Jet von Qatar Airways: Wertvolles neues Mitglied.

Also doch: Qatar tritt Oneworld bei

Nach Monaten der Spekulationen und widersprüchlichen Aussagen ist es nun offiziell. Der Anbieter vom Golf tritt der Allianz um British Airways bei.

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Es ist wohl der Coup des Jahres wenn nicht der letzten Jahre für Oneworld. Als erste Allianz überhaupt nimmt sie ein Mitglied aus dem Nahen Osten auf - eine der großen Airlines. Wie heute bekannt wurde, tritt Qatar Airways dem Bündnis um British Airways bei und macht durch das neue Drehkreuz Doha eine Reihe Destinationen in Indien, Südostasien und dem Nahen Osten für die Mitglieder der Allianz erreichbar.

Für die konkurrierenden Bündnisse erhöht sich nun der Druck. Doch einen vergleichbar großen Partner in der Boomregion zu finden, dürfte schwierig werden. Von den verbleibenden zwei großen Anbietern der Golfregion scheint keiner erpicht auf eine Mitgliedschaft in einem Bündnis. Bei Emirates heißt es immer wieder, man wolle das eigene Unternehmen nicht schwächen. Man sei aber überzeugt, dass ein Beitritt zu einer Allianz genau das tue. Etihad aus Abu Dhabi verfolgt ihre ganz eigene Strategie über Minderheitsbeteiligungen und Codeshare-Abkommen auf aller Welt. Erst heute gab die Airline die strategische Partnerschaft mit Air France-KLM bekannt, die ihr noch mehr Ziele in Europa öffnet und sie so zu einem ernstzunehmenden Konkurrenten für Lufthansa und Co. macht.

Hin und Her im Vorfeld

Auch wenn schon lange darüber spekuliert wurde, dass Qatar das neuste Mitglied wird - die Airline selbst machte es in den vergangenen Tagen ziemlich spannend. Zuvor war bekannt geworden, dass Oneworld heute (8. Oktober) eine signifikante Veränderung bei den Mitgliedern bekannt geben will. Warum Vorstandschef Akbar Al Baker Beitrittsgerüchte dann vehement dementierte, bleibt wohl sein Geheimnis. Das sei nicht mehr als pure Spekulation, erklärte der Geschäftsführer der Airline. Er ziehe sämtliche Allianzen in Betracht.

Als Partner ist Qatar für die Allianz sehr wichtig. Momentan fliegt die Fluglinie mit 111 Fliegern an 118 Destinationen. Die Zahl der ausstehenden Bestellungen für neue Flugzeuge ist enorm. Qatar-Orders für 250 Jets im Wert von 50 Milliarden Dollar stehen noch in den Büchern der Hersteller. Allein in den nächsten sechs Monaten will die Airline sechs neue Destinationen ins Streckennetz aufnehmen.

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