Boeing 737-800 mit dem Kennzeichen EW-001PA über Hamburg: Sorgte für Unruhe.

Bei Lufthansa Technik in HamburgNicht jeder wollte am Lukaschenko-Flieger arbeiten

Die Boeing 737 des weißrussischen Machthabers Lukaschenko hat Hamburg wieder verlassen. Mancher bei Lufthansa Technik lehnte es ab, den Flieger zu warten.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Principal Engineer - Flight Physics Simulation

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
aaa aviation academy austria logo

ATO Training Expert (m/f/d)

Aviation Academy Austria
Vollzeit
Neusiedl am See
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Head of Mechanical Final Assembly PC-12 (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Mitte Oktober landete am Flughafen Hamburg eine Boeing 737-800 in VIP-Version mit dem Kennzeichen EW-001PA. Der Flieger gehört der Regierung von Weißrussland und kam zur Wartung zu Lufthansa Technik. Die Gewerkschaftsgruppe Verdi Lufthansa Technik Hamburg kritisierte, dass ein Flugzeug des umstrittenen weißrussische Präsident Alexander Lukaschenko, dem Wahlfälschung vorgeworfen wird und der seine Sicherheitskräfte gewaltsam gegen Massenproteste vorgehen lässt, im eigenen Betrieb gewartet wird.

Lufthansa Technik selber betonte lediglich, man halte sich an Sanktionen und Embargos. Mittlerweile hat das umstrittene Flugzeug Hamburg wieder verlassen. Am 27. Oktober hob die Maschine Richtung der weißrussischen Hauptstadt Minsk ab, wie das Planespotter-Portal EDDH Airport dokumentierte. Auch die Verdi-Gruppe bestätigte gegenüber aeroTELEGRAPH: «Der Flieger ist wieder weg und wurde unserer Kenntnis nach gewartet.»

«Keine Repression durch den Arbeitgeber erfahren»

Die Gewerkschafter erklären, man habe nicht etwa zu einem Streik gegen die Wartung des Fliegers aufgerufen. «Unser Ziel als Gewerkschaft wurde insofern erfüllt, dass Kolleginnen und Kollegen, die nicht daran arbeiten wollten, keine Repression durch den Arbeitgeber erfahren haben», so die Verdi-Gruppe. «Wir wollen vor allem unsere Belegschaft über die Situation von Arbeitnehmern und Gewerkschaften in Weißrussland aufklären und ihnen vor dem Arbeitgeber den Rücken stärken, wenn sie nicht daran arbeiten wollen.»

Ob Lukaschenko auch in Zukunft Flugzeuge zur Wartung nach Deutschland schicken kann, ist ungewiss. Am Mittwoch (4. November) berichten die Nachrichtenagenturen DPA und AFP, die EU arbeite an einem Beschlussverfahren für Sanktionen gegen Lukaschenko und Personen aus seinem Umfeld. Am Freitag könnten sie demnach beschlossen werden.

Mehr zum Thema

Boeing 737-800 mit dem Kennzeichen EW-001PA über Hamburg: Sorgte für Unruhe.

Lukaschenko-Jet bringt Lufthansa Technik Ärger ein

Bombardier Challenger 850 of the Belarusian government.

Der mysteriöse Flug von Lukaschenkos Businessjet

ticker-boeing-1

Boeing und Lufthansa Technik verlängern Ersatzteilvertrag

ticker-boeing-1

Boeing prognostiziert mehr als 4000 Frachtflugzeuge bis 2045

Video

Bildschirmfoto 2026-11-04 um 125453
Ein Learjet 60 stürzte fast senkrecht auf eine Straße in Florida, neun Menschen starben. Jetzt wurden Teile des Höhenruders gefunden - bis zu 6,1 Kilometer vom Wrack entfernt.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
learjet absturz florida 01
Die US-Unfalluntersuchungsbehörde NTSB hat sich zum tödlichen Absturz des Bombardier Learjet 60 in Florida geäußert. Das sind die Erkenntnisse über die letzten Minuten des Unglücksfluges, der in ein Wohngebiet stürzte.
Timo Nowack
Timo Nowack
airbus a340 600 d aihz duesseldorf
Zum Abschied gab es für die D-AIHZ noch einen Wassersalut: Am Montag hat auch der letzte Airbus A340-600 von Lufthansa Düsseldorf und Deutschland verlassen.
Timo Nowack
Timo Nowack