Flieger von Air Zimbabwe: Die nationale Airline strauchelt wegen veralteter Flugzeuge und Kerosinknappheit.

KriseVerzweifelt Partner für Air Zimbabwe gesucht

Die Regierung in Harare will die Hälfte der krisengeschüttelten staatlichen Fluggesellschaft an einen Partner verkaufen. Sie hat zwölf Kandidaten für Air Zimbabwe ausgemacht.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Trainer Aircraft Chief Engineer

Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Simbabwe ist verzweifelt. Die Nationalairline kommt einfach nicht aus der Krise. Daher will die Regierung sie nun verkaufen. Sie hat zwölf potenzielle strategische Partner für die ins Straucheln geratene Air Zimbabwe ausgemacht. «Wer immer kommt, wird Anteilseigner zu 50 Prozent», sagte der Transport- und Infrastrukturminister Forum Gumbo laut der zimbabwischen Zeitung Newsday. Bald würden Gespräche aufgenommen. Das Kabinett hat die Regel, dass 51 Prozent der Fluglinie in Staatshand bleiben müssen, aufgegeben.

Zudem arbeitet Simbabwe an einer Verbesserung der Flughäfen, die oftmals in schlechtem Zustand sind. Teil davon ist auch eine Erweiterung, so dass größere Maschinen landen können. Für Victoria Falls, wo jährlich 1,5 Millionen Passagiere hinreisen, ist eine längere Piste geplant, die auch Flieger wie Airbus A330 und A340, Boeing 777 und Boeing 747 aufnehmen kann.

Kerosin fehlte

Air Zimbabwe ächzt unter heftigen Problemen. Extrem veraltete Maschinen schlucken viel Kerosin und machen den Betrieb unwirtschaftlich. Zugleich traten Wettbewerber in den Markt. «Wir haben jetzt Konkurrenz auf der Strecke zu Victoria Falls, obwohl es nicht mehr Passagiere gibt. Da müssen sich alle Spieler etwas einfallen lassen», so Manager Christopher Kwenda gemäß Newsday. «Wir werden als Fluggesellschaft weiterarbeiten und unser verfügbares Gerät und unser Personal nutzen.»

Die Airline hat auch seit Jahren mit Korruptionsvorwürfen zu kämpfen und verlor durch einen Versicherungsbetrug mehr als 11 Millionen Dollar. Im vergangenen Jahr gab es zudem mehrere bedenklich stimmende Schlagzeilen über die Air Zimbabwe: Im August 2015 startete eine  Maschine vom Joshua Mqabuko Nkomo Flughafen in Bulawayo nach Harare um acht Stunden verspätet, weil der Airline das Kerosin ausgegangen war. Die Passagiere mussten warten, während eine Boeing 737 ins benachbarte Sambia flog, um Kerosin einzukaufen.

Mehr zum Thema

So nah kommt man Giraffen sonst nie wie im  Royal Livingstone

Sambia: Giraffen füttern, raften und baden am Abgrund

Eine Dash 8 von Air Kenya und die bisherigen Stopps der Auslieferungsroute: Kleiner Flieger, langer Weg.

So fliegt eine Dash 8-200 von Kanada nach Kenia

Flieger von Air Senegal: Airline in der Krise.

Regierung stellt Notfallplan zur Rettung von Air Sénégal vor

Airbus C295  (hier bei der Auslieferung): Fliegt für Senegals Luftwaffe.

Armee übernimmt Inlandsstrecken im Senegal

Video

Snowbirds im Formationsflug: Die Flugstaffel fliegt ab 2030 mit Pilatus PC-21.
Über 50 Jahre setzten die Snowbirds auf heimische Strahlflugzeuge von Canadair. Nach der aktuellen Saison ist damit Schluss. Künftig werden die Pilotinnen und Piloten der kanadischen Kunstflugstaffel mit Flugzeugen von Pilatus begeistern.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Sukhoi Su-57: Erstflug absolviert.
Die neue Variante des russischen Kampfjets soll nicht nur Pilotinnen und Piloten ausbilden, sondern künftig auch Kampfdrohnen koordinieren. Moskau positioniert die Sukhoi Su-57D damit noch stärker als Antwort auf amerikanische Tarnkappenflugzeuge wie die Lockheed Martin F-35.
gerard al fil
Gérard Al-Fil
md 11 ups unglueck ntsb
Der tödliche Absturz einer McDonnell Douglas MD-11 von UPS im Jahr 2025 wurde durch ein beschädigtes Teil in der Triebwerksaufhängung ausgelöst. Nun ist klar: Boeing beschäftigte sich schon länger mit solchen Schäden, als bisher bekannt war. Und es gab weitere Fälle. Behörden und Airline wollen die Schwere des Problems nicht erkannt haben.
Timo Nowack
Timo Nowack