Piloten von Republic Airways: Mangelware.

Chapter 11Bombardier zittert um Order von Republic Airways

Die amerikanische Airline flüchtet sich unter Gläubigerschutz - trotz Profitabilität. Republic Airways möchte auf diese Weise kleine Flieger und eine große Order von Bombardier C-Series loswerden.

Top-Jobs

Sparfell Logo

CAMO Engineer f/m/d (full time) in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
DERTOUR Logo

Reiseleiter (m/w/d)

Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Griechenland
Spanien
Portugal
Top jobs
logo aerotelegraph rund

Journalist:in Militärluftfahrt und Verteidigung

Medien
aeroTELEGRAPH
Top jobs
Home Office
Lübeck

Safety Manager (m/w/d) am Flughafen Lübeck

Lübeck
Feste Anstellung
Flughafen Lübeck
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Es ist nicht so, als würde Republic Airways gleich das Geld ausgehen. Die letzten acht Quartale konnte die amerikanische Fluggesellschaft stets einen Gewinn ausweisen. Und dennoch flüchtete sie sich nun unter Gläubigerschutz, in den USA nach dem entsprechenden Gesetzesartikel Chapter 11 genannt. Nun hat das Management Zeit, das Unternehmen neu aufzustellen - ohne dass Gläubiger Geld fordern können.

«Wir wollten diesen Schritt verhindern», sagt Republic-Airways-Chef Bryan Bedford. Doch es sei klar geworden, dass man so nicht mehr weiterkomme. Die Fluggesellschaft versucht seit längerem, ihre 50-plätzigen Embraer E-145 loszuwerden. Doch die Verhandlungen mit den Leasinggebern erwiesen sich als schwierig.

Zu viele kleine Flugzeuge

Republic Airways und ihre Tochter Shuttle America fliegen nicht unter eigenem Namen, sondern im Auftrag aller großen amerikanischen Fluggesellschaften. Für sie bedient die Fluglinie regionale Strecken. American Airlines, Delta Air Lines und United Airlines setzen dort aber zunehmend auf größere Flugzeuge. Die 50-Plätzer sind daher zur Hypothek geworden. Die Flieger stehen am Boden und verschlingen rund 10 Millionen Dollar pro Monat.

Hinzu kommt, dass Republic nicht mehr genug Piloten findet, um alle Flüge durchführen zu können. Daher musste das Unternehmen immer wieder Flüge anullieren und das bedeutet Ärger mit den Kunden. Der Mangel ergibt sich auch daraus, dass die USA die Anforderungen an Piloten hochsetzten. Statt 250 Stunden müssen Kopiloten neu 1500 Stunden Erfahrung mitbringen.

Nicht mehr gebrauchte Order

Kleine Flieger und Pilotenmangel sind aber nur zwei der Probleme, die Republic plagen. Ein großes ist die Bestellung von 40 Bombardier C-Series CS300. Sie wurde 2010 platziert, als Republic Airways noch Frontier Airlines besaß. 2013 hat sie die Tochter verkauft. Für den kanadischen Flieger hat Republic daher keinen Bedarf mehr.

Bislang konnte sich Bombardier auf die Position stellen, gekauft sei gekauft. Unter Chapter 11 wird das viel schwieriger. Eine Abbestellung der C-Series wird sehr wahrscheinlich. Für die Kanadier wäre das ein Rückschlag, nachdem sie bereits bei United zwei Mal bei einer Ausschreibung unterlagen. Der einzige Erfolg in letzter Zeit war der Kauf von 45 C-Series durch Air Canada.

Mehr zum Thema

ticker-bombardier-neu

Kanada bestellt sechs Bombardier Global 6500

Bombardier Global 8000: Die Gulfstream G800 ist die direkte Konkurrenz.

Bombardier Global 8000 oder Gulfstream G800: Wer führt im Ultralangstrecken-Duell?

Bombardier Global 8000 am Flughafen Salzburg: Kurzer Besuch.

Bombardier Global 8000 ist noch schneller als gedacht - und stellt noch einen weiteren Rekord auf

Ryanair Malta Air Boeing 737-800 Landung

Können Sie diese Falschaussagen über die Luftfahrt aufdecken?

Video

alaska airlines
Die amerikanische Fluggesellschaft ist Boeing-Kundin durch und durch. Das zeigte sie bisher auch auf jedem ihrer Flugzeuge - mit der Aufschrift Proudly All Boeing. Nun hat Alaska Airlines ihren Slogan angepasst.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
alaska airlines 1282 ntsb boeing 737 max 9
Obwohl im Flug ein Loch im Rumpf einer Boeing 737 Max 9 von Alaska Airlines klaffte, landete die Crew das Flugzeug im Januar 2024 sicher. Jetzt klagt der Kapitän gegen den Flugzeughersteller.
Timo Nowack
Timo Nowack
amsterdam schiphol schneemann
Der Schnee sorgt für Chaos und Hunderte Flugausfälle am größten Flughafen der Niederlande. Trotz der harten Bedingungen hat das Bodenpersonal in Amsterdam offenbar Spaß bei der Arbeit.
Timo Nowack
Timo Nowack