Airbus A330 von Srilankan Airlines:  Im Cockpit kam es zum Eklat.

Sri Lankan AirlinesPilot sperrt Kopilotin aus Cockpit aus

Ein Pilot von Sri Lankan Airlines hat die Erste Offizierin während eines Fluges von Sydney nach Colombo aus dem Cockpit ausgesperrt. Der Mann bleibt jetzt erstmal am Boden.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Allroundmitarbeiter Luftfahrzeug (a) Flugzeugmontage/-unterhalt

Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
sunny cars

Customer Service Expert (m/w/d)

München / Remote
Feste Anstellung
Autovermietung
Sunny Cars
Deutschland
30 - 40 Stunden
Top jobs
IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Viele europäische Fluggesellschaften haben 2015 nach der Tragödie von Germanwings-Flug 4U9525 eine Richtlinie eingeführt, die in den USA schon länger Standard war: Die Zwei-Personen-Regel sieht vor, dass sich jederzeit mindestens zwei Personen im Cockpit aufhalten müssen.

Nur zwei Jahre nach ihrer Einführung wurde die Zwei-Personen-Regel in Europa wieder abgeschafft, da das häufigere Öffnen der Cockpittür und der erweiterte Personenkreis das Risiko für unbefugte Zugriffe erhöhe, hieß es damals. International halten aber viele Fluglinien weiter an der Praxis fest. Auch Sri Lankan Airlines.

Streit eskaliert

Auf Flug UL607 von Sydney nach Colombo kam es am 21. September zu einem Eklat im Cockpit: Lokalen Medienberichten zufolge gerieten der Pilot und die Erste Offizierin während des Fluges in einen Streit. Die Situation eskalierte derart, dass der Pilot die Kollegin aus dem Cockpit des Airbus A330 (Kennung 4R-ALR) aussperrte.

Auslöser des Streits war offenbar, dass die Erste Offizierin eine Toilettenpause machen wollte, ohne einen Ersatz durch ein anderes Crewmitglied zu arrangieren, wie die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf Insider berichtet. Als sich die Kopilotin außerhalb des Cockpits befand, verriegelte der Kapitän die Tür und verweigerte ihr den Wiedereintritt.

Pilot wurde suspendiert

Erst ein Purser konnte die Lage entschärfen und die Erste Offizierin konnte ins Cockpit zurückkehren. Nach der Landung in Colombo reichte die Kopilotin eine Beschwerde ein, die nun an die Zivilluftfahrtbehörde des Landes CAA weitergeleitet wurde. Die Fluglinie bestätigte den Vorfall gegenüber lokalen Medien.

Die Fluglinie teilte mit, dass man eng mit den Behörden zusammenarbeite. Sri Lankan betont, dass Sicherheit und die Einhaltung aller Vorschriften oberste Priorität hätten. Der Pilot bleibt bis zum Abschluss der Untersuchung vom Dienst suspendiert.

Mehr zum Thema

Zu zweit im Cockpit: Das wird immer mehr zur Pflicht.

Diese Airlines ändern Cockpit-Regeln

Das Cockpit des Superjet - ausgestattet mit modernster Technologie und viel Ähnlichkeit zur Airbus-A320-Familie.

Lufthansa prüft Abschaffung der Zwei-Mann-Regel

ticker-sri-lankan

Sri Lankan Airlines legt Zusatzflug zwischen Colombo und London auf

ticker-sri-lankan

Sri Lankan Airlines setzt bei Triebwerken weiter auf Lufthansa Technik

Video

crj900 laguardia ntsb
Das Cockpit wurde völlig zerstört, die Piloten der Bombardier CRJ900 von Air Canada überlebten den Zusammenstoß mit einem Feuerwehrtruck nicht. Die Funkaufzeichnungen dokumentieren die dramatischen Momente vor dem Unglück.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
la guardia crj 900 air canada express
Am Flughafen LaGuardia in New York ist eine Bombardier CRJ900 von Air Canada nach der Landung mit einem Feuerwehrfahrzeug zusammengestoßen. Die beiden Piloten kamen ums Leben.
Timo Nowack
Timo Nowack
König Willem-Alexander bei seinem letzten Flug mit einer Boeing 737: Er lässt sich nochmals umschulen.
Fußballfans, Familien auf dem Weg nach Lappland oder Urlauber nach Ibiza: Viele Passagiere ahnten nicht, dass ihr Kopilot der König der Niederlande war. Jetzt flog Willem-Alexander letztmals mit einer Boeing 737 von KLM - und beginnt nun die Umschulung auf Airbus.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin