Eurowings-Flieger in Düsseldorf: Viele Verspätungen im Mai.

Nordrhein-Westfalen Regierung macht Druck auf Airlines wegen Verspätungen

Die Landesregierung von NRW wirft Airlines vor, zu knapp zu planen - deswegen würden bei Verspätungen zu viele Nachtlandungen in Düsseldorf entstehen.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Wetter, Streiks, hohes Reiseaufkommen – es gab in diesem Jahr schon viele Gründe für Verspätungen. Und das wird nun in Nordrhein-Westfalen offenbar zum Politikum. Wie die Zeitung Rheinische Post berichtet, hat Landes-Verkehrsminister Hendrik Wüst Vertreter der wichtigen Airlines wie Eurowings und Laudamotion zu Gesprächen zitiert. Es geht dabei um Nachtlandungen als Folge der vielen Verspätungen.

Laut der Zeitung kam es im Mai zu 313 Landungen nach 23 Uhr – also nachdem das Nachtflugverbot eigentlich gilt. Der Verkehrsminister des Bundeslandes wirft den Airlines implizit vor, dass sie die Kapazitäten nach dem Aus von Air Berlin zu schnell hochgefahren haben. «Man kann den Eindruck haben, dass die Umläufe so eng getaktet sind , dass Verspätungen billigend in Kauf genommen werden», zitiert ihn die Rheinische Post.

Zu wenig Ersatzflugzeuge?

Zu oft würden Ersatzflugzeuge fehlen, wenn eine Maschine ausfalle. Ihm sei bewusst, dass das Aus der zweitgrößten deutschen Airline operationell herausfordernd sei, so Wüst. Aber: «Dann muss man eben vorsichtiger agieren.» Noch vor den bald beginnenden Sommerferien müssten die Fluglinien die Verspätungen in den Griff bekommen, heißt es weiter.

Bereits im Frühling hatte die Regierung Eurowings aufgefordert, «sämtliche Defizite so schnell wie möglich zu beseitigen.» Und sie hatte mit Konsequenzen gedroht, sollte das nicht gelingen. Was diese Konsequenzen sein sollen, ist allerdings nicht bekannt. Laut den Fluglinien sind die Hauptgründe für die Verspätungen allerdings nicht die hohen Kapazitäten. Ein Teil der Verspätungen entfalle auf die vielen Gewitter – doch für den größten Teil seien die Fluglotsenstreiks verantwortlich.

Zu wenig Personal?

Ryanair wittert noch einen dritten Auslöser für die Verspätungen. Die irische Fluggesellschaft wirft den Flugsicherungen vor, zuwenig Personal angestellt zu haben, um alle Flüge abwickeln zu können. «Die Situation ist an den Wochenenden besonders schlimm und vor allem die britische und die deutsche Flugsicherung verstecken sich hinter dem schlechten Wetter und beschönigenden Ausdrücken wie ‹Kapazitätsrestriktionen›», so Ryanair-Chef Michael O’Leary.

Mehr zum Thema

Flugzeug von Etihad in Frankfurt, im Hintergrund unter anderem Condor-Jets: Die Fluglinien aus den Emiraten dominieren das Geschäft.

Die Machtverhältnisse am Himmel zwischen Deutschland und den Emiraten

ticker-deutschland

Europäische Cockpitcrew-Vereinigung warnt Deutschland vor mehr Verkehrsrechten für Golfairlines

ticker-deutschland

Deutsche Marine verabschiedet nach 45 Jahren Westland Sea Lynx

ticker-deutschland

Bericht: Deutschland plant Strafen bei zu geringem SAF-Einsatz

Video

Embraer E195-E2 von Azul: Das Flugzeug hebt erst kurz vor dem Ende der Piste ab.
Eine Embraer E195-E2 von Azul hat in São-Paulo-Congonhas fast die gesamte Startbahn gebraucht. Es ist nicht der erste brenzlige Moment an dem Ort am Stadtflughafen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Betankung einer Boeing 747 von Lufthansa: IN Frankfurt ist Kerosin knapp.
Der niedrige Wasserstand des Rheins wird zum Problem für Deutschlands größten Flughafen. Tankschiffe können nur noch eingeschränkt Kerosin liefern. Deshalb hat Lufthansa ihre Crews angewiesen, auf ausgewählten Strecken zusätzlichen Treibstoff nach Frankfurt mitzubringen.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Airbus U740 Valkyrie: Erstflug erfolgreich absolviert.
Sie startet ohne Landebahn, erreicht bis zu Mach 0,8 und kann bewaffnet werden: Die Airbus U740 Valkyrie hat ihren ersten Flug absolviert. Künftig soll das autonome Kampflugzeug gemeinsam mit Eurofightern operieren.
gerard al fil
Gérard Al-Fil