Eurowings-Flieger in Düsseldorf: Viele Verspätungen im Mai.

Nordrhein-Westfalen Regierung macht Druck auf Airlines wegen Verspätungen

Die Landesregierung von NRW wirft Airlines vor, zu knapp zu planen - deswegen würden bei Verspätungen zu viele Nachtlandungen in Düsseldorf entstehen.

Top-Jobs

k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Kapitän C680A (all genders) mit Zusatzaufgaben

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Deputy Continuing Airworthiness Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Wetter, Streiks, hohes Reiseaufkommen – es gab in diesem Jahr schon viele Gründe für Verspätungen. Und das wird nun in Nordrhein-Westfalen offenbar zum Politikum. Wie die Zeitung Rheinische Post berichtet, hat Landes-Verkehrsminister Hendrik Wüst Vertreter der wichtigen Airlines wie Eurowings und Laudamotion zu Gesprächen zitiert. Es geht dabei um Nachtlandungen als Folge der vielen Verspätungen.

Laut der Zeitung kam es im Mai zu 313 Landungen nach 23 Uhr – also nachdem das Nachtflugverbot eigentlich gilt. Der Verkehrsminister des Bundeslandes wirft den Airlines implizit vor, dass sie die Kapazitäten nach dem Aus von Air Berlin zu schnell hochgefahren haben. «Man kann den Eindruck haben, dass die Umläufe so eng getaktet sind , dass Verspätungen billigend in Kauf genommen werden», zitiert ihn die Rheinische Post.

Zu wenig Ersatzflugzeuge?

Zu oft würden Ersatzflugzeuge fehlen, wenn eine Maschine ausfalle. Ihm sei bewusst, dass das Aus der zweitgrößten deutschen Airline operationell herausfordernd sei, so Wüst. Aber: «Dann muss man eben vorsichtiger agieren.» Noch vor den bald beginnenden Sommerferien müssten die Fluglinien die Verspätungen in den Griff bekommen, heißt es weiter.

Bereits im Frühling hatte die Regierung Eurowings aufgefordert, «sämtliche Defizite so schnell wie möglich zu beseitigen.» Und sie hatte mit Konsequenzen gedroht, sollte das nicht gelingen. Was diese Konsequenzen sein sollen, ist allerdings nicht bekannt. Laut den Fluglinien sind die Hauptgründe für die Verspätungen allerdings nicht die hohen Kapazitäten. Ein Teil der Verspätungen entfalle auf die vielen Gewitter – doch für den größten Teil seien die Fluglotsenstreiks verantwortlich.

Zu wenig Personal?

Ryanair wittert noch einen dritten Auslöser für die Verspätungen. Die irische Fluggesellschaft wirft den Flugsicherungen vor, zuwenig Personal angestellt zu haben, um alle Flüge abwickeln zu können. «Die Situation ist an den Wochenenden besonders schlimm und vor allem die britische und die deutsche Flugsicherung verstecken sich hinter dem schlechten Wetter und beschönigenden Ausdrücken wie ‹Kapazitätsrestriktionen›», so Ryanair-Chef Michael O’Leary.

Mehr zum Thema

ticker-deutschland

Deutsche Regierung ebnet Weg für digitale Fluggastabfertigung

ticker-deutschland

Deutsche Flughäfen: Große Drehkreuze erholen sich diesen Sommer schneller als Regionalstandorte

ticker-deutschland

So entwickelt sich der Luftverkehr in Deutschland in den nächsten sechs Monaten

ticker-deutschland

Deutschland beschließt Gesetzesänderung zur besseren Abwehr von Drohnen an Flughäfen

Video

Absturzstelle: Hier prallte der Jet ins Gebirge.
Der Absturz von Flug MU5735 beschäftigt Ermittlungsbehörden seit mehr als vier Jahren. Jetzt deuten neue Daten darauf hin, dass es im Cockpit der Boeing 737 von China Eastern Airlines vor dem Crash zu einem Kampf um die Kontrolle kam.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Der Moment vor der Berührung: Die Boeing 767 von United fliegt extrem niedrig an.
Eine Boeing 767 von United Airlines ist bei der Landung in Newark extrem tief geflogen. Neue Videoaufnahmen zeigen nun von außen, wie das Hauptfahrwerk den Lastwagen auf der Autobahn berührte.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Moment der Kollision: Zum Glück verletzte sich der Fahrer nur leicht.
Eine Boeing 767 von United Airlines berührte beim Anflug in Newark einen Lastwagen und einen Lichtmast. Flug UA169 landete dennoch sicher. Brisant: Weder Cockpit noch Flugsicherung registrieren die Kollision zunächst.
Laura Frommberg
Laura Frommberg