Airbus A330 von Discover Airlines: Drei Viertel aller Flüge konnte die Airline selbst durchführen.

VerspätungPassagiere von Discover stranden für vier Tage in Windhoek

Ein technischer Defekt zwang einen Airbus A330 des Ferienfliegers vier Tage lang in Namibia an den Boden. Die gestrandeten Reisenden beklagen sich über schlechte Kommunikation von Discover Airlines.

Top-Jobs

Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Namibia ist bekannt für seine atemberaubenden Landschaften und imposanten Wildtiere. Aber das Land bietet noch viel mehr. In der Hauptstadt Windhoek gibt es heute noch zahlreiche Gebäude, die im Baustil der deutschen Kolonialzeit errichtet sind, unter anderem die Christuskirche. Zudem gibt es zahlreiche Museen. Trotzdem wollen wohl nur wenige den Urlaub im Lande spontan um ein paar Tage verlängern.

Vor allem, wenn man unfreiwillig mehrere Tage in Windhoek fest sitzt. Reisende von Flug 4Y139 von Discover Airlines haben aber genau das gerade erlebt. Sie sollten am Abend des 3. Januar von Windhoek Richtung Frankfurt abfliegen. Doch der Airbus A330-300 mit der Kennung D-AIKK hatte ein technisches Problem. Der Rückflug wurde deshalb gestrichen.

Rückflug erneut abgesagt

Discover Airlines versprach, das Problem am nächsten Tag zu lösen. Doch der Flug wurde erneut abgesagt. Laut der niederländischen Zeitung De Telegraaf kritisieren Reisende die Kommunikation der Tochter von Lufthansa Group scharf. Es habe kaum Informationen gegeben, und die wenigen Aussagen seien teils widersprüchlich gewesen, sodass unklar geblieben sei, wann man Namibia verlassen könne.

Man habe die betroffenen Gäste schriftlich per E-Mail über die Verspätungen informiert, so eine Sprecherin von Discover. Dies sei aber nur dann möglich gewesen, sofern sie ihre Kontaktdaten in der Buchung hinterlegt hätten. Man bedauere, falls die Kommunikation als ungenügend wahr genommen worden sei.

Discover bestätigt Defekt

Auch der für Sonntag (5. Januar) geplante Rückflug musste abgesagt werden. Während Business-Class-Reisende sowie Passagiere, die über Reiseveranstalter gebucht haben, auf andere Airlines umgebucht worden sein sollen und Namibia verlassen haben, hatten die anderen Reisende das Nachsehen. Sie wurden in Hotels untergebracht. Ein deutscher Tourist sagte der Zeitung: «Warum hat Lufthansa kein Flugzeug geschickt, um uns abzuholen?».

Die Sprecherin von Discover bestätigt, dass der für Freitag, den 3. Januar 2025 geplante Flug 4Y139 von Windhoek nach Frankfurt aufgrund eines technischen Defekts nicht wie geplant durchgeführt werden konnte. Der Fehler sei vor Ort in Windhoek behoben worden. Das Ersatzteil habe aber erst aus Frankfurt eingeflogen werden müssen.

Flugzeug wieder in Frankfurt

Laut Daten des Flugverfolgungsdienstes Airnav Radar ist der A330 von Discover Airlines am 6. Januar um 21:30 Ortszeit gestartet und am 7. Januar um kurz nach sechs in Frankfurt gelandet. Ob alle Gestrandeten mit an Bord waren, ist nicht bekannt.

«Wir entschuldigen uns bei den betroffenen Passagieren für die Unannehmlichkeiten. Aufgrund der sehr geringen Umbuchungsmöglichkeiten während der aktuellen Hauptreisezeit war es uns leider nur für einen Teil der betroffenen Gäste möglich, schnelle alternative Reisemöglichkeiten zu bieten. Discover Airlines hat unter Hochdruck sämtliche Optionen geprüft, Gäste auf schnellstem Weg an Ihr Ziel zu bringen» so die Sprecherin.

Mehr zum Thema

Heck eines Airbus A330: Solch ein Flieger war betroffen.

Hart gelandeter A330 von Eurowings Discover fiel erneut aus

Airbus A330 von Eurowings Discover: Mehrere Flüge wurden umgeleitet oder gestrichen.

Wie Eurowings Discover Opfer eines Rechtsstreits in Namibia wurde

Airbus A330 von Eurowings Discover: Ein Jet dieses Typs steckt in Windhoek fest.

Airbus A330 von Eurowings Discover sitzt in Namibia fest

Airbus A330 von Discover Airlines: Das Flugzeug ist der erste Airbus, der mit Aeroshark nachgerüstet wird.

Dieser Airbus wird gesharkt: In Dresden bekommt erstmals ein Airbus A330 die sparsame Haifischhaut

Video

Flughafen Gander am 11. September 2001: 38 Großraumflugzeuge strandeten an dem kanadischen Airport.
Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 sperrten die USA ihren Luftraum. Fast 240 Flugzeuge auf dem Weg ins Land konnten nicht mehr umkehren. Kanada nahm sie auf – und musste innerhalb weniger Stunden Zehntausende gestrandete Reisende unterbringen und versorgen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
regent viceroy first flight
Der amerikanische Hersteller Regent will seine Seegleiter in Küstenregionen in aller Welt liefern. Jetzt hat das Bodeneffektfahrzeug Viceroy erstmals einen bemannten Flug absolviert. Und die Zulassung verläuft anders als bei einem Flugzeug.
Timo Nowack
Timo Nowack
eurowings training center dus
Eurowings und Lufthansa Aviation Training haben ein Ausbildungszentrum eröffnet: In Düsseldorf üben Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter künftig, wie sie eine verrauchte Kabine evakuieren, einen bewusstlosen Piloten retten und eine Axt benutzen. aeroTELEGRAPH erhielt einen ersten Einblick ins neue Crew Training Center und sprach mit den Trainerinnen und Trainern.
Timo Nowack
Timo Nowack