Letzte Aktualisierung: um 13:46 Uhr
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Millionenraub in Tirana

Räuber überfallen A320 von Austrian Airlines

Ein Airbus A320 von Austrian Airlines wurde am Flughafen der albanischen Hauptstadt Tirana überfallen. Die Täter erbeuteten mehrere Millionen an Bargeld.

aeroTELEGRAPH/Timo Nowack

Flieger von Austrian Airlines: Eine Maschine der Airline wurde überfallen.

Flug OS848 hatte am Dienstag (9. April) reichlich Verspätung. Der Airbus A320 von Austrian Airlines hob erst drei Stunden nach der geplanten Abflugzeit am Aeroporti Nënë Tereza von Tirana Richtung Wien ab. Schuld waren aber weder eine technische Panne noch zu spät zugestiegen Passagiere. Das Flugzeug war vor dem Start überfallen worden.

Als die Maschine von Austrian Airlines beladen wurde, rannten plötzlich drei maskierte Männer auf sie zu. Sie befahlen den Arbeitern auf dem Vorfeld, sich auf den Boden zu legen. Dann holten sie Säcke mit Bargeld aus dem Laderaum des A320,  wie die Zeitung Tirana Times berichtet. Zuvor hatte eine Sicherheitsfirma das Geld zum Flieger gebracht.

Zwischen 2 und 10 Millionen Euro

Die Beute wurde nicht genau beziffert. Sie beträgt laut verschiedenen Medienberichten zwischen 2 und 10 Millionen Euro. Das Bargeld gehörte Filialen ausländischer Banken in Albanien, die es zur Aufbewahrung nach Wien schickten. Die albanische Nationalbank nimmt von ihnen keine Einlagen an.

Zugang aufs Vorfeld haben sich die Räuber laut der italienischen Zeitung Corriere della Sera verschafft, indem sie sich als Mitarbeiter des Zolls ausgegeben haben. Einer der Räuber befindet sich offenbar weiterhin auf der Flucht. Ein anderer wurde bei einer Verfolgungsjagd mit der Polizei erschossen. Bei ihm wurden eine automatische Schusswaffe mit Munition und eine Granate gefunden.

Austrian Airlines ergreift Sofortmaßnahmen

Der Flieger mit der Kennung OE-LBY wurde nicht beschädigt, auch wenn laut einigen Medienberichten Schüsse gefallen sein sollen. Die Maschine landete mit rund zweieinhalb Stunden Verspätung um 19:21 Uhr in Wien. Wie Austrian Airlines gegenüber dem österreichischen Fernehen sagte, habe man als Sofortmaßnahme beschlossen, auf der betroffenen Strecke erst einmal keine Wertfracht mehr zu transportieren.



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