Der Airbus A330 mit der Kennung 00-SFF: Er steckte zwei Tage in Kinshasa fest.

Gestrandet in KinshasaReisende wollen Airbus A330 von Brussels Airlines stürmen

Erst im dritten Anlauf und zwei Tage verzögert konnte ein Airbus A330 der Lufthansa-Tochter von Kinshasa nach Brüssel starten. Die Nerven der Reisenden lagen zwischenzeitlich derart blank, dass ein Teil von ihnen den Jet von Brussels Airlines stürmen wollte.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Head of Mechanical Final Assembly PC-12 (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Brussels Airlines ist die Afrika-Spezialistin der Lufthansa-Gruppe. Keine andere Tochter des Konzerns hat mehr Ziele auf dem nach Fläche und Bevölkerungszahl zweitgrößten Kontinent der Welt im Programm. Und die Zeichen stehen auf Wachstum. Erst kürzlich hat die Fluglinie mitgeteilt, im kommenden Sommer einen zehnten Airbus A330 einzuflotten und auch wieder Flüge nach Nairobi aufzunehmen.

Während die Zukunft rosig aussieht, kam es am Wochenende zu turbulenten Szenen am Flughafen von Kinshasa. Flug SN358 sollte am Freitag (15. September) um 20:50 Uhr Ortszeit von der Hauptstadt der Demokratischen Republik Kongo nach Belgien starten. An Bord des A330-300 von Brussels Airlines mit der Kennung OO-SFF befanden sich 230 Reisende.

Reisende wollten Maschine stürmen

Doch aufgrund eines technischen Problems eines Triebwerks musste der Start der knapp 13 Jahre alten Maschine abgebrochen werden, berichtet das Portal Aviation 24.  Der Flug wurde annulliert. Neuer Abflugtermin: Samstag gegen 23:00 Uhr Ortszeit. Doch auch beim zweiten Versuch spielte die Technik nicht mit. Der Flug musste erneut abgesagt werden.

Zu viel für einige der gestrandeten Reisenden: Etwa 70 Passagiere stürmten auf das Vorfeld und versuchten, sich Zugang zum Airbus A330 zu verschaffen. Sicherheitskräfte mussten einschreiten, um die Besatzung vor Übergriffen zu schützen und die wütende Menge von ihrem Plan abzuhalten. Nach etwa 45 Minuten kehrten die Passagiere ins Flughafenterminal zurück.

Der dritte Versuch funktioniert

Bilder und Videos in den sozialen Netzwerken zeigen erschöpfte Menschen. «Wir haben 48 Stunden gewartet und sind erschöpft und ängstlich». Der Vorwurf an die Airline lautet, niemand habe Hilfe bezüglich der Verzögerung geleistet. Es habe auch keine Versorgung mit Essen oder Getränken gegeben. «Sie behandeln uns wie Hunde», so ein Passagier.

Brussels Airlines bestreitet die Vorwürfe und entschuldigt sich für die Unannehmlichkeiten. «Die Passagiere sind durchgehend betreut worden», sagte eine Sprecherin. Passagiere, die nicht in der Demokratischen Republik Kongo leben, hätten ein Hotelzimmer zur Verfügung gestellt bekommen. Und auch deren Verpflegungskosten seien übernommen worden.

A330 bleibt in Brüssel am Boden

Im dritten Anlauf ist der A330 von Brussels Airlines Sonntagnacht nach Brüssel gestartet und nach siebeneinhalb Stunden Flugzeit in Belgien sicher gelandet. Allerdings zeigen Daten des Flugverfolgungsdiensts Flightradar 24, dass alle Flüge der OO-SFF für die kommenden Tage annulliert wurden.

Mehr zum Thema

Airbus A330 von Brussels Airlines: Ein zehntes Exemplar kommt hinzu.

Brussels Airlines baut Langstreckenflotte weiter aus

Airbus A319 von Brussels Airlines: Die Fluglinie baut mit zusätzlichen A320 Neo aus.

Brussels Airlines bekommt zwei weitere Airbus A320 Neo

Brussels Airlines schreibt im ersten Halbjahr noch Verlust

Brussels Airlines schreibt im ersten Halbjahr noch Verlust

ticker-iata

Luftfahrtverbände fordern einheitliche Passagierdatensysteme in Afrika

Video

Gulfstream G400 von Baires Fly: Das Flugzeug mit der Kennung LV-JQW brachte Flavio Bolsonaro in die USA.
Eine rund 22 Jahre alte Gulfstream G400 von Baires Fly brachte Flávio Bolsonaro und seine Familie über Ecuador nach Miami. Die argentinische Charterfirma flog einst auch Javier Milei - und auch ihr Eigentümer hat Ärger mit der Justiz.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
lufthansa fra gate of the future 07
Lufthansa und der Flughafen Frankfurt testen im Terminal 1, wie ein Gate effizienter funktionieren kann und zugleich komfortabler für die Gäste wird. Dabei geht es sowohl um Lounge-Elemente, als auch darum, Bewegungen zu analysieren und einem Software-Wirrwarr Herr zu werden.
Timo Nowack
Timo Nowack
airbus a340 600 lufthansa abschied duesseldorf
Der erste von vier Airbus A340-600 von Lufthansa hat Düsseldorf wieder verlassen. Der lange Vierstrahler winkte zum Abschied.
Timo Nowack
Timo Nowack