Reisepass mit Stempel: In Belgien hat ein Pilot von Brussels Airlines versucht, mit einem Fantasiepass einzureisen.

Polizeiliche Ermittlungen Pilot von Brussels Airlines war mit Fantasiepass unterwegs

Im Sommer soll ein Pilot versucht haben, mit einem Fantasiepass nach Belgien einzureisen. Er wurde festgenommen und verlor seinen Job.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Trainer Aircraft Chief Engineer

Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Deputy Continuing Airworthiness Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Von Mai bis Juni 1980 existierte in Niedersachsen die Republik Freies Wendland, ausgerufen von der Anti-Atomkraft-Bewegung. Für 10 Deutsche Mark bekam man am Schlagbaum einen sogenannten Wendenpass, gültig «so lange sein Inhaber noch lachen kann». Heute geben rechte Bürgerbewegungen sogenannte «Reichspässe» aus, um sich gegen die Bundesrepublik Deutschland zu positionieren.

Weder der Wendenpass noch der Reichspass sind offizielle Ausweisdokumente, die die Identität und Staatsangehörigkeit des Inhabers bestätigen. Es handelt sich um Fantasiepässe, die meist von privaten Organisationen oder Interessengruppen ausgestellt werden. Solche Pässe können nicht zum Überqueren von Landesgrenzen genutzt werden.

Pilot arbeitet nicht mehr für Brussels Airlines

Auch ein Pilot von Brussels Airlines musste das auf schmerzhafte Weise erfahren. Anfang des Sommers soll er bei der Einreise am Flughafen Brüssel-Zaventem einem Grenzbeamten einen Fantasiepass vorgelegt haben. Die Staatsanwaltschaft Halle-Vilvoorde bestätigte den Vorfall gegenüber belgischen Medien, wonach der Mann anschließend festgenommen wurde.

Brussels Airlines bestätigte den Vorfall ebenfalls gegenüber aeroTELEGRAPH, erklärte jedoch, dass man sich aufgrund laufender polizeilicher Ermittlungen nicht weiter dazu äußern könne. «Ich kann jedoch bestätigen, dass der betreffende Pilot nicht mehr bei Brussels Airlines beschäftigt ist», so der Sprecher.

Motivation bleibt unklar

Warum der Pilot einen Fantasiepass vorlegte, bleibt unklar. Lokale Medien spekulieren, dass er möglicherweise gegen die zunehmend strengeren Sicherheitskontrollen protestieren wollte, indem er versuchte, sich ihnen zu entziehen. So soll es in jüngster Zeit vermehrt Beschwerden von fliegendem Personal über die verschärften Kontrollen gegeben haben.

Tatsächlich variieren die Vorschriften für fliegendes Personal weltweit erheblich. In vielen Ländern müssen Cockpit- und Kabinenpersonal keine aufwändigen Einreisekontrollen durchlaufen. In einigen Fällen erhalten sie nicht einmal Stempel im Reisepass.

Vereinigte Arabische Emirate mit strengen Regeln

Oft reicht eine Bestätigung der Airline aus, dass die betreffende Person für die Fluggesellschaft arbeitet. Es gibt jedoch auch strengere Regelungen: Wer etwa ohne Reisepass in die Vereinigten Arabischen Emirate einreisen möchte, wird auch als Crewmitglied umgehend im nächsten Flugzeug zurückgeschickt.

Mehr zum Thema

Pilot wegen Überschreiten der Alkoholgrenze verhaftet

Pilot wegen Überschreiten der Alkoholgrenze verhaftet

Pilot will mit Elektroschocker fliegen - verhaftet

Pilot will mit Elektroschocker fliegen - verhaftet

Der falsche Pilot: Jetzt außer Dienst.

Falscher Singapore-Airlines-Pilot fliegt in Delhi auf

ticker-bruessel

Flughafen Brüssel baut neuen Busbahnhof - täglich mehr Busfahrten als Flüge

Video

Der Airbus A321 Neo von Lufthansa bei der Evakuierung: Starker Geruch nach Kerosin.
Kurz nach dem Start Richtung München musste ein Airbus A321 Neo der deutschen Fluglinie umkehren. Nach der sicheren Landung in Athen wurde der Jet von Lufthansa evakuiert. Drei Menschen wurden leicht verletzt.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Evakuierung des AIrbus A321 Neo von Frontier Airlines: Viele nehmen ihr Gepäck mit.
Nach dem tödlichen Zwischenfall auf der Startbahn in Denver geriet auch die Evakuierung des Airbus A321 Neo in den Fokus. Erneut haben zahlreiche Passagiere trotz Rauchentwicklung ihr Handgepäck mitgenommen. Nun ermitteln die Behörden.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
copa airlines muttertag
Wo können Mutter und Kind den Muttertag am besten verbringen? Im Cockpit, war die Antwort der Familie Freitas bei Copa Airlines.
Timo Nowack
Timo Nowack