Das Personal von Saudi Arabaien Airlines an Bord eines Schiffes: Die Maschine wird im Sudan beschossen.

Sudan-KonfliktPersonal des beschossenen saudischen Airbus A330 mit dem Schiff evakuiert

Bei den Kämpfen am Flughafen der sudanesischen Hauptstadt Khartoum sind rund ein Dutzend zivile Flugzeuge zerstört worden. Das Personal einer Maschine ist jetzt per Schiff evakuiert worden.

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Die aktuellen Unruhen im Sudan beruhen auf einem Konflikt der beiden mächtigsten Generäle des Landes. Auf der einen Seite steht Abdel Fattah al-Burhan. Er ist Oberbefehlshaber der Armee und gilt als der De-facto-Präsident des Landes. Sein Gegenspieler ist Mohamed Hamdan Daglo, der Anführer der paramilitärischen Gruppe Rapid Support Force (RSF) und sein eigentlicher Stellvertreter.

Auslöser der Kämpfe soll ein Streit über Details der Eingliederung der RSF in das Militär als Teil des Übergangs zu einer zivilen Regierung im Sudan sein. Die beiden Generäle hatten im Oktober 2021 gemeinsam geputscht. Laut der Weltgesundheitsorganisation sind bisher mehr als 400 Menschen getötet worden. Die deutsche Bundeswehr hat bereits mit Evakuierungsflügen begonnen.

Während des Boardings beschossen

In der vergangenen Woche sind bei Kämpfen am Flughafen der Hauptstadt Khartoum mindestens 12 zivile Flugzeuge zerstört worden. Neben zehn Boeing 737 verschiedener Airlines ist auch ein Airbus A330 der Saudi Arabian Airlines von Kugeln getroffen worden. Die Maschine geriet am Sonntag (16. April) während des Boardingsprozess unter Beschuss.

Cockpit- und Kabinenpersonal sowie die 157 Reisenden wurden in der stark gesicherten Botschaft Saudi Arabiens in Sicherheit gebracht. Evakuierungsflüge waren trotz einer für das Wochenende angekündigten Waffenruhe nicht möglich. Es kam zu weiteren Explosionen. Die sudanesische Zivilluftfahrtbehörde hat den Luftraum des Landes bis mindestens zum 30. April gesperrt.

Mit dem Schiff nach Saudi Arabien

Gleichzeitig hat die saudische Regierung nach einem sicheren Weg gesucht, die 91 Saudis und 66 Ausländern aus dem afrikanischen Land zu bringen. Fündig ist man bei der saudischen Marine geworden, wie ein am Samstagnachmittag auf Twitter veröffentlichtes Video des Nachrichtenportals AlekhbariyaTV zeigt.

Das Video zeigt das Cockpit- und Kabinenpersonal im Bauch eines Kriegsschiffs. Die rund 15-köpfige Belegschaft trägt noch ihre Airline-Uniformen und schwenkt saudische Fahnen. Unter den 157 Evakuierten sind Personen aus Bulgarien, Burkina Faso, Kanada, Ägypten, Indien, Kuwait, Katar, Pakistan, die Philippinen, Tunesien und den Vereinigten Arabischen Emiraten.

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