Warteschlangen in Teneriffa: Fliegen wir oder fliegen wir nicht?

Flüge unverhofft annulliertOlympus Airways lässt Passagiere sitzen

Urlauber steckten tagelang auf Teneriffa fest. Schuld ist Olympus Airways. Offenbar stellte die griechische Charterairline die Zusammenarbeit mit deutschen Veranstaltern Knall auf Fall ein.

Top-Jobs

k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Kapitän C680A (all genders) mit Zusatzaufgaben

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Deputy Continuing Airworthiness Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Das Ende der Ferien ist ohnehin etwas wenig Erfreuliches. Für einige deutsche Urlauber auf den Kanarischen Inseln wurde es dieser Tage aber zusätzlich ungemütlich. Die rund 200 Reisenden hatten ihre Ferien bei verschiedenen Reiseveranstaltern gebucht und sollten gemeinsam von Teneriffa Süd nach Stuttgart fliegen.

«Wir wurden wie geplant am 21. August vor unserem Hotel mit einem Sammelbus abgeholt. So sollten wir rechtzeitig in Teneriffa Süd am Flughafen eintreffen und unseren Flieger um 08.05 Uhr nach Stuttgart erwischen», berichtet eine Leserin aeroTELEGRAPH. Doch am Flughafen sei der Flug – auf ihrem bei Tropo Reisen gebuchten Ticket stand als Fluggesellschaft Olympic Airlines – nirgendwo aufgeführt gewesen.

Verwechslung der Airlinenamen

Vor Ort wurde ihr geraten, sich an die Fluggesellschaft zu wenden. Doch man weiß nirgendwo von nichts. Kein Wunder: Die Fluglinie, die den Flug durchführen sollte, heißt Olympus Airways. Sie wird zwar oft mit der Agean-Tochter Olympic Air verwechselt, hat mit ihr außer ein paar Buchstaben aber nichts gemeinsam. Nach mehreren Versuchen bei Olympus habe dort eine Frau abgenommen. Sie habe jedoch nur betont, sie wisse von nichts. Auch Anrufe von aeroTELEGRAPH bei Olympus Airways führten ins Leere.

Nach einigem Hin und Her wurden schließlich alle Passagiere irgendwie in Hotels untergebracht, mit der Information, der Flug solle am kommenden Tag stattfinden. Doch wie die Passagierin berichtete, kam es auch dazu nicht. Erst am Gate erfuhren die Reisenden am Mittwoch (22. August), dass sie nicht in Richtung Heimat abheben würden. Es ging zurück ins Hotel.

Flüge einfach eingestellt

Der dritte Versuch sollte dann am 23. August um 15:45 Uhr starten. Mit einer knappen Stunde Verspätung sei eine Maschine dann in Teneriffa Richtung Stuttgart gestartet, wie eine Sprecherin von Thomas Cook erklärt. Die zum Konzern gehörende Neckermann Reisen hatte ebenfalls Gäste auf dem Flugzeug. «Wir bedauern die Unannehmlichkeiten für unsere Gäste sehr.» Geflogen ist allerdings nicht Olympus Airways, sondern eine andere Fluglinie.

Kein Wunder. Wie aeroTELEGRAPH aus Branchenkreisen erfahren hat, stellte Olympus Airways die Flüge für deutsche Reiseveranstalter offenbar vor einigen Tagen Knall auf Fall ein. Eine Begründung dazu lieferte die griechische Fluglinie nicht. Deshalb müssen nun gestrandete Urlauber mit anderen Airlines ausgeflogen werden. Diverse Olympus-Flieger wurden gleichzeitig nach Athen verlegt.

Schon länger Probleme

Olympus Airways hat schon länger Probleme. Die Charterairline fiel in den letzten Wochen immer wieder mit gigantischen Verzögerungen und Flugstreichungen auf. Der deutsche Flugsitzkontingente-Vermarkter Involatus, der die Maschinen der Griechen gechartert hatte, hatte genug davon. Er stornierte schon Anfang August im Voraus alle Flüge für den September.

Die Zusammenarbeit dürfte angesichts der neuesten Entwicklung kaum noch neu belebt werden. Involatus chartert komplette Maschinen und verkauft die Plätze an Reiseanbieter, Reisebüros und Direktkunden.

Mehr zum Thema

Airbus A321 von Olympus Airways: Die Airline weist hohe Verspätungen auf.

Reiseveranstalter sauer auf Olympus Airways

ticker-deutschland

Deutsche Regierung ebnet Weg für digitale Fluggastabfertigung

ticker-deutschland

Deutsche Flughäfen: Große Drehkreuze erholen sich diesen Sommer schneller als Regionalstandorte

ticker-deutschland

So entwickelt sich der Luftverkehr in Deutschland in den nächsten sechs Monaten

Video

Absturzstelle: Hier prallte der Jet ins Gebirge.
Der Absturz von Flug MU5735 beschäftigt Ermittlungsbehörden seit mehr als vier Jahren. Jetzt deuten neue Daten darauf hin, dass es im Cockpit der Boeing 737 von China Eastern Airlines vor dem Crash zu einem Kampf um die Kontrolle kam.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Der Moment vor der Berührung: Die Boeing 767 von United fliegt extrem niedrig an.
Eine Boeing 767 von United Airlines ist bei der Landung in Newark extrem tief geflogen. Neue Videoaufnahmen zeigen nun von außen, wie das Hauptfahrwerk den Lastwagen auf der Autobahn berührte.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Moment der Kollision: Zum Glück verletzte sich der Fahrer nur leicht.
Eine Boeing 767 von United Airlines berührte beim Anflug in Newark einen Lastwagen und einen Lichtmast. Flug UA169 landete dennoch sicher. Brisant: Weder Cockpit noch Flugsicherung registrieren die Kollision zunächst.
Laura Frommberg
Laura Frommberg