Airport St. Petersburg: Die Regierung übernimmt die Führung.

RusslandPutin entmachtet Fraport am Flughafen St. Petersburg

25 Prozent hält der deutsche Flughafenbetreiber an der Betreibergesellschaft des Flughafens St. Petersburg. Nun schafft die russische Regierung per Dekret neue Verhältnisse. Fraport kann zwar ihren Anteil behalten - aber verliert den Einfluss.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Crossmedia Marketing Content Redakteur (a)

Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
Flightkeys

Subject Matter Expert (f/m/o)

Vienna
Feste Anstellung
Luftfahrttechnologie
Flightkeys GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Pilatus Logo

Allroundmitarbeiter Luftfahrzeug (a) Flugzeugmontage/-unterhalt

Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
sunny cars

Customer Service Expert (m/w/d)

München / Remote
Feste Anstellung
Autovermietung
Sunny Cars
Deutschland
30 - 40 Stunden
Top jobs

Sie ist nicht nur Betreiberin des Flughafens Frankfurt. Fraport ist weltweite an insgesamt 28 Flughäfen aktiv. Eine ihrer Beteiligungen bereitet ihr allerdings Kopfzerbrechen: die am Flughafen Pulkovo in St. Petersburg.

Seit März 2022, kurz nach Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine, lässt Fraport ihre 25-prozentige Pulkovo-Beteiligung ruhen. Im Juli 2023 sagte Fraport-Chef Stefan Schulte vor dem Haushaltsausschuss des hessischen Landtags, man verfolge «das Ziel eines vertragskonformen Ausstiegs» und prüfe fortlaufend mögliche Optionen.

Von Zypern nach Russland

Die Verträge einseitig zu kündigen und vertragsbrüchig zu werden, sei keine Option, so der Fraport-Chef. Denn: «Das würde bedeuten, wir überlassen unsere Vermögenswerte dem Aggressor Russland», sagte Schulte. Zudem könnten dann Schadenersatzforderungen anderer internationaler Teilhaber drohen.

Nun wird Russland aktiv. Präsident Vladimir Putin hat ein Dekret unterzeichnet, um die Betreibergesellschaft namens Northern Capital Gateway in russische Hand zu überführen, die bisher dem Unternehmen Thalita Trading auf Zypern gehört. Dazu wird der Kreml laut der russischen Nachrichtenagentur Tass eine neue Holding gründen.

Zunächst keine Stimmrechte

Die bisherigen ausländischen Anteilseigner sollen aber nichts verlieren, sondern entsprechende Anteile an der neuen Holding erhalten - als «Kompensation», wie es im Dekret heißt. Fraport mit 25 Prozent und der Staatsfonds von Katar mit 24,99 Prozent sind die größten. Offen ist, wie dies mit den westlichen Sanktionen vereinbar sein wird.

Laut russischen Medien sollen die ausländischen Anteilseigner zunächst keine Stimmrechte haben, praktisch also machtlos sein. Allerdings lässt das Dekret die Möglichkeit offen, ihnen später doch Stimmrechte zu verleihen. Die Chefetage der neuen Betreiber-Holding des Flughafens wird von der russischen Regierung besetzt.

Maßnahmen gegen Sanktionen

Das Vorgehen ist Teil der russischen Maßnahmen gegen die westlichen Sanktionen. Die Regierung erklärt im Dekret, man habe sich zu dem Schritt entschlossen «in Anbetracht einer Bedrohung der nationalen Interessen und der wirtschaftlichen Sicherheit Russlands, die sich aus den Verpflichtungen im Zusammenhang mit der Verwaltung der Northern Capital Gateway LLC durch bestimmte ausländische juristische Personen ergibt».

Fraport erklärte auf Anfrage von aeroTELEGRAPH, man müsse die Informationen zunächst verifizieren «und prüfen, was das für unsere Beteiligung in St. Petersburg, die wir seit dem russischen Angriffskrieg ruhend gestellt haben, in Zukunft bedeutet».

Mehr zum Thema

Fraport-Chef äußert sich zur Beteiligung am Flughafen St. Petersburg

Fraport-Chef äußert sich zur Beteiligung am Flughafen St. Petersburg

Fraport kümmert sich künftig um Shops und Gastronomie an zwei Washingtoner Flughäfen

Fraport kümmert sich künftig um Shops und Gastronomie an zwei Washingtoner Flughäfen

Fraport-Beteiligung: Lima eröffnet zweite Landebahn

Fraport-Beteiligung: Lima eröffnet zweite Landebahn

ilyushin il 114 300 kaelte

Polar Airlines will Ilyushin Il-114-300 - aber nur, wenn sie noch ein zusätzliches Detail bekommt

Video

crj900 laguardia ntsb
Das Cockpit wurde völlig zerstört, die Piloten der Bombardier CRJ900 von Air Canada überlebten den Zusammenstoß mit einem Feuerwehrtruck nicht. Die Funkaufzeichnungen dokumentieren die dramatischen Momente vor dem Unglück.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
la guardia crj 900 air canada express
Am Flughafen LaGuardia in New York ist eine Bombardier CRJ900 von Air Canada nach der Landung mit einem Feuerwehrfahrzeug zusammengestoßen. Die beiden Piloten kamen ums Leben.
Timo Nowack
Timo Nowack
König Willem-Alexander bei seinem letzten Flug mit einer Boeing 737: Er lässt sich nochmals umschulen.
Fußballfans, Familien auf dem Weg nach Lappland oder Urlauber nach Ibiza: Viele Passagiere ahnten nicht, dass ihr Kopilot der König der Niederlande war. Jetzt flog Willem-Alexander letztmals mit einer Boeing 737 von KLM - und beginnt nun die Umschulung auf Airbus.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin