Flugzeug von Nordica: Bald nicht mehr zu sehen?

Marabu-PartnerinMarabu-Partner Nordica könnte aufgelöst werden

Die angeschlagene estnische Fluggesellschaft erhält kein Geld mehr vom Staat. Jetzt steht auch eine Auflösung von Nordica im Raum.

Top-Jobs

AMX Support

Lizenzierter Fluggerätmechaniker / Certifying Staff B1/B2 (m/w/d)

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
AMX Support

Flugzeug Mechaniker

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
AMX Support

LAGER MITARBEITER (m/w/d) – Luftfahrt

Oberpfaffenhofen / Flughafen München (EDMO)
AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugelektriker (a)

Vollzeit
Pilatus Flugzeugwerke AG
Flugzeughersteller
Feste Anstellung
Top jobs
Schweiz

Das Projekt Nordica ist gescheitert. Einst wurde die Airline von der Regierung Estlands gegründet, um die Hauptstadt Tallinn weiterhin international anzubinden. Doch so richtig funktioniert hat das nie. So stellte sie 2019 den eigenen Flugbetrieb ein.

Die Gruppe hat inzwischen noch zwei Geschäftsfelder. Zum einen fliegen die beiden Airlines der Nordic Aviation Group im Auftrag nordischer Länder auf subventionierten Strecken. Zum anderen übernehmen Nordica und ihre Schwester X Fly auch Wet-Lease-Aufträge. Unter anderem fliegen sie für den auf Deutschland ausgerichteten Ferienflieger Marabu.

12 Millionen Euro Verlust

Doch auch dieses Geschäftsmodell funktioniert nicht, wie es soll. In den ersten neun Monaten des Jahres hat Nordica einen Verlust von 12 Millionen Euro geschrieben. Und jetzt hat der Staat bestätigt, was der Rechnungshof ihm schon im September riet: Nordica erhält kein weiteres Geld der Regierung mehr. Eine Airline, deren Aufgabe es sei, Tallinn an die Welt anzubinden, sei unternehmerisch nicht sinnvoll.

Stattdessen möchte man den Flughafen der Hauptstadt finanziell unterstützen - mit der Auflage, dass die Gebühren nicht erhöht werden. So schaffe man es eher, Estland an die Welt anzubinden. 14,4 Millionen Euro soll er erhalten, heißt es beim Fernsehsender EER.

«Lieber bankrottgehen lassen»

Und wie geht es mit Nordica weiter? Eine Option sei eine Privatisierung - ganz oder in Teilen. Doch wirklich viel Geld dürfte man für Nordica nicht mehr bekommen, daraus macht auch Vorstandsvorsitzender David O'Brock-Kaljuvee keinen Hehl. Im Mai habe der Wert der Airline nach einer Prüfung noch bei 70 Millionen Euro gelegen. Doch der sei nun gesunken.

«Es ist klar, dass heute niemand 70 Millionen für Nordica anbieten wird», sagt er. Und auch eine Auflösung der Airline steht offenbar im Raum. Falls niemand die Fluggesellschaft zu einem vernünftigen Preis kaufen wolle, so O'Brock-Kaljuvee, «sollten wir sie lieber pleite lassen. Vielleicht sollten wir es tatsächlich tun.»

Mehr zum Thema

CRJ von Nordica: Sieben Jets langfristig gemietet von Transpordi Varahaldus.

Estland soll Marabu-Partnerin Nordica verkaufen

Bombardier CRJ 900 in der Lackierung von Nordica: Verluste zu hoch.

Marabu-Partner Nordica in Schieflage

Mitarbeiterinnen von Nordica: Derzeit nur Charterflüge im Angebot.

Estland will Nordica wieder fit machen

ticker-air-baltic

Tallinn, Kuusamo und Vilnius: airBaltic startet neue Preisaktion

Video

Lockheed L-1011  03
In Kenias Hauptstadt Nairobi steht eine 45-jährige Lockheed L-1011 Tristar, die wieder abheben und Fracht transportieren soll. aeroTELEGRAPH sprach mit einem, der an dem Projekt beteiligt ist - und auch eine 57-jährige Douglas DC-8 wieder in die Luft bringen will.
Timo Nowack
Timo Nowack
Comac C919 von China Southern Airlines: Außen fix und innen?
Bislang setzt Shenzhen Airlines ausschließlich auf Airbus und Boeing. Nun möchte die mehr als 200 Flugzeuge starke Air-China-Tochter auch die Comac C919 einsetzen. Interesse gibt es auch von Loong Air. Das Problem: Lieferketten und Produktionsgeschwindigkeit bremsen den chinesischen Hersteller.
Timo Nowack
Timo Nowack
So weist Lufthansa auf die Spielregeln hin: Neues Highspeed-Internet an Bord.
Erstmals hat ein Flugzeug von Lufthansa Passagiere regulär ans Ziel gebracht, in dem das neue Highspeed-Internet installiert ist. Wir waren an Bord und haben das neue Angebot getestet.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin