Zwischen Bergen, Wadis und Wüste zeigt Oman ganz unterschiedliche Seiten.

Reiseziel für den HerbsturlaubOman: Wüste, Wadis und Weihrauch

Wenn in Mitteleuropa die Tage kürzer werden, beginnt im Oman die beste Reisezeit. Zwischen Hadschar-Gebirge, Wadis, Wüste und Arabischem Meer wartet ein Land, das sich erstaunlich gut auf eigene Faust entdecken lässt – und aus dem deutschsprachigen Raum nur rund sieben Flugstunden entfernt liegt.

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Wolkenkratzer sind nicht das Wahrzeichen des Oman. Selbst in der Hauptstadt Muscat prägen niedrige Gebäude, Moscheen und Berge das Bild. Hinter der Küste erhebt sich das Hadschar-Gebirge, wenige Autostunden weiter beginnen Wadis und Wüste.

Die beste Zeit, das Sultanat zu entdecken, beginnt im Herbst. Von Oktober bis April sind die Temperaturen deutlich angenehmer als in den heißen Sommermonaten, in denen das Thermometer regelmäßig über 40 Grad steigt.

Zwischen Moschee, Souk und Meer

Muscat ist ein guter Ausgangspunkt. Die Große Sultan-Qabus-Moschee gehört zu den Wahrzeichen der Hauptstadt, im Souk von Mutrah geht es durch enge Gassen vorbei an Stoffen, Gewürzen und Weihrauch.

Blick auf Muskat

Gleich daneben verläuft die Corniche am Meer. Wer etwas mehr Zeit hat, findet entlang der Küste Strände und Resorts westlich und östlich der Hauptstadt.

Von der alten Hauptstadt hinauf in die Berge

Doch wer nur in Muscat bleibt, sieht nur einen kleinen Teil des Landes. Rund zwei Autostunden von der Hauptstadt entfernt liegt Nizwa. Die ehemalige Hauptstadt des Oman ist für ihre mächtige Festung und ihren traditionellen Souk bekannt. Besonders lebhaft wird es am Freitagmorgen, wenn auf dem Viehmarkt gehandelt wird.

Historisches Fort in Nizwa

Von Nizwa geht es hinauf ins Hadschar-Gebirge. Auf dem Jebel Akhdar liegen in rund 2000 Metern Höhe Dörfer und Terrassenfelder an den Berghängen. Im Frühjahr blühen hier Rosen, aus denen das traditionelle omanische Rosenwasser gewonnen wird.

Eine Nacht zwischen den Dünen

Ein völlig anderes Landschaftsbild wartet weiter südöstlich. In den Wahiba Sands ziehen sich Sanddünen bis zum Horizont. Camps ermöglichen es, mitten in der Wüste zu übernachten und den Sonnenuntergang fernab der Städte zu erleben.

Und dann sind da die Wadis. Wadi Shab und Wadi Bani Khalid gehören zu den bekanntesten – Schluchten und natürliche Wasserbecken, die sich auf einer Rundreise gut mit Bergen, Wüste und Küste verbinden lassen.

Warum sich Oman gut für einen Roadtrip eignet

Gerade diese kurzen Distanzen machen Oman interessant für individuelle Rundreisen. Innerhalb weniger Tage wechselt die Landschaft von der Küste ins Hochgebirge und von dort in die Wüste.

Viele Höhenmeter ins Gebirge vom Oman

Viele Straßen sind gut ausgebaut, weshalb sich zahlreiche Ziele mit einem Mietwagen verbinden lassen. Für manche Berg- und Wüstenregionen ist allerdings ein Geländewagen erforderlich oder sinnvoll.

Im Süden wird Oman plötzlich grün

Mehr als 800 Kilometer südwestlich von Muscat wartet noch einmal ein ganz anderes Oman. Rund um Salalah wachsen Kokospalmen und Weihrauchbäume, lange Sandstrände ziehen sich entlang der Küste.

Besonders ungewöhnlich ist die Region während des Khareef. Der sommerliche Monsun bringt zwischen Juni und September Nebel und Regen in die sonst trockene Landschaft. Berge und Täler rund um Salalah werden grün – ausgerechnet zu einer Jahreszeit, in der im Norden des Landes große Hitze herrscht.

Woher der Weihrauch im Titel kommt

Die Region Dhofar gilt seit Jahrhunderten als eines der Zentren des Weihrauchhandels. Das aromatische Harz des Weihrauchbaumes wurde von hier über historische Handelsrouten bis in den Mittelmeerraum transportiert.

Endlose Wüste

Bis heute gehört Weihrauch zu Salalah. Wer durch die Souks der Stadt geht, findet ihn in unterschiedlichsten Qualitäten und Formen – und begegnet damit einem Teil der Geschichte, die den Süden Omans über Jahrhunderte geprägt hat.

Neue Namen in der Hotellerie

Auch touristisch entwickelt sich Oman weiter. Ein aktuelles Beispiel findet sich direkt vor den Toren Muscats: Seit Anfang 2026 führt Hilton drei Häuser des großen Barr-Al-Jissah-Komplexes und hat damit seine Präsenz im Sultanat deutlich ausgebaut.

Auch im Luxussegment stehen Veränderungen an. Al Husn soll nach einer umfassenden Renovierung 2027 als Waldorf Astoria Muscat Al Husn wiedereröffnen und damit das Debüt der Marke im Oman markieren.

Oman will mehr Reisende anziehen

Die Entwicklung passt zu den langfristigen Plänen des Sultanats. Im Rahmen der Oman Vision 2040 soll der Tourismus eine größere Rolle bei der wirtschaftlichen Diversifizierung des Landes spielen.

Dabei bietet Oman einiges, was sich touristisch vermarkten lässt: Natur und Outdoor-Erlebnisse, Strände, Kultur, historische Orte und eine Hotellerie, die weiter wächst.

In rund sieben Stunden nach Muscat

Aus dem deutschsprachigen Raum ist Oman vergleichsweise schnell erreichbar. Oman Air verbindet Muscat nonstop mit Zürich, München und Frankfurt. Die Flugzeit beträgt je nach Verbindung ungefähr sieben Stunden.

Für deutsche und Schweizer Staatsangehörige ist für touristische Aufenthalte von bis zu 14 Tagen grundsätzlich kein Visum erforderlich. Der Reisepass muss bei Einreise noch mindestens sechs Monate gültig sein. Zu den weiteren Voraussetzungen gehören unter anderem eine bestätigte Hotelreservierung, ein Rück- oder Weiterflugticket, eine Krankenversicherung und ausreichende finanzielle Mittel.

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