Eine Gulfstream G800: Gulfstream hat im Jahr 2025 einen Umsatz von 10 Milliarden Dollar geschafft.

Verkäufe 2025Businessjets boomen, Turboprops leiden unter Strafzöllen der USA

Die Hersteller lieferten 2025 weltweit 3320 Flugzeuge aus – ein leichtes Plus von 2,2 Prozent. Während Businessjets dank Gulfstream und Bombardier deutlich zulegten und den Großteil der 31 Milliarden Dollar Umsatz generierten, gingen die Turboprop-Auslieferungen zurück.

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Während Airbus und Boeing ihre Auslieferungszahlen traditionell kurz nach dem Jahreswechsel veröffentlichen, müssen sich Interessierte der Business- und General Aviation meist etwas länger gedulden. Doch nun ist das Warten vorbei: Die General Aviation Manufacturers Association Gama hat die Jahresverkaufszahlen für 2025 veröffentlicht.

In den drei Marktsegmenten Kolbenflugzeuge, Turboprop- und Jets wurden im vergangenen Jahr insgesamt 3320 Flugzeuge ausgeliefert – das sind rund 70 Exemplare (2,2 Prozent) mehr als 2024. Der Gesamtumsatz aller Bereiche belief sich auf 31 Milliarden Dollar, wobei 27,2 Milliarden Dollar auf die Auslieferung von Businessjets entfielen.

Gulfstream und Bombardier treiben Wachstum voran

2025 wurden 854 Businessjets ausgeliefert und damit 90 Exemplare mehr als im Jahr zuvor. Ein Grund ist, dass Gulfstream endlich mit der Auslieferung seines neuen Flaggschiffs, der G800, beginnen konnte. Bis Jahresende hat der Hersteller aus den USA 18 Jets an Kunden übergeben. Auch Bombardier verzeichnete einen Anstieg: 13 zusätzliche Einheiten bei seinen Ultra-Langstreckenflugzeugen der Global-Reihe wurden ausgeliefert.

Cirrus SR22T im Flug: Das Flugzeug wurde auch 2025 wider am meisten ausgeliefert.

Während die Geschäftsreiseflugzeuge den Umsatz bringen, sorgen die Kolbenflugzeuge für die Masse: 1782 Flieger wurden 2025 ausgeliefert. Was Airbus und Boeing für die Großluftfahrt sind, sind Cirrus Aircraft und Textron Aviation für die Allgemeine Luftfahrt: Cirrus lieferte 797 Exemplare, Textron Aviation kam auf 639 Stück. Das meist ausgelieferte Kolbenflugzeug war die SR22T mit 384 Flugzeuge, gefolgt von der Cessna 172 Skyhawk SP mit 191 ausgelieferten Einheiten.

Trump bremst Turboprops aus

Zurückgegangen sind die Zahlen bei Turboprop-Flugzeugen: Deren Auslieferungen sanken 2025 um 30 Stück auf 594 Maschinen. Besonders betroffen war der europäische Hersteller Pilatus, dessen US-Lieferungen wegen Handelszöllen vorübergehend gestoppt wurden. Auch der französische Hersteller Daher verzeichnete einen Rückgang: Statt 82 Turboprops im Jahr 2024 waren es 2025 nur noch 76. Textron Aviation hingegen steigerte seine Turboprops-Auslieferungen um 19 Einheiten.

Nordamerika war auch 2025 der dominierende Markt für Flugzeugauslieferungen und vereinte 72,6 Prozent der Kolbenflugzeuge, 57,6 Prozent der Turboprops sowie 64,9 Prozent der Businessjets auf sich. Lateinamerika positionierte sich als zweitwichtigste Region für Kolbenflugzeuge (9 Prozent) und Turboprops (17,3 Prozent), während Europa bei den Businessjets mit 12,9 Prozent den zweiten Prozentlatz belegte.

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