Wrack der abgestürzten Junkers Ju-52: Es gab strukturelle Schäden.

Nach Ju-52-AbsturzSchweizer Regierung lässt Flugaufsicht untersuchen

Vor zwei Jahren stürzte in der Schweiz eine Junkers Ju-52 von Ju-Air ab. Offenbar machten die Unfallermittler auch Mängel bei der Aufsichtsbehörde aus.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
HahnAir

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs

20 Menschen kamen ums Leben, als eine Junkers Ju-52 am 4. August 2018 in den Schweizer Alpen abstürzte. Rund zwei Jahre später hat die schweizerische Flugunfalluntersuchungsbehörde Sust ihren letzten Bericht zum Absturz des Flugzeuges mit dem Kennzeichen HB-HOT abgeschlossen. Offiziell vorgelegt wird der Abschlussbericht erst im Oktober.

Davor haben «die von der Untersuchung betroffenen und an ihr beteiligten Personen» Zeit, Rückmeldungen zu geben. Unter anderem hat auch das Schweizer Ministerium für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation Uvek den Bericht erhalten. Und prompt reagiert.

Ju-52 war oft zu langsam und tief unterwegs

Die Regierung hat das Nationale Luft- und Raumfahrtinstitut der Niederlande damit beauftragt, die Schweizer Flugaufsicht auf «systemische Aspekte der Aufsicht» hin zu untersuchen. Denn das Bundesamt für Zivilluftfahrt Bazl kommt in dem Bericht zum Ju-52-Absturz nicht gut weg, schreibt die Sonntagszeitung

Konkret geht es offenbar darum, dass das Bazl der Betreiberin der Junkers Ju-52, der Ju-Air, zu viel habe durchgehen lassen. Untersuchungen der Flugschreiberdaten in den Vormonaten des Absturzes haben ergeben, dass das historische Flugzeug regelmäßig zu tief und zu langsam unterwegs war. Zudem wurden strukturelle Schäden am Flieger entdeckt, die eigentlich hätten erkannt werden müssen.

Bei Ju-Air nicht gut genug hingesehen

Daher besteht offenbar der Verdacht, dass das Bazl als Aufsichtsbehörde nicht genau genug hinsah, wenn es um die Kontrolle von Ju-Air ging. Die Untersuchung gehe über die Aufsicht historischer Luftfahrzeuge hinaus, heißt es in der Sonntagszeitung. Bis Frühling 2021 soll die Untersuchung abgeschlossen sein.

Mehr zum Thema

Wrack der Maschine: Es gab keine Überlebenden.

Rätselhafter Absturz einer Legende

Ju-52 mit der Registrierung HB-HOT: Stürzte in den Alpen ab.

Alle 20 Insassen sterben beim Ju-52-Absturz

Ein bewegliches Denkmal im Einsatz: In der Ju 52 von 1936 kann man mittlerweile Rundflüge machen.

Das fliegende Denkmal

Emirates und Dubai: Zwei Schwergewichte der Luftfahrt, die zuletzt Passagiereinbrüche verzeichneten.

Wer zählt am meisten Passagiere?

Video

Feuerwerk und Flugzeug: Keine gute Kombination.
Feuerwerk und Flugzeuge sind keine gute Kombination. Das zeigte sich am Flughafen Mundo Maya in Guatemala, als ein Airbus A320 von Avianca zur Landung ansetzte.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Der neue Honda Jet: Die Maschine heißt ab sofort Echelon.
Der japanische Businessjet-Hersteller vermeldet Fortschritte beim Bau der ersten Echelon-Maschine, muss aber gleichzeitig eine deutliche Verzögerung einräumen. Erstflug und Zulassung verschieben sich um bis zu drei Jahre.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Airbus A320 Neo wird bei Tarmac Aerosave zerlegt: Das Unternehmen erweitert seine Zerlegungskapazitäten.
Eigentlich könnten sie noch Jahrzehnte fliegen. Trotzdem werden derzeit auffällig viele junge Airbus A220, A320 Neo und Boeing 737 Max zerlegt. Warum?
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies