Reisepass mit Stempel: In Belgien hat ein Pilot von Brussels Airlines versucht, mit einem Fantasiepass einzureisen.

Polizeiliche Ermittlungen Pilot von Brussels Airlines war mit Fantasiepass unterwegs

Im Sommer soll ein Pilot versucht haben, mit einem Fantasiepass nach Belgien einzureisen. Er wurde festgenommen und verlor seinen Job.

Top-Jobs

Hahnair

Document Control Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair

Prozessmanager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Pilatus Logo

Crossmedia Marketing Content Redakteur (a)

Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
Flightkeys

Subject Matter Expert (f/m/o)

Vienna
Feste Anstellung
Luftfahrttechnologie
Flightkeys GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Von Mai bis Juni 1980 existierte in Niedersachsen die Republik Freies Wendland, ausgerufen von der Anti-Atomkraft-Bewegung. Für 10 Deutsche Mark bekam man am Schlagbaum einen sogenannten Wendenpass, gültig «so lange sein Inhaber noch lachen kann». Heute geben rechte Bürgerbewegungen sogenannte «Reichspässe» aus, um sich gegen die Bundesrepublik Deutschland zu positionieren.

Weder der Wendenpass noch der Reichspass sind offizielle Ausweisdokumente, die die Identität und Staatsangehörigkeit des Inhabers bestätigen. Es handelt sich um Fantasiepässe, die meist von privaten Organisationen oder Interessengruppen ausgestellt werden. Solche Pässe können nicht zum Überqueren von Landesgrenzen genutzt werden.

Pilot arbeitet nicht mehr für Brussels Airlines

Auch ein Pilot von Brussels Airlines musste das auf schmerzhafte Weise erfahren. Anfang des Sommers soll er bei der Einreise am Flughafen Brüssel-Zaventem einem Grenzbeamten einen Fantasiepass vorgelegt haben. Die Staatsanwaltschaft Halle-Vilvoorde bestätigte den Vorfall gegenüber belgischen Medien, wonach der Mann anschließend festgenommen wurde.

Brussels Airlines bestätigte den Vorfall ebenfalls gegenüber aeroTELEGRAPH, erklärte jedoch, dass man sich aufgrund laufender polizeilicher Ermittlungen nicht weiter dazu äußern könne. «Ich kann jedoch bestätigen, dass der betreffende Pilot nicht mehr bei Brussels Airlines beschäftigt ist», so der Sprecher.

Motivation bleibt unklar

Warum der Pilot einen Fantasiepass vorlegte, bleibt unklar. Lokale Medien spekulieren, dass er möglicherweise gegen die zunehmend strengeren Sicherheitskontrollen protestieren wollte, indem er versuchte, sich ihnen zu entziehen. So soll es in jüngster Zeit vermehrt Beschwerden von fliegendem Personal über die verschärften Kontrollen gegeben haben.

Tatsächlich variieren die Vorschriften für fliegendes Personal weltweit erheblich. In vielen Ländern müssen Cockpit- und Kabinenpersonal keine aufwändigen Einreisekontrollen durchlaufen. In einigen Fällen erhalten sie nicht einmal Stempel im Reisepass.

Vereinigte Arabische Emirate mit strengen Regeln

Oft reicht eine Bestätigung der Airline aus, dass die betreffende Person für die Fluggesellschaft arbeitet. Es gibt jedoch auch strengere Regelungen: Wer etwa ohne Reisepass in die Vereinigten Arabischen Emirate einreisen möchte, wird auch als Crewmitglied umgehend im nächsten Flugzeug zurückgeschickt.

Mehr zum Thema

Pilot wegen Überschreiten der Alkoholgrenze verhaftet

Pilot wegen Überschreiten der Alkoholgrenze verhaftet

Pilot will mit Elektroschocker fliegen - verhaftet

Pilot will mit Elektroschocker fliegen - verhaftet

Der falsche Pilot: Jetzt außer Dienst.

Falscher Singapore-Airlines-Pilot fliegt in Delhi auf

ticker-bruessel

Flughafen Brüssel bekommt erste Direktverbindung nach Südamerika seit 26 Jahren

Video

michael rousseau air canada
Nach dem tödlichen Unglück einer Bombardier CRJ 900 am New Yorker Flughafen La Guardia brachte der Chef von Air Canada sein Mitgefühl zum Ausdruck - allerdings nur auf Englisch. Nun kommt von hochrangiger Stelle eine Rücktrittsforderung - auch, weil es nicht der erste sprachliche Fauxpas ist.
Timo Nowack
Timo Nowack
united crj 450 interior
Neun Sitze weniger, dafür eine Business Class und mehr Komfort. United Airlines will bis 2028 rund 50 Regionalflugzeuge vom Typ Bombardier CRJ 200 umrüsten und verpasst ihnen dazu gleich einen neuen Namen: CRJ 450.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Die Boeing 737 von Ariana Afghan Airlines nach dem sie zum Stoppen kam: Keine Verletzten.
Eine Boeing 737 ist in Kabul nach der Landung von der Piste abgekommen. Niemand wurde verletzt. Das Flugzeug erlitt jedoch erhebliche Schäden. Ariana Afghan Airlines erklärt, solche Vorfälle seien keine Seltenheit, und verweist auf das Unglück in New York-LaGuardia.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin