Flugzeug von Nordica: Bald nicht mehr zu sehen?

Marabu-PartnerinMarabu-Partner Nordica könnte aufgelöst werden

Die angeschlagene estnische Fluggesellschaft erhält kein Geld mehr vom Staat. Jetzt steht auch eine Auflösung von Nordica im Raum.

Top-Jobs

k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Kapitän C680A (all genders) mit Zusatzaufgaben

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Deputy Continuing Airworthiness Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Das Projekt Nordica ist gescheitert. Einst wurde die Airline von der Regierung Estlands gegründet, um die Hauptstadt Tallinn weiterhin international anzubinden. Doch so richtig funktioniert hat das nie. So stellte sie 2019 den eigenen Flugbetrieb ein.

Die Gruppe hat inzwischen noch zwei Geschäftsfelder. Zum einen fliegen die beiden Airlines der Nordic Aviation Group im Auftrag nordischer Länder auf subventionierten Strecken. Zum anderen übernehmen Nordica und ihre Schwester X Fly auch Wet-Lease-Aufträge. Unter anderem fliegen sie für den auf Deutschland ausgerichteten Ferienflieger Marabu.

12 Millionen Euro Verlust

Doch auch dieses Geschäftsmodell funktioniert nicht, wie es soll. In den ersten neun Monaten des Jahres hat Nordica einen Verlust von 12 Millionen Euro geschrieben. Und jetzt hat der Staat bestätigt, was der Rechnungshof ihm schon im September riet: Nordica erhält kein weiteres Geld der Regierung mehr. Eine Airline, deren Aufgabe es sei, Tallinn an die Welt anzubinden, sei unternehmerisch nicht sinnvoll.

Stattdessen möchte man den Flughafen der Hauptstadt finanziell unterstützen - mit der Auflage, dass die Gebühren nicht erhöht werden. So schaffe man es eher, Estland an die Welt anzubinden. 14,4 Millionen Euro soll er erhalten, heißt es beim Fernsehsender EER.

«Lieber bankrottgehen lassen»

Und wie geht es mit Nordica weiter? Eine Option sei eine Privatisierung - ganz oder in Teilen. Doch wirklich viel Geld dürfte man für Nordica nicht mehr bekommen, daraus macht auch Vorstandsvorsitzender David O'Brock-Kaljuvee keinen Hehl. Im Mai habe der Wert der Airline nach einer Prüfung noch bei 70 Millionen Euro gelegen. Doch der sei nun gesunken.

«Es ist klar, dass heute niemand 70 Millionen für Nordica anbieten wird», sagt er. Und auch eine Auflösung der Airline steht offenbar im Raum. Falls niemand die Fluggesellschaft zu einem vernünftigen Preis kaufen wolle, so O'Brock-Kaljuvee, «sollten wir sie lieber pleite lassen. Vielleicht sollten wir es tatsächlich tun.»

Mehr zum Thema

CRJ von Nordica: Sieben Jets langfristig gemietet von Transpordi Varahaldus.

Estland soll Marabu-Partnerin Nordica verkaufen

Bombardier CRJ 900 in der Lackierung von Nordica: Verluste zu hoch.

Marabu-Partner Nordica in Schieflage

Mitarbeiterinnen von Nordica: Derzeit nur Charterflüge im Angebot.

Estland will Nordica wieder fit machen

ticker-flughafen

Flughafen Tallinn verdoppelt bis 2030 seine Kapazität

Video

Der Airbus A321 Neo von Frontier: Die Passagiere verließen das Flugzeug über die Notrutschen.
Dramatische Szenen am Flughafen Denver: Ein Airbus A321 Neo von Frontier Airlines stoppte den Startlauf abrupt, nachdem das Flugzeug eine Person auf der Piste erfasst hatte.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Absturzstelle: Hier prallte der Jet ins Gebirge.
Der Absturz von Flug MU5735 beschäftigt Ermittlungsbehörden seit mehr als vier Jahren. Jetzt deuten neue Daten darauf hin, dass es im Cockpit der Boeing 737 von China Eastern Airlines vor dem Crash zu einem Kampf um die Kontrolle kam.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Der Moment vor der Berührung: Die Boeing 767 von United fliegt extrem niedrig an.
Eine Boeing 767 von United Airlines ist bei der Landung in Newark extrem tief geflogen. Neue Videoaufnahmen zeigen nun von außen, wie das Hauptfahrwerk den Lastwagen auf der Autobahn berührte.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin