Flughafen Zürich: Hier kam es 2011 zu dem Vorfall.

Vorfall in ZürichOberstes Schweizer Gericht spricht Fluglotsen frei

Das schweizerische Bundesgericht hat einen Fluglotsen freigesprochen. Zuvor war der Mann wegen eines Vorfalls am Flughafen Zürich für schuldig erklärt worden.

Top-Jobs

Aero Bildungs Logo

Ausbilder / Technischer Trainer (m/w/d) für Fluggerätelektronik / Avionik / Cat B2 – Luftfahrttechnik

AERO-Bildungs GmbH
Oberpfaffenhofen
Feste Anstellung
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair

Document Control Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair

Prozessmanager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Pilatus Logo

Crossmedia Marketing Content Redakteur (a)

Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs

Das schweizerische Bundesgericht hat die Beschwerde eines Flugverkehrsleiters gutgeheißen. Er wurde vom Vorwurf der fahrlässigen Störung des öffentlichen Verkehrs freigesprochen. Dabei ging es um einen Vorfall vom 15. März 2011 am Flughafen Zürich. An diesem Tag erhielten um 12.40 Uhr zwei Maschinen kurz nacheinander eine Freigabe und setzten zum Start auf den sich kreuzenden Pisten 16 und 28 an. Die Maschine auf Piste 16 startete wie vorgesehen, während die Maschine auf Piste 28 den Start abbrach.

Der am Vorfall beteiligte Flugverkehrsleiter meldete freiwillig diesen Vorfall, der weder zu Personen- noch zu Sachschaden führte. Dennoch wurde gegen ihn ein Strafverfahren eingeleitet. So musste er sich im Dezember 2014 und im April 2016 vor dem Bezirksgericht Bülach wegen Störung des öffentlichen Verkehrs verantworten und wurde dort freigesprochen. Doch die Staatsanwaltschaft zog den Fall an das Zürcher Obergericht weiter. Dieses sprach den Flugverkehrsleiter im Dezember 2018 schuldig - was sogar zu Verspätungen am Flughafen Zürich führte. Gegen dieses Urteil reichte der Flugverkehrsleiter beim Bundesgericht in Lausanne allerdings Beschwerde ein - mit Erfolg, wie sich nun zeigt.

Flugsicherung fordert gesetzlichen Rahmen

Die Flugsicherung Skyguide zeigte sich zufrieden mit dem Urteil. Trotz des Freispruchs sei man aber davon überzeugt, dass für die in der Luftfahrt gelebte Sicherheitskultur Just Culture im Schweizer Gesetz ein Rahmen fixiert werden müsse. Sie ermögliche es Mitarbeitenden, Fehler zu melden, ohne disziplinarische Konsequenzen befürchten zu müssen, sofern diese nicht mutwillig oder grobfahrlässig begangen worden seien. «Aus diesen freiwilligen, ehrlichen und umfassenden Meldungen kann die Organisation rasch Verbesserungen ableiten und Maßnahmen ergreifen», so Skyguide.

Im Juli hatte das Schweizer Bundesgericht in einem anderen Fall ein Urteil gegen einen Fluglotsen bestätigt. Während er Dienst schob, war es im April 2013 zu einer Annäherung zweier Flugzeuge von Ryanair und Tap gekommen. Obwohl die Situation glimpflich ausging, verurteilte das Bundesstrafgericht in Bellinzona den Fluglotsen im April 2019 wegen fahrlässiger Störung des öffentlichen Verkehrs zu einer Geldstrafe. Dieses Urteil bestätigte dann das Bundesgericht als oberste Instanz und verwies darauf, dass der Lotse eine konkrete Gefährdung geschaffen und Sorgfaltspflichten verletzt habe.

Mehr zum Thema

Flughafen Zürich: Skyguide hat die Kapazität gesenkt.

Verspätungen in Zürich nach Lotsen-Urteil

Zürich: 111.640 Starts, davon 23.299 verspätet, also 20,87 Prozent.

Urteil gegen Lotsen sorgt für Ärger und Verspätungen

ticker-skyguide

Skyguide: Entscheidung zum Leistungsplan der Schweizer Flugsicherung verzögert sich

Absturz einer Jonkers Sailplanes JS1-C: Untersuchung durch die Sust.

Neue Strategie der Schweizer Unfallermittler sorgt für Diskussionen

Video

etihad airways manchester city
Die Golfairline sponsort den englischen Fußballpokalwettbewerb FA Cup. Emirates ist dadurch auch auf den Trikots präsent. Doch es gibt eine Ausnahme.
Timo Nowack
Timo Nowack
Der Flughafen München steht kurz vor der Eröffnung von Pier 1: Ein Video zeigt den gesamten Bauverlauf.
In München entsteht seit 2019 ein neuer, 95.000 Quadratmeter großer Pier am Terminal 1. Ende April geht der Bau ans Netz. Ein Zeitraffervideo zeigt sieben Jahre Bauarbeiten in 76 Sekunden.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Sonex Onex im Formationsflug: Der Hersteller ist insolvent.
Sonex Aircraft hat seit 1998 Selbstbaukits für Flugzeuge hergestellt. Nun ist das Unternehmen pleite. Der Inhaber wendet sich in einem emotionalen Video an seine Kundinnen und Kunden.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies