Piloten von Republic Airways: Mangelware.

Chapter 11Bombardier zittert um Order von Republic Airways

Die amerikanische Airline flüchtet sich unter Gläubigerschutz - trotz Profitabilität. Republic Airways möchte auf diese Weise kleine Flieger und eine große Order von Bombardier C-Series loswerden.

Top-Jobs

Lübeck

Safety Manager (m/w/d) am Flughafen Lübeck

Lübeck
Feste Anstellung
Flughafen Lübeck
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Condor Logo Stelle

Duty Manager Ground Handling Center im Schichtdienst (m/w/d)

Feste Anstellung
Condor Flugdienst GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Aero-Dienst

Fluggerätmechaniker (w/m/d) als Prüfer / Certifying Staff (m/w/d) EASA Part 66 CAT B1 und/oder B2 für Pilatus

Feste Anstellung
Luftfahrt
Aero-Dienst GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Aero-Dienst

Fluggerätmechaniker (w/m/d) als Prüfer / Certifying Staff (w/m/d) EASA Part 66 CAT B1 und/oder B2 für Challenger 650

Feste Anstellung
Luftfahrt
Aero-Dienst GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Es ist nicht so, als würde Republic Airways gleich das Geld ausgehen. Die letzten acht Quartale konnte die amerikanische Fluggesellschaft stets einen Gewinn ausweisen. Und dennoch flüchtete sie sich nun unter Gläubigerschutz, in den USA nach dem entsprechenden Gesetzesartikel Chapter 11 genannt. Nun hat das Management Zeit, das Unternehmen neu aufzustellen - ohne dass Gläubiger Geld fordern können.

«Wir wollten diesen Schritt verhindern», sagt Republic-Airways-Chef Bryan Bedford. Doch es sei klar geworden, dass man so nicht mehr weiterkomme. Die Fluggesellschaft versucht seit längerem, ihre 50-plätzigen Embraer E-145 loszuwerden. Doch die Verhandlungen mit den Leasinggebern erwiesen sich als schwierig.

Zu viele kleine Flugzeuge

Republic Airways und ihre Tochter Shuttle America fliegen nicht unter eigenem Namen, sondern im Auftrag aller großen amerikanischen Fluggesellschaften. Für sie bedient die Fluglinie regionale Strecken. American Airlines, Delta Air Lines und United Airlines setzen dort aber zunehmend auf größere Flugzeuge. Die 50-Plätzer sind daher zur Hypothek geworden. Die Flieger stehen am Boden und verschlingen rund 10 Millionen Dollar pro Monat.

Hinzu kommt, dass Republic nicht mehr genug Piloten findet, um alle Flüge durchführen zu können. Daher musste das Unternehmen immer wieder Flüge anullieren und das bedeutet Ärger mit den Kunden. Der Mangel ergibt sich auch daraus, dass die USA die Anforderungen an Piloten hochsetzten. Statt 250 Stunden müssen Kopiloten neu 1500 Stunden Erfahrung mitbringen.

Nicht mehr gebrauchte Order

Kleine Flieger und Pilotenmangel sind aber nur zwei der Probleme, die Republic plagen. Ein großes ist die Bestellung von 40 Bombardier C-Series CS300. Sie wurde 2010 platziert, als Republic Airways noch Frontier Airlines besaß. 2013 hat sie die Tochter verkauft. Für den kanadischen Flieger hat Republic daher keinen Bedarf mehr.

Bislang konnte sich Bombardier auf die Position stellen, gekauft sei gekauft. Unter Chapter 11 wird das viel schwieriger. Eine Abbestellung der C-Series wird sehr wahrscheinlich. Für die Kanadier wäre das ein Rückschlag, nachdem sie bereits bei United zwei Mal bei einer Ausschreibung unterlagen. Der einzige Erfolg in letzter Zeit war der Kauf von 45 C-Series durch Air Canada.

Mehr zum Thema

ticker-bombardier-neu

Kanada bestellt sechs Bombardier Global 6500

Bombardier Global 8000: Die Gulfstream G800 ist die direkte Konkurrenz.

Bombardier Global 8000 oder Gulfstream G800: Wer führt im Ultralangstrecken-Duell?

Bombardier Global 8000 am Flughafen Salzburg: Kurzer Besuch.

Bombardier Global 8000 ist noch schneller als gedacht - und stellt noch einen weiteren Rekord auf

Ryanair Malta Air Boeing 737-800 Landung

Können Sie diese Falschaussagen über die Luftfahrt aufdecken?

Video

houston beinahe zusammenstoss
Mitte Dezember kam es über Houston beinahe zu einem Zusammenstoß zwischen einem Airbus A320 Neo und einer Embraer ERJ 145. Zuvor gab es ein Missverständnis zu einer Anweisung der Flugsicherung.
Timo Nowack
Timo Nowack
pia crew streit
Am Flughafen Jeddah sind zwei Crewmitglieder von Pakistan International Airlines aneinandergeraten. Die Fluglinie untersucht den Vorfall nun.
Timo Nowack
Timo Nowack
hund veraengstigt
Für viele Tiere ist das Feuerwerk in der Silvesternacht der reinste Horror. Hundehalterinnen und -halter suchen daher mit ihren Tieren Zuflucht an Flughäfen. Und das nicht nur in Deutschland.
Timo Nowack
Timo Nowack