Rolls-Royce vor Dreamliner von Oman Air: Die Airline setzt wohl vermehrt auf die Boeing 787.

RestrukturierungOman Air setzt auf nur noch ein Langstreckenmodell

Vorerst will die staatliche Fluggesellschaft des Sultanats sich verkleinern und Kosten sparen. Ab 2027 möchte Oman Air aber wieder «aggressiv wachsen».

Top-Jobs

Pilatus Logo

Principal Engineer - Flight Physics Simulation

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
aaa aviation academy austria logo

ATO Training Expert (m/f/d)

Aviation Academy Austria
Vollzeit
Neusiedl am See
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Head of Mechanical Final Assembly PC-12 (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Oman Air ist schon länger ein Sorgenkind. Kein Wunder. Die Konkurrenz am Persischen Golf ist brutal. Mit Emirates und Qatar Airways hat die staatliche Fluggesellschaft des Sultanats zwei Giganten als Mitbewerber. Und in Saudi-Arabien entsteht mit Riyadh Air ein weiterer ehrgeiziger Konkurrent. Daneben buhlen auch Air Arabia, Etihad, Flydubai und Gulf Air um eine ähnliche Kundschaft.

Bereits vergangenes Jahr kündigte der omanische Verkehrsminister Saeed Al Mawali deshalb ein «umfassendes Programm zur Umstrukturierung» der chronisch defizitären staatlichen Fluggesellschaft an. Es sollte drei bis vier Jahre dauern, die Verluste stoppen und zu einer Entschuldung führen. Die Richtung stimmt. 2023 beförderte Oman Air mit sechs Millionen ein Fünftel mehr Passagiere. Und sie reduzierte den Jahresfehlbetrag um 36 Prozent, nachdem er bereits im Vorjahr kleiner geworden war. Konkrete Zahlen zur Höhe des Verlustes nennt Al Mawali  jedoch nicht.

Schwarze Null bis 2027

Man habe Verträge neu verhandelt, einige nicht notwendige Verträge gekündigt und allgemeine Kostensenkungen vorgenommen, so Al Mawali zur Zeitung Oman Observer. Dazu gehören auch die Einstellung unprofitabler Strecken, wie etwa die vorübergehende nach Zürich, oder die Reduktion von Frequenzen, wie etwa auf der Route Muscat - Frankfurt. Der nächste Schritt bestehe darin, kleinere Kredite aufzunehmen.

«Wir sind dabei, das Unternehmen zu redimensionieren und neu zu positionieren», sagte der Verkehrsminister. Oman Air werde sich vorerst darauf konzentrieren, «die Sitze zu füllen und den Ertrag zu verbessern», um das Unternehmen finanziell wieder gesund zu machen. Man gehe davon aus, bis 2027 eine schwarze Null beim Betriebsergebnis zu erreichen.

Airbus A330 sind älter

Zum Plan gehört auch eine Vereinfachung der Flotte. Man wolle auf der Langstrecke künftig nur noch mit einem Modell unterwegs sein, so Al Mawali. Aktuell fliegt Oman Air mit zwei Boeing 787-8 und sieben 787-9 (Durchschnittsalter unter sieben Jahre) sowie sechs Airbus A330-300 und vier A330-200 (Durchschnittsalter zwölf Jahre). Neun weitere Dreamliner erhält die Fluggesellschaft noch.

Die älteren A330 stehen daher für die Ausflottung im Vordergrund. Es ist auch gut möglich, dass Oman Air weitere Boeing 787 bestellen wird. «Wir sollten uns mehr auf Großraumflugzeuge konzentrieren», so Al Mawali über die künftige Strategie, ohne konkret zu werden. Eines aber sagt er klar: Wenn die Fluggesellschaft wieder gesund sei, wolle man wieder «aggressiv wachsen».

Kein Wort mehr zu Salam Air

Kein Wort verlor Al Mawali zuletzt über die Integration der Billigairline Salam Air. Sie stand noch vergangenes Jahr «ganz oben auf der Agenda». Bisher arbeiten die staatliche Billigfluglinie und die ebenfalls staatliche Oman Air getrennt, abgesehen von einem Codeshare-Abkommen.

Mehr zum Thema

Boeing 737-800 von Oman Air: Die Fluglinie will ihre Schulden loswerden.

Oman Air sucht neuen Chef und Integration mit Salam Air

Riyadh Air erklärt ihre «super aggressiven» Wachstumspläne

Riyadh Air erklärt ihre «super aggressiven» Wachstumspläne

Boeing 737 Max von Oman Air: Fünf Exemplare hat die Fluglinie schon.

Oman Air geht auf Schrumpfkurs

Leitwerk eines KLM-Flugzeugs: Die Fluglinie hat vier Ziele im Nahen Osten überraschend gestrichen.

KLM lässt Tausende Reisende stranden

Video

Business Class Centre Seats
Teilweise wird sie in Airbus A350-900 und A350-900 ULR nachgerüstet, ganz kommt sie später in der Boeing 777-9 zum Einsatz: die neue Langstreckenkabine von Singapore Airlines. Wir zeigen, was das neu vorgestellte Produkt ausmacht.
Peter Pfänder
Peter Pfänder
Die ehemalige D-AICD: Sie hat ihren Standplatz verlassen.
Seit Anfang 2022 steht am Flughafen Düsseldorf ein ehemaliges Condor-Flugzeug. Nun wurde der 28 Jahre alte Airbus A320 von seiner Position weggeschleppt. Denn der geheimnisvolle Eigentümer lässt prüfen, ob der Jet wieder abheben kann.
Timo Nowack
Timo Nowack
Bangkok Suvarnabhumi aus der Luft: Der Flughafen soll seine Kapazität verdoppeln.
Der Flughafen Bangkok-Suvarnabhumi soll künftig 120 Millionen Fluggäste pro Jahr abfertigen, doppelt so viele wie heute. Dafür sind ein neues Südterminal und eine vierte Piste geplant. Und schon zuvor soll es eine Erweiterung geben.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies