Alitalia-Jet: Airline inmitten der Eurokrise.

So soll Alitalia gerettet werden

Die italienische Nationalairline scheint vorerst weiter fliegen zu können. Die nationale Post wird neuer Großaktionär. Doch es gibt Bedingungen.

Top-Jobs

Sparfell Logo

CAMO Engineer f/m/d (full time) in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
DERTOUR Logo

Reiseleiter (m/w/d)

Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Griechenland
Spanien
Portugal
Top jobs
logo aerotelegraph rund

Journalist:in Militärluftfahrt und Verteidigung

Medien
aeroTELEGRAPH
Top jobs
Home Office
Lübeck

Safety Manager (m/w/d) am Flughafen Lübeck

Lübeck
Feste Anstellung
Flughafen Lübeck
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Die ganze Woche verlief für Alitalia turbulent. Tage- und nächtelang verhandelte die Regierung mit den privaten Aktionären eifrig um eine Lösung für die am Abgrund stehende Nationalairline. 300 Millionen Euro an neuem Kapital, 200 Millionen an neuen Krediten braucht sie nach offiziellen Angaben, um auch nächste Woche noch fliegen zu können. Denn schon am Wochenende will der Ölkonzern Eni die Belieferung mit Kerosin stoppen, wenn kein Rettungsplan vorliegt.

500 Millionen sind für ein Land im Zentrum der Eurokrise aber keine Kleinigkeit. Man suchte deshalb indirekte Helfer. Nachdem Rom zuerst auf die Staatsbahnen Ferrovie dello Stato FS als Retter setzte, soll nun ein anderes Staatsunternehmen die Hauptbürde tragen, wie am späten Donnerstagabend (10. Oktober) bekannt wurde. Man sei äußerst glücklich über die «Bereitschaft der Poste Italiane, als wichtiger industrieller Partner an der Kapitalerhöhung von Alitalia teilzunehmen», ließ die Regierung in einer Medienmitteilung verlauten.

Auch private Aktionäre müssen mitmachen

Die italienische Post wird demnach 75 Millionen Euro des frischen Kapitals zeichnen und so mit einem Anteil von 10 bis 15 Prozent zum zweitwichtigsten Aktionär von Alitalia werden. Weitere 75 Millionen soll der Staat via Garantien beisteuern. Die privaten Aktionäre - darunter so unterschiedliche Unternehmen wie die Bank Intesa San Paolo oder der Autobahnbetreiber Atlantia – sollen gemeinsam ebenfalls 150 Millionen zahlen. Also auch Air France KLM. Doch bislang waren die nicht wirklich willig, noch mehr Geld einzuschießen. Mit der Zusage des Staates dürfte sich das nun ändern. Auch die Banken dürften nun eher bereit sein, weitere Kredite zu sprechen.

Der Regierung war es sehr wichtig, eine italienische Lösung zu finden. Nur so – so die Überlegung - könne man den italienischen Charakter und das Drehkreuz Rom Fiumicino erhalten. Noch eher war Rom gewillt, Etihad als Partner zu akzeptieren als Air France KLM.

Umgehende Strategieänderung

Ganz ohne Gegenleistung gibt es das Geld indes nicht. Die Regierung erwartet von Alitalia selbst eine umgehende Strategieänderung. Es sei eine «tiefgreifende Änderung des Businessplans» nötig. Denn: Auch der jetzige Plan sei nur eine Überbrückung, so die Regierung.

Mehr zum Thema

Ryanair Malta Air Boeing 737-800 Landung

Können Sie diese Falschaussagen über die Luftfahrt aufdecken?

Flieger von Air Canada: Kanada erlebt einen Tourismusboom.

USA sind out - noch nie gab es so viele Flüge aus Europa nach Kanada

Die Golden Gate Bridge am Eingang der San Francisco Bay: Beide Flughäfen in der Nähe.

Sommerflaute: Nachfrage für Flüge zwischen Europa und USA erholt sich kaum

Platz 7: Barcelona
55 Millionen (+10,3 Prozent vs. 2023, +4,4 Prozent vs. 2019)

Europas beliebteste Flugrouten im Sommer 2025

Video

Das Doomsday Plane bei der Landung in Los Angeles. Rarer Vogel.
Erstmals seit Langem tauchte wieder eine Boeing E-4B öffentlich auf. Während der Ersatz für die Weltuntergangsflugzeuge der USA bereits entsteht, absolvierte der alternde fliegende Kommandoposten einen ungewöhnlichen Rundflug über das Land.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
alaska airlines
Die amerikanische Fluggesellschaft ist Boeing-Kundin durch und durch. Das zeigte sie bisher auch auf jedem ihrer Flugzeuge - mit der Aufschrift Proudly All Boeing. Nun hat Alaska Airlines ihren Slogan angepasst.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
alaska airlines 1282 ntsb boeing 737 max 9
Obwohl im Flug ein Loch im Rumpf einer Boeing 737 Max 9 von Alaska Airlines klaffte, landete die Crew das Flugzeug im Januar 2024 sicher. Jetzt klagt der Kapitän gegen den Flugzeughersteller.
Timo Nowack
Timo Nowack