ATR 72 von Nordica: Wie weiter mit der Nationalairline?

Nationalairline von EstlandKritik am Totalrückzug von Nordica

Die estnische Nationalairline Nordica führt keine Linienflüge mehr durch. Damit mache die Staatsairline keinen Sinn mehr, findet ein einflussreicher Politiker.

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Sven Sester war von 2015 bis 2017 Finanzminister Estlands. Heute sitzt er im Parlament und ist dort Vorsitzender des Wirtschaftskomitees. Er gehört seit Längerem zu den einflussreichsten Politikern des Landes. Und ihm gefällt gar nicht, was sich bei der Nationalairline Nordica tut, die kürzlich bekannt gab, alle Linienflüge einzustellen.

Die Fluggesellschaft sei nach der Pleite von Estonian Air 2015 aus dem einzigen Grund gegründet worden, um die Anbindung Estlands an strategisch wichtige Ziele sicherzustellen. Nun aber gebe Nordica diese Aufgabe ab und führe nur noch Wet-Lease-Flüge für andere Airlines durch, so Sester. Das könne nicht die Aufgabe einer Staatsairline sein, sagte er gemäß dem estnischen Rundfunk EER. Deshalb müsse man sich nun die Frage stellen: Findet Nordica einen strategischen Partner und kann wieder wachsen oder verkauft der Staat seine Anteile?

Zusammenarbeit mit Lot

Nordica gehört der Holding Nordic Aviation Group, die in Staatsbesitz ist. Sie besitzt auch die Mehrheit der Tochter Regional Jet, welche Flüge für Nordcia und andere Fluggesellschaften durchführt. 49 Prozent von Regional Jet gehört zu der polnischen Lot.

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