösung für die am Abgrund stehende Nationalairline. 300 Millionen Euro an neuem Kapital, 200 Millionen an neuen Krediten braucht sie nach offiziellen Angaben, um auch nächste Woche noch fliegen zu können. Denn schon am Wochenende will der Ölkonzern Eni die Belieferung mit Kerosin stoppen, wenn kein Rettungsplan vorliegt.

500 Millionen sind für ein Land im Zentrum der Eurokrise aber keine Kleinigkeit. Man suchte deshalb indirekte Helfer. Nachdem Rom zuerst auf die Staatsbahnen Ferrovie dello Stato FS als Retter setzte, soll nun ein anderes Staatsunternehmen die Hauptbürde tragen, wie am späten Donnerstagabend (10. Oktober) bekannt wurde. Man sei äußerst glücklich über die «Bereitschaft der Poste Italiane, als wichtiger industrieller Partner an der Kapitalerhöhung von Alitalia teilzunehmen», ließ die Regierung in einer Medienmitteilung verlauten.

Auch private Aktionäre müssen mitmachen

Die italienische Post wird demnach 75 Millionen Euro des frischen Kapitals zeichnen und so mit einem Anteil von 10 bis 15 Prozent zum zweitwichtigsten Aktionär von Alitalia werden. Weitere 75 Millionen soll der Staat via Garantien beisteuern. Die privaten Aktionäre - darunter so unterschiedliche Unternehmen wie die Bank Intesa San Paolo oder der Autobahnbetreiber Atlantia – sollen gemeinsam ebenfalls 150 Millionen zahlen. Also auch Air France KLM. Doch bislang waren die nicht wirklich willig, noch mehr Geld einzuschießen. Mit der Zusage des Staates dürfte sich das nun ändern. Auch die Banken dürften nun eher bereit sein, weitere Kredite zu sprechen.

Der Regierung war es sehr wichtig, eine italienische Lösung zu finden. Nur so – so die Überlegung - könne man den italienischen Charakter und das Drehkreuz Rom Fiumicino erhalten. Noch eher war Rom gewillt, Etihad als Partner zu akzeptieren als Air France KLM.

Umgehende Strategieänderung

Ganz ohne Gegenleistung gibt es das Geld indes nicht. Die Regierung erwartet von Alitalia selbst eine umgehende Strategieänderung. Es sei eine «tiefgreifende Änderung des Businessplans» nötig. Denn: Auch der jetzige Plan sei nur eine Überbrückung, so die Regierung.

Mehr zum Thema

sri lankan airlines airbus a330 300

Sri Lankan Airlines will forsch wachsen - doch es fehlen Flugzeuge

Ryanair Malta Air Boeing 737-800 Landung

Können Sie diese Falschaussagen über die Luftfahrt aufdecken?

Flieger von Air Canada: Kanada erlebt einen Tourismusboom.

USA sind out - noch nie gab es so viele Flüge aus Europa nach Kanada

Die Golden Gate Bridge am Eingang der San Francisco Bay: Beide Flughäfen in der Nähe.

Sommerflaute: Nachfrage für Flüge zwischen Europa und USA erholt sich kaum

Video

Saab Global Eye: Basis ist eine Bombardier Global 6000/6500.
Saab Global Eye
Wie kann eine rohstoffreiche und strategisch immer wichtigere Region wie die Arktis überwacht und im Ernstfall verteidigt werden, angesichts klirrender Kälte und riesiger Ausdehnung? Hersteller wie Boeing, IAI und Northrop Grumman buhlen mit ihren Systemen um Kunden. Ihr härtester Konkurrent kommt aber aus Europa: Saab Global Eye.
gerard al fil
Gérard Al-Fil
Die Boeing 757 von Icelandair: Heikler Tiefflug.
Nach 40 Jahren geht er in Rente. Auf seinem letzten Flug von Frankfurt nach Keflavik wollte der Kapitän einer Boeing 757 etwas Besonderes machen und flog in sehr niedriger Höhe über seine Heimat hinweg. Icelandair ist verärgert und hat die Behörden eingeschaltet.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
etihad airways manchester city
Die Golfairline sponsort den englischen Fußballpokalwettbewerb FA Cup. Emirates ist dadurch auch auf den Trikots präsent. Doch es gibt eine Ausnahme.
Timo Nowack
Timo Nowack