Kim Jong-un und der Satellit Asia Sat 2: Letzter Kontakt zu Südkorea.

Nordkoreas letzter Draht

Kim Jong Un kappte die Kommunikation zu Südkorea und droht mit Krieg. Die letzte Kontaktmöglichkeit zwischen Nord- und Südkorea ist der Funk der Fluglotsen.

Top-Jobs

AMX Support

Lizenzierter Fluggerätmechaniker / Certifying Staff B1/B2 (m/w/d)

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
AMX Support

Flugzeug Mechaniker

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
AMX Support

LAGER MITARBEITER (m/w/d) – Luftfahrt

Oberpfaffenhofen / Flughafen München (EDMO)
AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugelektriker (a)

Vollzeit
Pilatus Flugzeugwerke AG
Flugzeughersteller
Feste Anstellung
Top jobs
Schweiz

Die Leitungen bleiben still. Die Demokratische Republik Nordkorea stellte die Kommunikation, welche die eigenen militärischen Grenzposten mit den südkoreanischen Pendants hatten, letzte Woche komplett ein. «Wenn jede Sekunde der Krieg ausbrechen könnte, sehen wir keinen Grund, den Kontakt aufrecht zu erhalten», ließ sich ein nordkoreanischer Militäroffizier von den Medien zitieren. Und prompt erging aus Pjöngjang die Nachricht, man befinde sich mit dem Süden nun im «Kriegszustand». Am Mittwochabend erteilte die Regierung dem Militär dann sogar die Erlaubnis für einen Atomschlag gegen die USA. Seither sind viele nervös, auch wenn solches Säbelrasseln aus Nordkorea nichts Neues ist. «Die Situation könnte einfach außer Kontrolle geraten, sie entwickelt sich zu einem Teufelskreis», erklärte der russische Außenminister Sergej Lawrow zuvor.

In der neuen Eiszeit zwischen dem Süden und dem Norden der koreanischen Halbinsel gibt es nur eine Ausnahme. Über einen Weg kommunizieren Nord- und Südkoreaner auch heute noch. Über das System der Flugsicherung. Die Verbindungen zwischen den Fluglotsen der beiden Länder wurden nicht gekappt. Denn sei sorgen dafür, dass Passagierflieger sicher über das kommunistische Land fliegen.

Erst 1998 Luftraum geöffnet

Erst 1998 öffnete Nordkorea seinen Luftraum für ausländische Zivilflieger. Zuvor mussten diese einen Umweg fliegen, was zu einem höheren Treibstoffverbrauch und zu längeren Flugzeiten führte. Nach einem langen Hin und Her und vielen Verhandlungen wurde am 23. April 1998 der Luftraum eröffnet. Um 30 Minuten reduzierte sich die Flugzeit nach Südkorea dadurch für Flüge aus dem Westen.

Das Flugsicherungs-System im Land und am internationalen Flughafen Pjöngjang wurde dafür einer drastischen Modernisierung unterzogen - mit Unterstützung der Internationalen Flugtransport-Vereinigung Iata. Diese profitierte davon, dass Nordkorea sich in einer Notsituation befand. Wie der damalige Iata-Chef Pierre J. Jeanniot in einer Rede 2008 erklärte, profitierte die Organisation von Nordkoreas Mangel an Fremdwährungen.

An Devisen gelangen

«Sie waren sich nicht bewusst, dass man durch die Regelung des Luftverkehrs hohe Gebühren verlangen kann. So war es für sie ein Weg, an Fremdwährungen zu gelangen», erinnert er sich laut einem Bericht der Seite Northkoreatech. Die Iata half also, die nötige Infrastruktur auszubauen und Lotsen auszubilden. Auch eine Telefonleitung zwischen Süd- und Nordkorea richtete die Organisation ein. Dadurch, dass die Organisation das übernahm, «hatte Nordkorea zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, selbst Kontakt mit dem Süden aufgenommen zu haben», so Jeanniot.

Als nächstes kam die Einführung von Satellitentechnik. Der Satellit Asia Sat 2 sorgte für Kontakt zwischen den Inlandsstationen Pjöngjang, Sondok, Orang, Samjiyon und Sonbong mit vier regionalen Zentren in Daegu (Südkorea), Shenyang (China), Wladiwostok (Russland) und Tokio (Japan).

Mehr zum Thema

Lufthansa Cargo rechnet mit Wachstum und setzt auf Asien

Lufthansa Cargo rechnet mit Wachstum und setzt auf Asien

Platz 10: Moskau - St.Petersburg. 117 Flüge pro Tag.

Die zehn verkehrsreichsten Routen der Welt

Shanghai in China: Eines der Asien-Ziele von Lufthansa.

Asien-Flüge machen Lufthansa Sorgen - Strecken stehen auf Prüfstand

Ausgelöste Notrutsche: Der Flug fand nicht statt.

Frau aktiviert versehentlich Notrutsche - und alle steigen aus

Video

Lockheed L-1011  03
In Kenias Hauptstadt Nairobi steht eine 45-jährige Lockheed L-1011 Tristar, die wieder abheben und Fracht transportieren soll. aeroTELEGRAPH sprach mit einem, der an dem Projekt beteiligt ist - und auch eine 57-jährige Douglas DC-8 wieder in die Luft bringen will.
Timo Nowack
Timo Nowack
Comac C919 von China Southern Airlines: Außen fix und innen?
Bislang setzt Shenzhen Airlines ausschließlich auf Airbus und Boeing. Nun möchte die mehr als 200 Flugzeuge starke Air-China-Tochter auch die Comac C919 einsetzen. Interesse gibt es auch von Loong Air. Das Problem: Lieferketten und Produktionsgeschwindigkeit bremsen den chinesischen Hersteller.
Timo Nowack
Timo Nowack
So weist Lufthansa auf die Spielregeln hin: Neues Highspeed-Internet an Bord.
Erstmals hat ein Flugzeug von Lufthansa Passagiere regulär ans Ziel gebracht, in dem das neue Highspeed-Internet installiert ist. Wir waren an Bord und haben das neue Angebot getestet.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin