Warteschlangen in Teneriffa: Fliegen wir oder fliegen wir nicht?

Flüge unverhofft annulliertOlympus Airways lässt Passagiere sitzen

Urlauber steckten tagelang auf Teneriffa fest. Schuld ist Olympus Airways. Offenbar stellte die griechische Charterairline die Zusammenarbeit mit deutschen Veranstaltern Knall auf Fall ein.

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Das Ende der Ferien ist ohnehin etwas wenig Erfreuliches. Für einige deutsche Urlauber auf den Kanarischen Inseln wurde es dieser Tage aber zusätzlich ungemütlich. Die rund 200 Reisenden hatten ihre Ferien bei verschiedenen Reiseveranstaltern gebucht und sollten gemeinsam von Teneriffa Süd nach Stuttgart fliegen.

«Wir wurden wie geplant am 21. August vor unserem Hotel mit einem Sammelbus abgeholt. So sollten wir rechtzeitig in Teneriffa Süd am Flughafen eintreffen und unseren Flieger um 08.05 Uhr nach Stuttgart erwischen», berichtet eine Leserin aeroTELEGRAPH. Doch am Flughafen sei der Flug – auf ihrem bei Tropo Reisen gebuchten Ticket stand als Fluggesellschaft Olympic Airlines – nirgendwo aufgeführt gewesen.

Verwechslung der Airlinenamen

Vor Ort wurde ihr geraten, sich an die Fluggesellschaft zu wenden. Doch man weiß nirgendwo von nichts. Kein Wunder: Die Fluglinie, die den Flug durchführen sollte, heißt Olympus Airways. Sie wird zwar oft mit der Agean-Tochter Olympic Air verwechselt, hat mit ihr außer ein paar Buchstaben aber nichts gemeinsam. Nach mehreren Versuchen bei Olympus habe dort eine Frau abgenommen. Sie habe jedoch nur betont, sie wisse von nichts. Auch Anrufe von aeroTELEGRAPH bei Olympus Airways führten ins Leere.

Nach einigem Hin und Her wurden schließlich alle Passagiere irgendwie in Hotels untergebracht, mit der Information, der Flug solle am kommenden Tag stattfinden. Doch wie die Passagierin berichtete, kam es auch dazu nicht. Erst am Gate erfuhren die Reisenden am Mittwoch (22. August), dass sie nicht in Richtung Heimat abheben würden. Es ging zurück ins Hotel.

Flüge einfach eingestellt

Der dritte Versuch sollte dann am 23. August um 15:45 Uhr starten. Mit einer knappen Stunde Verspätung sei eine Maschine dann in Teneriffa Richtung Stuttgart gestartet, wie eine Sprecherin von Thomas Cook erklärt. Die zum Konzern gehörende Neckermann Reisen hatte ebenfalls Gäste auf dem Flugzeug. «Wir bedauern die Unannehmlichkeiten für unsere Gäste sehr.» Geflogen ist allerdings nicht Olympus Airways, sondern eine andere Fluglinie.

Kein Wunder. Wie aeroTELEGRAPH aus Branchenkreisen erfahren hat, stellte Olympus Airways die Flüge für deutsche Reiseveranstalter offenbar vor einigen Tagen Knall auf Fall ein. Eine Begründung dazu lieferte die griechische Fluglinie nicht. Deshalb müssen nun gestrandete Urlauber mit anderen Airlines ausgeflogen werden. Diverse Olympus-Flieger wurden gleichzeitig nach Athen verlegt.

Schon länger Probleme

Olympus Airways hat schon länger Probleme. Die Charterairline fiel in den letzten Wochen immer wieder mit gigantischen Verzögerungen und Flugstreichungen auf. Der deutsche Flugsitzkontingente-Vermarkter Involatus, der die Maschinen der Griechen gechartert hatte, hatte genug davon. Er stornierte schon Anfang August im Voraus alle Flüge für den September.

Die Zusammenarbeit dürfte angesichts der neuesten Entwicklung kaum noch neu belebt werden. Involatus chartert komplette Maschinen und verkauft die Plätze an Reiseanbieter, Reisebüros und Direktkunden.

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