Laserattacke (Bildmontage): Kein Lausbubenstreich, sondern eine Straftat.

BlendattackenPiloten fordern Beschränkung des Laserbesitzes

In London wurden die Piloten von Virgin Atlantic so sehr geblendet, dass sie mit ihrem Flieger umkehren mussten. Nun will die britische Pilotengewerkschaft strengere Vorschriften für Laser.

Top-Jobs

Goldeck Logo

Kapitän Pilatus PC-12NGX (f/m/d)

Goldeck-Flug Gesellschaft m.b.H.
Vollzeit
Top jobs
Wien / Wiener Neustadt
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Sparfell Logo

Captain/First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

SPARFELL Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Vienna
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Pilatus Logo

Mechaniker Flugzeugkomponenten (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

252 Passagiere landeten am Sonntag (14. Februar) nicht wie geplant in New York JFK, sondern wieder am Ausgangsflughafen London Heathrow. Die Besatzung des Airbus A340-600 von Virgin Atlantic hatte einen medizinischen Notfall ausgerufen. Beim Start in der britischen Haupstadt wurden die Piloten von einem Laser geblendet. Der Flugkapitän fühlte sich daraufhin so unwohl, dass er den Flug nicht fortsetzen konnte. Darum entschieden er und sein Kopilot sich für die Umkehr.

Nun fordert die britische Pilotengewerkschaft einschneidende Maßnahmen. Für Laserpointer gelten zwar in Großbritannien heute strenge technische Normen. Doch viele Menschen bestellen sich im Internet Geräte, die diese nicht einhalten. Die Laser aus China sind so stark, dass sie wirklich gefährlich für Menschen sein können. Die Arbeitnehmervertreter verlangen deshalb nun, dass Laserpointer als Angriffswaffen eingestuft werden. Das gibt der Polizei in der Bekämpfung von Laser-Tätern mehr Handhabe.

Deutsche Piloten wollen Verkaufsbeschränkung

Ähnliches fordert auch die deutsche Pilotengewerkschaft Cockpit schon länger. «Laserpointer werden immer billiger und leistungsfähiger, was die Verbreitung vorantreibt und die Möglichkeiten der Blendung von Flugzeugen steigert», so Sprecher Jörg Handwerg in einem Positionspapier. Das sei eine unnötige Gefährdung der Passagiere und der Besatzung. Er fordert deshalb die Einschränkung des privaten Laserbesitzes.

In Deutschland geht die Justiz bislang eher milde mit den Tätern um, obwohl auch hier ein hartes Vorgehen möglich wäre. Wenn sie Strafen ausspricht, sind es meist solche auf Bewährung oder tiefe Geldstrafen. Dabei sind Laserattacken kein Kavaliersdelikt. SIe können die Piloten im Cockpit massiv behindern.

Im Maximum Verbrennung der Netzhaut

Die Störung ist nicht das einzige Problem. Laser können die Piloten auch verletzen. In einem Fall in den Vereinigten Staaten kam es kürzlich zu einer Verbrennung der Netzhaut eines Piloten. In den USA droht Tätern eine Gefängnisstrafe von bis zu fünf Jahren oder/und eine Geldstrafe von bis zu 11.000 Dollar.

Mehr zum Thema

Laserattacken und Schüsse: Drohnen-Panik in New Jersey gefährdet Flugzeuge

Laserattacken und Schüsse: Drohnen-Panik in New Jersey gefährdet Flugzeuge

Laserstrahl: Grüne sind gefährlicher als rote.

Warum Laserpointer wirklich gefährlich sind

Laserstrahl: Kann Piloten und Passagiere gefährden.

Airbus testet Anti-Laser-Scheiben

Laserstrahl: Die Behörden registrieren eine starke Zunahme der Vorfälle.

Laser-Attacken: FBI schreitet ein

Video

Der Airbus A350-1000 ULR mit der Kennung F-WULR ist um 10:43 Ortszeit zum ersten Mal auf australischem Boden gelandet.
Ohne Passagiere, aber mit über tausend Sensoren an Bord, ist der erste Airbus A350-1000 ULR für Qantas Project Sunrise in Melbourne gelandet. Der Testjet legte die Strecke von Toulouse in nicht ganz 20 Stunden zurück, noch in unlackierter Green Livery.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Die VA-1X von Vertical Aerospace: Zeigte in Farnborough, was sie kann.
Elektrische Senkrechtstarter gelten als eines der Zukunftsthemen der Luftfahrt. Auf der Farnborough Airshow demonstrierte Vertical Aerospace eindrucksvoll die Fähigkeiten seines Prototyps. Bis Passagiere regelmäßig mit Evtols fliegen, dürfte allerdings noch einige Zeit vergehen.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Airbus A340-300 von Mahan Air bei der Landung im Jemen: Der Airport ist seit zehn Jahren gesperrt.
Ein Airbus A340 von Mahan Air weicht auf einen seit über zehn Jahren gesperrten Flughafen aus, nachdem Regierungstruppen die Landebahn in Sanaa beschossen haben. Die Regierung hat den gesamten Luftverkehr ausgesetzt.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies