Eurowings-Flieger in Düsseldorf: Viele Verspätungen im Mai.

Nordrhein-Westfalen Regierung macht Druck auf Airlines wegen Verspätungen

Die Landesregierung von NRW wirft Airlines vor, zu knapp zu planen - deswegen würden bei Verspätungen zu viele Nachtlandungen in Düsseldorf entstehen.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
HahnAir

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs

Wetter, Streiks, hohes Reiseaufkommen – es gab in diesem Jahr schon viele Gründe für Verspätungen. Und das wird nun in Nordrhein-Westfalen offenbar zum Politikum. Wie die Zeitung Rheinische Post berichtet, hat Landes-Verkehrsminister Hendrik Wüst Vertreter der wichtigen Airlines wie Eurowings und Laudamotion zu Gesprächen zitiert. Es geht dabei um Nachtlandungen als Folge der vielen Verspätungen.

Laut der Zeitung kam es im Mai zu 313 Landungen nach 23 Uhr – also nachdem das Nachtflugverbot eigentlich gilt. Der Verkehrsminister des Bundeslandes wirft den Airlines implizit vor, dass sie die Kapazitäten nach dem Aus von Air Berlin zu schnell hochgefahren haben. «Man kann den Eindruck haben, dass die Umläufe so eng getaktet sind , dass Verspätungen billigend in Kauf genommen werden», zitiert ihn die Rheinische Post.

Zu wenig Ersatzflugzeuge?

Zu oft würden Ersatzflugzeuge fehlen, wenn eine Maschine ausfalle. Ihm sei bewusst, dass das Aus der zweitgrößten deutschen Airline operationell herausfordernd sei, so Wüst. Aber: «Dann muss man eben vorsichtiger agieren.» Noch vor den bald beginnenden Sommerferien müssten die Fluglinien die Verspätungen in den Griff bekommen, heißt es weiter.

Bereits im Frühling hatte die Regierung Eurowings aufgefordert, «sämtliche Defizite so schnell wie möglich zu beseitigen.» Und sie hatte mit Konsequenzen gedroht, sollte das nicht gelingen. Was diese Konsequenzen sein sollen, ist allerdings nicht bekannt. Laut den Fluglinien sind die Hauptgründe für die Verspätungen allerdings nicht die hohen Kapazitäten. Ein Teil der Verspätungen entfalle auf die vielen Gewitter – doch für den größten Teil seien die Fluglotsenstreiks verantwortlich.

Zu wenig Personal?

Ryanair wittert noch einen dritten Auslöser für die Verspätungen. Die irische Fluggesellschaft wirft den Flugsicherungen vor, zuwenig Personal angestellt zu haben, um alle Flüge abwickeln zu können. «Die Situation ist an den Wochenenden besonders schlimm und vor allem die britische und die deutsche Flugsicherung verstecken sich hinter dem schlechten Wetter und beschönigenden Ausdrücken wie ‹Kapazitätsrestriktionen›», so Ryanair-Chef Michael O’Leary.

Mehr zum Thema

Flugzeug von Etihad in Frankfurt, im Hintergrund unter anderem Condor-Jets: Die Fluglinien aus den Emiraten dominieren das Geschäft.

Die Machtverhältnisse am Himmel zwischen Deutschland und den Emiraten

ticker-deutschland

Europäische Cockpitcrew-Vereinigung warnt Deutschland vor mehr Verkehrsrechten für Golfairlines

ticker-deutschland

Deutsche Marine verabschiedet nach 45 Jahren Westland Sea Lynx

ticker-deutschland

Bericht: Deutschland plant Strafen bei zu geringem SAF-Einsatz

Video

Feuerwerk und Flugzeug: Keine gute Kombination.
Feuerwerk und Flugzeuge sind keine gute Kombination. Das zeigte sich am Flughafen Mundo Maya in Guatemala, als ein Airbus A320 von Avianca zur Landung ansetzte.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Der neue Honda Jet: Die Maschine heißt ab sofort Echelon.
Der japanische Businessjet-Hersteller vermeldet Fortschritte beim Bau der ersten Echelon-Maschine, muss aber gleichzeitig eine deutliche Verzögerung einräumen. Erstflug und Zulassung verschieben sich um bis zu drei Jahre.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Airbus A320 Neo wird bei Tarmac Aerosave zerlegt: Das Unternehmen erweitert seine Zerlegungskapazitäten.
Eigentlich könnten sie noch Jahrzehnte fliegen. Trotzdem werden derzeit auffällig viele junge Airbus A220, A320 Neo und Boeing 737 Max zerlegt. Warum?
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies