Prestwick in den 60er-Jahren: Einst ein großer Airport.

Streit um PrestwickSchottlands Problemflughafen

Der einst stolze Flughafen Prestwick ist zum Billigairport degradiert worden. Nun will Schottlands Regierung ihm frisches Geld geben. Doch Opposition läuft Sturm.

Top-Jobs

sunny cars

Customer Service Expert (m/w/d)

München / Remote
Feste Anstellung
Autovermietung
Sunny Cars
Deutschland
30 - 40 Stunden
Top jobs
IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Bis in die 80er-Jahre war der Flughafen von Glasgow-Prestwick etwas ganz besonderes. Dazu verhalf ihm seine Lage, die quasi Nebelfreiheit garantierte. Prestwick war auch der einzige Airport Schottlands, der Transatlantikflüge abwickeln durfte. Somit galt der Airport quasi als Tor nach Amerika.

Doch diese stolzen Zeiten sind vorbei: In den 90ern wurde der Glasgow International Airport gebaut und Prestwick wurde zum Ziel von Billigfliegern degradiert. Nach vielen Jahren in den roten Zahlen wurde Prestwick 2013 schließlich von der schottischen Regierung übernommen - für den symbolischen Preis von einem Pfund.

Airport soll sich auf Frachtverkehr konzentrieren

Die Regierung will jetzt Geld in den defizitären Flughafen stecken: Fast zehn Millionen Pfund sollen investiert werden, erklärte Nicola Sturgeon, stellvertretende Erste Ministerin Schottlands. Mit dem Geld sollen aufgeschobene Reparaturen, Modernisierungen und auch Betriebskosten finanziert werden. Die Opposition wirft ihr vor, «die Steuerzahler im Dunkeln» zu lassen, wie genau das Geld ausgegeben werde, berichtet die BBC. Der Flughafen habe zuletzt einen Verlust von knapp einer Million Pfund pro Monat erwirtschaftet - einen wirklichen Plan habe die Regierung nicht. Und auch die Wettbewerber aus Glasgow und Edinburgh laufen Sturm: Sie fürchten die Konkurrenz durch einen von der öffentlichen Hand geförderten Flughafen Prestwick.

Sturgeon verteidigt die Investition - es sei ein Darlehen. Es gebe keine schnelle Lösung für den Airport, es könne Jahre dauern, bis er wieder aus den roten Zahlen komme. Der Flughafen brauche dringend die Investitionen, die jahrelang aufgeschoben wurden, argumentiert Sturgeon.

Nur noch Ryanair bleibt

Eine Expertengruppe habe Prestwick genau untersucht. Er sei «kein typischer Airport», da nur etwa die Hälfte des Umsatzes mit Personenverkehr gemacht werde. Daher soll sich der Flughafen auch zunehmend auf den Frachtverkehr konzentrieren, aber auch die Shopping-Möglichkeiten im Flughafen ausbauen.

Immerhin gibt es eine gute Nachricht: Ryanair wird auch im kommenden Sommer von Prestwick fliegen. Man werde 16 Ziele in Europa anfliegen, neun davon sind neu, wie etwa London Stansted, Dublin und Warschau. Das sind insgesamt 44 Flüge pro Woche. Damit würden etwa 500 Jobs gesichert, verkündete Ryanair laut Herold. Der Billigflieger ist die letzte verbliebene Passagierairline, nachdem Wizz Air Anfang 2013 zum Glasgow International Airport umgezogen ist.

Mehr zum Thema

ryanair pfaendungsmarke

Gepfändete Boeing 737: Ryanair hat nun doch gezahlt

ticker-ryanair

Das sind die neuen Strecken von Ryanair ab Deutschland im Sommer 2026

pfaendungsmarke ryanair boeing 737

«Gerichtlich gepfändet»: Boeing 737 von Ryanair erhält Besuch vom Gerichtsvollzieher

ticker-ryanair

Pöbelpassagier muss Ryanair 15.000 Euro Schadenersatz für Flugumleitung zahlen

Video

König Willem-Alexander bei seinem letzten Flug mit einer Boeing 737: Er lässt sich nochmals umschulen.
Fußballfans, Familien auf dem Weg nach Lappland oder Urlauber nach Ibiza: Viele Passagiere ahnten nicht, dass ihr Kopilot der König der Niederlande war. Jetzt flog Willem-Alexander letztmals mit einer Boeing 737 von KLM - und beginnt nun die Umschulung auf Airbus.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
amboseli airstrip under water
Ein Video aus dem Amboseli-Nationalpark in Kenia scheint einen See zu zeigen. Aber nein: Es ist die Start- und Landebahn des Park-Airports. Sie ist vollständig im Wasser verschwunden.
Timo Nowack
Timo Nowack
air canada bridgetown umkehr
Am Flughafen Bridgetown ging auf einmal gar nichts mehr. Flüge von Air Canada und Jetblue mussten auf dem Weg zum internationalen Flughafen von Barbados plötzlich umkehren. Grund war ein spontaner Streik.
Timo Nowack
Timo Nowack